Durch die wunderschöne Hölle des Odenwaldes (11/2014)

– mit Herbert Bönisch

25 Wanderer trafen sich an den Startpunkten in Weinheim und in Kreidach um an einer Wanderung im Odenwald teilzunehmen. In Kreidach ging es dann über den Mörlenbach über einen steilen Anstieg zum Hasenrain. Der Blick nach Kreidach und Mackenheim konnte man hier genießen. Der Gittersberg und ein Tunnel lagen auf dem Weg zum Geopunkt im Mackenheimer Steinbruch. Der Geopunkt ist eine Anhöhe, wo die verschiedenen Gesteinsarten des Odenwaldes in Natura gezeigt sind. hier wurde eine kurze Rast gemacht und sich an den Infotafeln informiert.
Weiter ging es dann über den Wellberg zum Viadukt von Weiher auf den Höhenweg. Nach der Hüttelhöhe ging es dann auf den Dorfplatz zur Mittagsrast nach Weiher. Gestärkt führte uns der Weg zum Kieselberg, am Mengelbacher Steinbruch vorbei, durch Stallenkandel auf den Höhenweg und Kunstweg. Am Kunstwerk „Durchbruch“ nahmen wir die kürzeste Strecke zur Abschlusseinkehr im Landgasthof „Zum Odenwald“ in Kreidach
Wir dankten Herbert Bönisch für die schöne, teils weglose Herbstwanderung mit den typischen Laubfärbungen des Odenwaldes im November.
17 Kilometer

Roland Berger
Waderwart DAV Weinheim

Pfalzwanderung (10/2014)

– mit Ingrid und Manfred Nehrbass

Ein großer Bus voll DAV Pfalzwanderer und Gäste fuhr uns morgens von Weinheim nach Bundenthal in die Waldpfalz. Von der Weinpfalz konnte man Bismarckturm, Eckkopf, Kalmit, Hambacher Schloss, Friedensdenkmal und die Ludwigshöhe sehen. Es ging über die B 10 Richtung Pirmasens mit Ausblick auf den Trifels und den Asselstein. In Bundenthal teilten wir uns in 2 Gruppen und wanderten in der Herbstsonne über Bundenthalturm, sieben Brüder, Fladenstein und Schlüsselfels, alles schöne Rotsandsteinformationen. In der Drachenfelshütte wurde die erste Rast gehalten. Weiter ging es dann vorbei an Bruchweiler zum Geierstein. Die beiden Gruppen trafen sich dann zur Abschlussrast in der Krone. Der Busfahrer hat uns dann wieder gut nach Hause gebracht.
Wir dankten Ingrid und Manfred Nehrbass für die schöne Tour mit Ausblicken und den vielen Keschten.
15 km, 400 hm.

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Rosengarten und Latemar 2014

Im Reich von König Laurin vom 30.08.2014 bis 06.09.2014
Latemar: Unsere Gruppe
Latemar: Unsere Gruppe

Erneut machten sich 8 Personen des Weinheimer Alpenvereins im Kleinbus auf den Weg nach Südtirol. In Obereggen wurde im freundlichen, familiär geführten Albergo Specker Quartier bezogen, das unmittelbar an den Seilbahnstationen zum Latemar liegt. Die sorgfältig vorbereiteten Touren von Walter Hebling führten uns durch die herrliche Bergwelt der Dolomiten, auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte.

Latemar: Blick zum Rosengartengebiet
Latemar: Blick zum Rosengartengebiet

Der erste Höhepunkt war eine Wanderung vom Haus aus zum Labyrinthsteig, ein wunderbarer Weg durch aufgehäufte Fels- und Steinformationen. Weiter ging es zum mystisch anmutenden Karersee, der mit seinen verschiedenen türkis-blauen Schattierungen zwischen dem dichten Fichtenwald hervorblitzt und in dem sich bei Sonnenschein das Latemar spiegelt.
Per Auto erreichte die Gruppe am Folgetag den Wallfahrtsort „Maria Weißenstein“ auf 1520 Höhenmeter mit Kloster und reich ausgestatteter Kirche. Hier begann die Wanderung, die zunächst in die Bletterbach-Schlucht führen sollte, ein tiefer Einschnitt unterhalb des Weißhorns mit sicherlich interessanten Einblicken in die verschiedenen Gesteinsschichten und einem Info-Zentrum. Auf dem Weg erfuhren wir, dass der untere Abschnitt wegen Murenabgangs in der vergangenen Nacht gesperrt wurde. Der oberen Teil der Schlucht war frei und konnte durchquert werden. So begann der Aufstieg auf das Weißhorn zwar bei Sonnenschein, aber frischem Wind. Zum Schluss, an der Abbruchkante der Schlucht entlang, bis das Gipfelkreuz in 2.313m Höhe erklommen war. Die zentrale Lage des Berges macht es möglich, eine Rundumsicht bei herrlichem Sonnenschein zu genießen. Mit dem direkten Blick in das Etschtal, weiter zur Brenta, dem Ortler, den Zentralalpen und den Dolomiten wurde die Gruppe belohnt. Nach kurzer Rast hinter schützenden Felsen ging es an der gegenüberliegenden Kante mit leichter Kletterei abwärts zurück zum Auto.

Vaiolett im Rosengarten
Vaiolett im Rosengarten

Am kommenden Tag war der südliche Teil des Rosengarten-Gebirges unser Ziel; die Rotwandumrundung. Vom Parkplatz am Karerpass war der Aufstieg, zur Rotwandhütte. Hier fanden sich zahlreiche Wanderer ein, die zumeist über den Paolina-Lift hinauf kamen. Auf dem Weg zur Vaiolonscharte blieben dann die Massen zurück. Auf steilen und schmalen Wegen im Auf- und Abstieg wurde auf der Vorderseite der Rotwand der Hirzlweg erreicht, der weiter zur Paolinahütte auf 850 Höhenmeter führt. Dort fanden sich alle Teilnehmer wieder zusammen, da sich einige für eine leichtere Variante entschieden hatten und noch das Denkmal des Dr. Theodor Christomannos ansahen, dem Pionier des Südtiroler Fremdenverkehrs.
Der Mittwoch war der Kultur gewidmet. Erste Station war die kleine Kirche St. Helena in Deutschnofen, malerisch am Regglberg gelegen. Ein echtes Kleinod in romanischer Bauform, reich ausgestattet mit gut erhaltenen Fresken aus dem 15. Jahrhundert. Die Städte Auer, Neumarkt links der Etsch, Tramin und Kaltern und ein kurzer Halt am Kalterer See gegenüber, waren die Anlaufpunkte dieses Tages, wobei jeder selbst auf Entdeckungstour ging und interessante Eindrücke sammeln konnte.
Der vorletzte Wandertag bescherte erstmal Regen, so dass die Begehung des Santner-Klettersteigs, der von der Rosengartenhütte zum Rosengarten bestiegen wird, gestrichen werden musste. Stattdessen ging es vom Parkplatz am Niga-Pass auf angenehmen Wegen zur Harnicker-Schwaige, von wo aus die
unmittelbar darüberstehenden Vajolettürme bewundert werden konnten. Zum Abschied gab‘s einen Gratis-Kräuterschnaps.

Auch der letzte Tag bescherte feuchte Wege, so dass nach der Seilbahnauffahrt von Obereggen nur unterhalb der steilen Latemaraufschwünge gewandert werden konnte. Über die Feudo-Hütte und im Bogen durch Wald und über Wiesen ging es nach Obereggen zurück. Unser Wirt hatte Kaffee und herrliche Himbeertorte als Entschädigung des trüben Wetters für uns bereit.

Eine tolle Wanderwoche in dieser beeindruckenden Landschaft! Dem Organisator galt unser aller Lob und Dank.

Heidi Schmitt

Meraner Höhenweg 2014

Einmal um die Texelgruppe vom 31.07.2014 bis 06.08.2014
Meraner Höhenweg
Meraner Höhenweg

Ende Juli brachen sieben Bergsteiger mit einem Kleinbus in Weinheim auf, um nach Partschins im Vinschgau die Bergtour in der Texelgruppe zu beginnen. Ab jetzt ging uns für die Dauer der Tour kein „Sie“ mehr über die Lippen, zumal diese Höflichkeitsform auch im Vinschgau abseits der größeren Siedlungen weitgehend unbekannt scheint. Zu uns Fünfen, die sich schon von einigen Reisen und Wanderungen kannten, waren noch zwei Neue gekommen, die prima in die Gruppe paßten. Walter Hebling hatte wieder einmal alles organisiert. 


Auf dem Parkplatz „Birkenwald“ unweit des Partschiner Wasserfalls wurde geparkt, danach gings mit Rucksack dem Wegweiser entlang, vorbei an den stürzenden Wassermassen zum Berggasthof Giggelberg, wo nach vielen Schweißtropfen das ersten Übernachtungsquartier lockte. Hier bezogen wir die Schlafkammern und bald winkte ein köstliches Abendessen mit entsprechenden Getränken, noch bereichert um den Blick auf das Panorama der Rosengartengruppe. Auch an den folgenden Tagen waren wir mit Speis und Trank immer aufs Höchste zufrieden und konnten fast jedesmal rechtzeitig vor einem Regenguß eine Rast in einer Gaststätte am Weg einlegen. 

Der erste richtige Wandertag führte uns mit dem Blick ins abfallende Etschtal hinein nach Süden auf die Höhen über Meran zu, hier wie so oft auch später auf schmalen Pfaden mit Wurzeln, Treppen und Steinen, immer wieder bereichert durch gut gefüllte talstürzende Wasserläufe und einen Aussichtsbalkon ins Tal hinaus. Die erste beschauliche Rast war an der neuerbauten Nassereith-Hütte im Grünen. Nach guter Wanderung über viele Kilometer, vorbei an der Tablander-Alm, dem Hochganghaus, entkamen wir einem Gewitter und erreichten rechtzeitig das Nachtquartier, den Thalbauerhof hoch über dem Dorf Tirol und der Stadt Meran. 

Meran: Sonnenuntergang im Rosengarten
Meran: Sonnenuntergang im Rosengarten

Am nächsten Morgen war das Gewitter statt in der Luft dann in den Waden (laut Wanderplan „ein fast gemütlicher Tag“), aber tapfer schritten wir mit faszinierenden Blicken nach Meran weiter in das Tal der Passer nach Norden zum kleinen und heimeligen Valtelehof zur Übernachtung. Bei Tisch trafen wir einen studierten Südtiroler, der im Dienste des Weinbaues und einer großen Chemiefirma lange Jahre die Welt bereist hatte und uns in seiner Klugheit sogar ausführlich belehren konnte, wie es in Weinheim so zugeht. Uns waren die zu Hause gebliebenen Südtiroler dann doch lieber, immer freundlich, offen und zu einem kleinen Gespräch bereit.

Der Sonntag brachte uns dann wieder mehr nach Westen, hier macht das Passertal eine scharfe Kurve. Die Rast war diesmal bei einem kleinen, alten Bauernhof in einem wirklichen Paradies von Nutztieren aller Arten und Blumen aller Farben vom Brunnen bis zur Dachrinne und noch in die Speisen hinein (also nur die Blüten!). Unsere Stimmung hielt sich dann irgendwo zwischen Begeisterung und Rührung und die Gefühle klangen noch lange nach. Der Weg zog sich noch lange hin und in dem kleinen Ort Pfelders hat man uns die Mühe auch angesehen, denn Einer rief spottend vom Rand: „Der Berg ruft!“. Ich hatte zu dieser Zeit aber nur den Ruf des Radlers gehört. – So erreichten wir den „Zeppichl“, und den hat der Tourismus auch gut erreicht, was aber der Qualität zu Gute kommt.

Meran: Zerstörte Stettiner Hütte
Meran: Zerstörte Stettiner Hütte

Am Montag wurde es dann bald richtig alpin, denn es ging zur Stettiner Hütte bis auf 2875 Meter Höhe. Schneefelder waren zu durchqueren, gleich nebenan die Frühlingsblumen zu bewundern. Der Winter hatte gefährliche Schneemassen gebracht, sodaß die Lawinen sich nicht an die gewohnten Wege hielten und die Hälfte der Stettiner Hütte wegrissen, die Trümmer liegen noch im Gelände; in der ganz gebliebenen Häfte Notbetrieb und Notlager für Erschöpfte, die gar nicht weiter können. (öfter haben wir unterwegs gestaunt, welch kleine Kinder über die Berge und durch Wind und Wetter geschleift werden – ob das so immer richtig ist?). Mit „Stettiner Hütte“ können die Italiener nichts anfangen. So heißt diese offiziell „Rifugio Francesco Petrarca“. Was hat ein Dichter der Renaissance mit einer Alpenhütte zu tun? Da hilft Freund W. aus dem Internet weiter: Dieser Herr hat im Jahr 1336 ausschließlich zu seinem Vergnügen einen fast zweitausen Meter hohen Berg bestiegen und gilt daher als „Der Vater der Bergsteiger“ und „Der Begründer des Alpinismus“.
Nach einer sehr wohltuenden Rast ging es dann noch ein paar Meter höher zum Eisjöchl und von der Höhe dann ins Fossental hinein. Übernachtet wurde in der Eishof-Alm. Unseren Füßen zuliebe haben wir die letzte Etappe abgekürzt, sind bei Karthaus ins Schnalstal gegangen und haben mit öffentlichen Verkehrsmitteln wieder zu unserem Bus gefunden. 

Walter und auch H. brachten uns schnell und sicher wieder nach Hause, die Reise schlossen wir in vertrauter Runde am späten Abend in einem italienischen Restaurant in der Weststadt ab; Claudia trug dazu noch ein ganz frisches Dankgedicht an Walter vor. Wir waren uns alle einig: Es war wieder einmal großartig mit dem Alpenverein!


Hans Schlabing 

Altmühltal 2014

Auf dem Altmühl-Panoramaweg vom 14. bis 21. 07. 2014

Wieder einmal hatte Walter Hebling sich mächtig ins Zeug gelegt, um mit 22 Mitwanderern vor allem aus dem Singkreis eine scheinbar schon gut bekannte Landschaft in Deutschland zu erkunden: Das obere Altmühltal. 
Wir fuhren mit der Bahn von Weinheim nach Gunzenhausen im Frankenland und bezogen dort für eine Woche Quartier im Gasthof Arnold. Jeder Tag wurde in Gunzenhausen mit einer warmen Mahlzeit in wechselnden Lokalen beschlossen.

Der Altmühlpanoramaweg besteht seit 2005 und wurde (für) 2012 zum schönsten Fernwanderweg Deutschlands gewählt. Wie Perlen an der Schnur liegen hier aufgereiht an der etwa 210 km langen Strecke die Sehenswürdigkeiten: kleine und große Ortschaften mit vielen alten Kirchen, geschichtliche Stätten von der Steinzeit bis heute, und vor allem die Landschaft. Die kleine Altmühl hat sich in Millionen Jahren zur Donau hin in Mäandern durch das Gestein gearbeitet, so entstanden Kalkfelsen, steile Hänge mit Wacholderheiden, sanfte, kuppige Zonen und fast ebene Talauen.
Der Weg führt uns mal da- mal dorthin, Wald und offenes Gelände wechseln ständig. Die Markierung ist durchweg sehr gut, Plätze zum Rasten gibt es immer wieder, und auch Gaststätten laden unterwegs öfter zur Einkehr oder Schlussrast ein. Abgesehen von besonderen „Besuchermagneten“ und von Kreuzungsstellen mit dem Radweg im Tal haben wir oft über Stunden niemanden getroffen. Ein Wanderführer in Buchform ist unterwegs sicher vorteilhaft, auch Walter hat den seinigen (laut Buchdeckel „schweißfest und wasserabweisend“) öfter zur Hand genommen. Wir hatten uns die ersten 120 km bis Kinding vorgenommen, die Wege von und zu den Tagesetappen wurden mit einem kleinen Reisebus zurückgelegt. Der Fahrer ließ es sich nicht nehmen, uns seine Heimat vorzustellen.

Bereits am Anreisetag begann zu Fuß der erste Abschnitt vor der Haustür, durch das Städtchen hindurch – im Pflaster wird der Verlauf des ehemaligen römischen Limes gezeigt – auf die erste Schichtstufe des Fränkischen Jura zu. Diese markante Linie trägt den passenden Namen Hahnenkamm, oben thronen Dorf und Burg Spielberg. Die Burg ist anscheinend nie zerstört worden oder dem Zerfall preisgegeben gewesen und wirkt von Weitem interessanter als aus der Nähe; aber der Skulpturengarten drumherum hatte es uns allen dermaßen angetan, dass wir ihm zu Beginn des zweiten Tages gleich nochmal einen ausführlichen Besuch abstatteten. Der Weg ging weiter im Wald am Hahnenkamm entlang; Bewunderung fand am Waldrand eine Wiese mit blühenden Orchideen (Knabenkräutern). Bald zeigte uns noch der Jura als Gestein sein eigenes Gesicht in Form von zwei „steinernen Rinnen“: Das in den Stein eingedrungene Wasser löst den Kalk und gibt ihn zu Tage wieder frei, auf diese Weise baut sich das Gerinne sein Bett immer höher. Eine Pause gab es im Cafe in Wolfsbronn; der Kuchen kam auf einer großen Platte an den Tisch. Schlussrast war in einer urigen Gaststätte in Auernheim.

Der dritte Tag führte uns von dort wieder durch vielfältige Landschaft ins schmucke und gastliche Treuchtlingen, wo wir endlich unsere Altmühl wiedersahen. Im kleinstädischen Ambiente hatten wir eine schöne Rast an „Hannis Kiosk“ in der Nähe einer alten Dampflock. Nun war Pappenheim nicht mehr sehr weit; als noch etwa eine halbe Stunde zu gehen war, stürzte Roland und blutete im Gesicht. Er wurde von uns erstversorgt und konnte ohne Probleme aus eigener Kraft Pappenheim erreichen, wo wir vorzeitig vom Bus aufgenommen wurden.

Wir holten am Folgetag die Besichtigung von Pappenheim nach und schlenderten ein Weilchen durch die Altstadt; nach etwa zwei Stunden am Altmühlhang passierten wir die Außenbezirke von Solnhofen, hier grüßen schon die 12 Apostel übers Tal, der Weg führt schließlich am oberen Rand der Kalkfelsen entlang. Im Tal selbst, in Eßlingen, bietet der 13. Apostel seine Gaben an; diesen sprechen Wanderer, Radund Bootsfahrer in der Gartenwirtschaft fleißig zu. – Auch wir haben uns gut gestärkt, denn jetzt ging es wieder bergauf zum Steinbruch Maxberg. Nun zog sich der Himmel zu und schickte uns einige dicke Tropfen; da wir nicht wussten, wie viele es noch werden sollten, strebten wir dem Tagesziel (Mörnsheim) zu.

Am nächsten Tag gefiel uns das alte Städtchen Dollnstein sehr; bald danach ging es wieder längere Zeit über eine Magerwiese am Fuß eines Kalkfelsens. Mittagsrast war dann am Fossiliensteinbruch Blumenberg.
Sehr kurze Zeit nach der Mittagsrast – wir waren noch gar nicht ins Schwitzen gekommen – zeigte sich im Tal Eichstätt. Die Willibaldsburg auf dem Bergsporn über dem Tal stammt noch aus der Zeit, als geistliche und weltliche Macht noch in einer Hand lagen und die Missionerst kurz zurück lag. Für eine kleine Stadtbesichtigung gab uns Walter zwei Stunden frei, und das haben wir auch weidlich ausgenutzt, um die schöne Altstadt mit ihren Kirchen, Bischofspalästen und Bürgerhäuser zu besichtigen. Jede Aufzählung muss hier unvollständig bleiben.

Noch schöner war die Stadt am nächsten Morgen, geschmückt zu Fronleichnam. Bald stiegen wir aber den Berg hinauf, wo uns auf den Feldern die Blumen im Korn begleiteten. In der Nähe von Buchenhüll liegt die Mammuthöhle, hier wurden zahlreiche Tierknochen aus der letzten Eiszeit gefunden. Nach einer Rast auf Treppenstufen und modrigen Baumstämmen ging der Weg hinter Walting vorbei; eigentlich hätten wir auch Rieshofen umlaufen sollen, aber Walter hatte wohl irgendwie eine Wirtschaft ausgekundschaftet – den Gasthof Bauer. Hier haben wir uns wieder ausgesprochen wohl gefühlt bei Speis und Trank.
Der Weg zum Bus nach Pfalzpoint durch die Flussniederung war jetzt nicht mehr weit.

Der letzte Wandertag führte uns über die Gungoldinger Heide und auf die Arnsberger Leite hinauf, ein
hochgezogener Felsrücken mit einer schönen Aussicht. Auf der nächsten Höhe hinter Böhming finden sich im Wald Reste des Limes mit interessanten Erklärungen. An Kipfenberg vorbei mit seiner hochgelegenen Burg erreichten wir schließlich Kinding und genossen die Abschlussrast im Gasthof Krebs. Eher beiläufig warfen noch einige einen Blick auf die Wehrkirche aus dem 14. Jahrhundert. Auch diese Kirche soll bei der Fortsetzung der Tour im übernächsten Jahr noch eingehend betrachtet werden.
Der Tag wurde bei fränkischer Kost, Dank für Walter und seine intensiven Bemühungen sowie einem Ausblick auf die Planungen der nächsten Jahre abgeschlossen. Fast alle haben wir uns immer sehr wohlgefühlt, obwohl gelegentlich sichtlich ein Wermutstropfen in den süßen Wein gefallen war.

Die Rückreise fiel zwei Stunden länger aus, da die DB ihren Fahrplan an diesem Samstag äußerst freizügig und souverän ausgestaltete. Trotzdem fanden sich am Abend zur Sonnwendfeier noch einige Unentwegte zum Singen.

Hans Schlabing

Juniwanderung zwischen Südpfalz und Lothringen (06/2014)

– mit Walter Risse

Hedwig und Walter Risse hatten hatten wieder zur Wanderung bei Stuerzelbronn im noerdlichen Lothringen eingeladen. Die 10 Wanderer trafen sich am Ferienhaus von Hedwig und Walter. An einem romantischen Seerosenteich ging es hinauf zur Burgruine Lutzelhardt.
Die Burg Lützelhardt (frz. Lutzelhardt) ist eine mittelalterlicheBurgruine westlich von Obersteinbach im Elsass. Sie ist eine Felsenburg und liegt in 330 Metern Höhe.
Über steile Treppen ging es hinauf, man konnte hier eine herrliche Aussicht genießen und das Rucksackvesper vertilgen. Das Wetter hatte sich gut verhalten, sodass wir trockenen Fußes durch die lothringischen und Südpfälzischen Wälder des Wasgaues wandern konnten. Nach der Schlusseinkehr hatten Hedwig und Eva schon Kaffee und Kuchen gerichtet – es hat an nichts gemangelt.
Ein Teil der Gruppe besuchte noch die historische Altstadt von Wissembourg bevor die Heimfahrt angetreten wurde.
Wir dankten Walter für die schöne Tour
ca. 15 km, 300 Höhenmeter.

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Maiwanderung an den Grenzen zwischen Baden und Hessen (05/2014)

– mit Hans Schlabing

20 Wanderlustige trafen sich bei zweifelhaften Wetter um an einer Wanderung in unserer Gegend teilzunehmen. Los ging es am Gedenkstein für die Gefallenen des Oberlaudenbacher Gefechtes im Jahre 1849 im Rahmen der fehlgeschlagenen Revolution von 1848. Unterwegs konnte die seltsame Grenzziehung zwischen Baden-Württemberg und Hessen auf den Karten und Wegen erkannt werden. Dieser Grenzverlauf wurde im Rahmen des Reichsdeputionshauptschlusses im Jahre 1803 festgelegt.
Der Weg führte über Juhöhe, Kohlplatte zum Hinkelstein. Hier gab es einige Informationen über die Geologie des vorderen Odenwaldes. Über schöne Wege ging es dann zum Dorfplatz von Niederliebersbach. Hier wurde Mittagsrast gehalten.
Über die “Frische Quelle” wurde über einen steilen Waldweg der Höhenweg erreicht, der dann zum Vierritterturm führte. Durch einen Hohlweg wurde dann der Pavillon mit Wanderparkplatz erreicht. Hier hatte man schöne Ausblicke in den Odenwald und in die Rheinebene. Weiter führte der Weg übern den Kreuzberg mit seinen Stationen. Hier hagelte es einmal kurz. Ansonsten war uns das Wetter eher wohlgesonnen, es war besser als vorhergesagt und ab und zu kam auch mal die Sonne raus.
Der Abschluss fand beim Kaiserwirt in Oberlaudenbach statt.  Wir dankten Christa und Hans Schlabing für die schöne Tour.

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Juliwanderung im vorderen hessischen Odenwald (07/2014)

– mit Richard Rothermel

18 Wanderer hatten sich in Weinheim und am 2.ten Treffpunkt in Mittershausen auf dem Parkplatz vom Vettershof mit Richard eine Sommertour zu gehen. Die Wanderung im Juli ist oft mit Sonne und Hitze verbunden, aber Richard hatte den gröten Teil der Strecke im Wald geplant wo die Temperaturen erträglich waren. Es ging am ehem. Steinbruch Steigkopf nach Alzenau. Man auf dieser Anhöhe schöne Blicke in den von dort südöstlichen Odenwald . An Mittlechtern vorbei kamen wir durch Lauten-Weschnitz – die Musikkapelle spielte gerade zur Kerwe. An einem schönen Pavillion unterhalb des Friedhofes wurde Mittagsrast gemacht. Weiter wurde unterhalb des Krehbergs und Kesselbergs (500 hm) an Scheuerberg vorbei auf ein großes Wegekreuz im v. Odenwald, die Jägerrast zur kurzen Pause genutzt. Jetzt ging es nur noch bergab und im Vettershof wurde die Abschlussrast gemacht.
Wir dankten Richard für die schöne Sommertour.
19,3 km, 460 Höhenmeter

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Jahresabschlusswanderung (12/2014)

– mit Gunter Ross

Diesmal ging die Wanderung direkt unserem Treff am Parkplatz in Weinheim los. 25 Wanderer waren dabei. Durch den Schlosspark ging es hoch zur Zinkgräfbank. An dieser Wegegabel weiter über die Lützelsachsener Weinberge. Ein Fernblick blieb hier leider verwehrt, es war diesig an diesem Tag. Wieder im Wald machte der Nebel nichts aus. An der „Langen Bank“ wurde Rast gehalten, Gunter hatte wärmende Getränke dabei. Über schöne Waldwege oberhalb des Gorxheimer Tales erreichten wir dann Weinheim. Die Schlussrast im Hellas und der anschließende Weihnachtsmarkt gaben einen schönen Abschluss des Wanderjahres. Wir dankten Gunter Ross für die schöne Tour.

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Kulinarische Septemberwanderung 2014

– mit Elisabeth und Jürgen Schneider

Etwas früher trafen sich 26 Wanderer am Bahnhof in Weinheim, um an der 4. ten Etappe von Eberbach nach Neckargerach zu streifen. Umsteig in Heidelberg, dann ab Bahnhof Eberbach durch das Städtchen, steil hinauf duch Neckarwimmersbach, Rockenau über Heiligkreuzkirchlein zum Reihersee zur ersten kurzen Rast. Die Wanderung ging durch den kleinen Odenwald – südlich des Neckars gelegen. Teilweise ging es dann am Neckarsteig entlang und am Parkplatz Überhau unterhalb von Neunkirchen wurde dann die Rast gemacht. Barbara und Klaus karrten das ganze Essen und Trinken, das wir Ihnen morgens mitgegeben hatten zu Rastplatz, damit wir es nicht tragen mussten. Vielen Dank dafür. Es konnte von vielem probiert werden, die Speisekarte war reichhaltig. Als Höhepunkt wurden von Jürgen Schneider noch „Teilnahmeurkunden“ verteilt – es gab einige, die hatten alle 4 Wanderungen von HD nach Neckargerach absolviert. Bisher war das Wetter gut und man hatte Sichten auf die Neckarbögen. Kurz nach der Weiterwanderung setzte der Regen ein, mancher besichtigte noch die Ruine Minneburg. Ab Neckargerach ging die Bahnfahrt wieder zurück und wir dankten Elisabeth und Jürgen für Ausarbeitung und Führung der schönen Tour.
18 Kilometer, 500 Höhenmeter

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim