1. Treffpunkt um 09:00 Uhr, Parkplatz Denn‘s BioMarkt, gegenüber dem Alten OEG-Bahnhof, Weinheim
2. Treffpunkt um 09:45 Uhr, Wanderparkplatz „Freiheit“ im Laudenauer Ortsteil Freiheit, Navi: Freiheitsstr. 20, 64385 Reichelsheim
Tourverlauf: Laudenauer Ortsteil Freiheit – Rodenstein – Rimdidim – Zindenauer Schlösschen – Neunkircher Höhe – Freiheit Laudenau
Zwischenrast: Kaiserturm auf der Neunkircher Höhe
Anforderung: Anspruchsvolle Tour auf teilweise schmalen, abenteuerlichen Pfaden mit längeren Anstiegen, ca. 15 km und 500 hm – gute Kondition ist unerlässlich.
Die Wanderung führen Kerstin Dreier und Walter Knapp, Tel. 0171 47 01 678 oder walter.knapp@dav-weinheim.de
Gäste sind herzlich willkommen. Festes Schuhwerk und Wanderstöcke sind empfehlenswert.
Highlights der Wanderung
Die Höhepunkte unserer Wanderung prägen eine der abwechslungsreichsten Gegenden im Odenwald – mit Wasserfall, Burgruine, markanten Felsen, Aussichtspunkten und einer Einkehrmöglichkeit in der höchstgelegenen Gaststätte des Odenwaldes.






Das Fallende Wasser (Fallbach-Wasserfall) liegt zwischen Neunkircher Höhe und Burg Rodenstein. Es ist ein kleiner, aber sehr schöner Wasserfall, der besonders nach Regen eindrucksvoll wirkt.
Die Burg Rodenstein wurde um 1240 als Trutzburg errichtet, zerfiel später und ist inzwischen in Teilen wiederhergestellt. Sie liegt mitten in einem dichten Wald und beeindruckt mit Überresten wie dem Mühlturm, dem Torbau und Teilen des Zwingers. Die Anlage ist nicht nur historisch interessant, sondern auch sagenumwoben: Der Legende nach soll hier der „Rodensteiner Ritter“ mit seinem wilden Heer umhergegeistert sein. Der nächtliche Zug des Rodensteiners bedeutete je nach Umständen bevorstehenden Krieg oder auch Frieden.
Geologisch bewegen wir uns heute im – oder besser: auf dem – Neunkirchener Komplex. Hier treten vor allem gneisartige und granitähnliche Gesteine zutage. Verwitterung und Abtragung haben aus diesem Material kleine Felsenmeere, mächtige Blöcke und regelrechte natürliche „Burgen“ geformt. Viele dieser Felsen stehen heute als Naturdenkmäler unter Schutz. Besonders auffällig sind Formationen wie der Wildweibchenstein, der Gagernstein und die Felsen am Rimdidim, die immer wieder als markante Anlaufpunkte und Fotomotive dienen.
Der Rimdidim ist mit seinen rund 435 Metern einer der beeindruckenden Berge der Region und fällt auch durch seine besondere Namensgeschichte auf. Die überlieferte Anekdote hierzu wird den Wandersleuten gerne direkt vor Ort am Gipfelkreuz von Kerstin und Walter erzählt. Dort erwarten uns auch eindrucksvolle Felsformationen.
Südlich des Rimdidim besuchen wir den Gagernstein, der alsmarkante Felsformation zu den landschaftlichen Höhepunkten unserer Wanderung zählt. Kurz danach erreichen wir auf abenteuerlichen Wegen die Überreste des ehemaligen Naturfreundehauses Rimdidim, heute eine Art „Lost Place“.
Das Zindenauer Schlösschen ist ein Naturdenkmal aus malerischen Granitfelsen (die sogar beklettert werden) mit einer alten Eiche auf dem Steinkopf (451m).
Mit 605 Metern überragt die Neunkircher Höhe alle anderen Bergedes hessischen Odenwalds. Auf ihrem Gipfel steht der Kaiserturm, ein 34 Meter hoher Aussichtsturm aus dem Jahr 1907. Bei klarer Sicht reicht der Blick von dort bis in die Pfalz, nach Frankfurt, zum Taunus und bis zum Katzenbuckel.
Der Turm ist ausschließlich am Wochenende geöffnet, und zwar dann, wenn die dortige Gaststätte – bekannt als die „höchste Wirtschaft des Odenwaldes“ – bewirtschaftet wird. Aktuell besteht diese Wirtschaft wegen Renovierung der Räumlichkeiten aus einem Imbisswagen, an dem es Würstchen, kalte Getränke, sowie Kaffee und Kuchen gibt.
