Große Notfallübung 2023

Unfallszenario bei einer Rettungsübung

Liebe Bergbegeisterte, 

in einen Notfall möchte keine/keiner von uns geraten. Um so wichtiger ist es, auf so eine Situation vorbereitet zu sein. Deswegen werden wir mit großer Unterstützung von Rettungssanitäter Uli Eisenhofer dieses Jahr wieder eine Übung durchführen. 

  • Freitag, 17.3.2023 ab 19 Uhr:
    Theorieabend, hier wird einem alles aufgefrischt, was man im Kopf haben sollte. 
  • Sonntag, 19.3.2023 ab 9 Uhr:
    Praxisübung an der Jakobswand. In einer gestellten Situation wird ein Szenario durchgespielt und dieses dokumentiert (für eine Nachbesprechung: was lief gut? Was könnte man besser machen?)

Da es eine „Große Rettungsübung“ ist, brauchen wir mind. 20 Teilnehmer/innen. Also meldet euch bitte umgehend in der Geschäftsstelle oder unter dhinkeldey@gmx.de an. 

Bis dann bei der Übung

Dietrich Hinkeldey

Ein LKW voller Holz

Das Holz für das Tragwerk unseres Kletterturms wurde angeliefert. Rund 40 Tonnen Nadelholz aus dem Schwarzwald kamen auf unserem Gelände an und warten auf die Montage. Die Monteure von T-Wall wurden herzlich von mehreren Sektionsmitgliedern inklusive Vorstand begrüßt und sind von unserem Gelände sehr begeistert, auch wenn die beengten Verhältnisse auf der Baustelle eine Herausforderung darstellen.

Wir freuen uns auf den weiteren Bauverlauf und die Zusammenarbeit mit dem Montageteam; nun wächst der Turm und damit unser lange gehegter Traum täglich etwas mehr in die Höhe.

Entsiegelung und Hangsicherung


Zur Umsetzung der Naturschutz-Ausgleichsmaßnahmen im Rahmen des Kletterturm-Neubaus haben am Samstag 15 Sektionsmitglieder angepackt:


– Eine mit Knochensteinen versiegelte Fläche wurde mit Rasengittersteinen wieder durchlässig gemacht.


– Der am Parkplatz neu aufgeschüttete Wall aus dem Erdaushub für die Baugrube wurde am Fuß mit den übrigen Pflanzsteinen um den alten Turm gegen Erosion gesichert und auf seiner Krone für die Anlage einer Vogelschutzhecke aus einheimischen Gehölzen vorbereitet. Die Vorgabe der unteren Naturschutzbehörde für die Anlage dieser Hecke haben wir in der Sektion gerne noch etwas überboten, was die geforderten Ausmaße angeht. Wie schon bei der Umsiedlung des Alpinums hatte das Turmteam nämlich eng mit dem Naturschutzreferat kooperiert. Klettersport und Naturschutz werden auch zukünftig in unserer Sektion noch besser vernetzt werden.


Ach ja, und wie immer: Wo gearbeitet wird, wird auch anschließend zusammen gegessen. Vorstandsmitglied Karola Pluschke verwöhnte die Helfer*innen nach getaner Arbeit mit leckeren Käsespätzle und Salat!🥰

Müllsammelaktion

Am Samstag haben die Naturschutzreferentinnen zusammen mit der Jugendgruppe der Sektion zu einer Müllsammelaktion an der Burg Windeck aufgerufen. Elf fleißige Helfer*innen sammelten zwei Stunden lang unglaubliche Mengen rund um die Burg, die nun wieder in altem Glanz erstrahlt. Danke an alle Beteiligten und an Mimi, die uns alle danach mit einem wunderbaren Essen auf dem Sektionsgelände belohnt hat.

Wie es aussieht, müssen wir wohl auch im nächsten Jahr wieder antreten, um die achtlos weggeworfenen Essensverpackungen, Flaschen, e-Zigaretten etc. einzusammeln. Wir geben nicht auf und freuen uns über Passanten, die sich bei uns bedanken oder über Sätze, wie die eines Kindes: „Macht ihr hier was für die Natur?“ Ja, für die Natur und für uns alle!

Geländesicherungsaktion

Am letzten  Samstag trafen sich einige kälteresistente Mitglieder zu einer Baumfällaktion auf unserem  Gelände an der Jakobswand. Unter Rolands fachmännischer Leitung wurden kritische Bäume gefällt und beschnitten. Diese wurden entastet und der Grünschnitt zur großen Feuerstelle gebracht.
Mittags wurde dann zwecks Verpflegung die Feuerschale aktiviert und gemeinsam mit dem Team der Müllsammelaktion konnten wir schön in der Sonne auf unserer Terrasse vespern. Ein toller Tag!
Danke an Roland, Jenny, Simone, Karola, Andreas, Matthias und Wolfgang!

Aktionen von und mit den Naturschutzreferentinnen

Samstag, 11. Februar 2023, 10 Uhr Burg Windeck: Müllsammelaktion

Samstag, 18. Februar 2023, 9:30 Uhr Sektionsgelände: Heckenpflanzaktion und Entsiegelungsmaßnahme

Montag, 13. März 2023, 19 Uhr Hütte Sektionsgelände: Nachhaltigkeitstreffen mit Snacks und vielen guten Ideen

Du bist herzlich eingeladen!
Viele Grüße
Katja + Kerstin

Kletterturm: Warten auf das Holz

Bald soll es weitergehen. Die Fundamentplatte und der Sockel sind fertig, nun kann in die Höhe gebaut werden.

Im Februar wird das Holz geliefert und die Firma T-Wall kann mit dem Aufbau beginnen. Wir freuen uns schon riesig auf den nächsten Bauabschnitt.


Vorher wird noch ein Kran angeliefert und aufgestellt, spätestes dann ist unser Projekt nicht mehr zu übersehen.

Rechts vorne ist viiiel Platz für weit überhängende Kletterei

Leichte 4000er im Wallis

Tourenbericht DAV Führungstour 2022

Am 19. Juli 2022 war es endlich soweit. Die vier glücklichen Teilnehmer der früh ausgebuchten Führungstour „Leichte 4000er im Wallis“ trafen sich auf der Täschalp über dem Mattertal, um in den kommenden fünf Hochtourentagen die drei leichten 4000er Alphubel, Strahlhorn und Allalinhorn zu besteigen.

Der erste Tourentag gestaltete sich denkbar einfach, da es nunmehr galt den etwas über einstündigen Zustieg zur Täschhütte hinter sich zu bringen. Dort angekommen bezogen wird unsere Zimmer und nahmen ein wohlschmeckendes Abendessen zu uns. Da fast alle Teilnehmer bereits in den Tagen zuvor einige Touren unternommen hatten, war ein erster Schritt zur nötigen Akklimatisierung bereits erfolgt. Dieser Umstand war nicht ganz unwichtig, stand uns am zweiten Tag mit der Besteigung des Alphubels und einer Traverserierung zur Britanniahütte, hoch oben über dem Saastal, eine zwar technisch leichte, jedoch konditionell fordernde Tour bevor.

Als wir am nächsten Tag mitten in der Nacht aufstanden und nach einem kurzen Frühstück vor die Hütte traten, stellten wir – wie bereis erwartet – fest, dass es viel zu warm war und somit voraussichtlich schlechte Bedingungen am Berg herrschen würden. Es war kaum mehr nötig über dem Tourenshirt eine Isolationsschicht zu tragen. Die Medienberichte aus dem Rekordsommer 2022 dürften noch gut in Erinnerung sein. Trotz alledem versuchten wir unser Glück und konnten nach etwa 6 Stunden und einiger Spurarbeit aufgrund der auch in höheren Lagen nur schlecht tragenden Schneedecke den höchsten Punkt des Alphubels auf 4206 Metern erreichen. Das Gipfelkreuz ragte etwa drei Meter aus dem Schnee heraus und zeugte nochmals von den außergewöhnlich warmen Temperaturen.

Nach einer kurzen Rast querten wir im Abstieg das Alphubeljoch und erreichten relativ einfach den Feechopf. Hierbei handelt es sich um eine kleine Felserhebung auf 3.888 Metern Höhe inmitten einer weitläufigen Gletscherlandschaft. Hier begann die einzige technische Passage der Tour in Form eines Felsgrates, der zum Feejoch und weiter in Richtung Allalinhorn abgestiegen bzw. gequert werden musste. Einige Stellen des Grates sind mit dem zweiten Schwierigkeitsgrad bewertet. Da es sich um eine Führungstour handelte, wurden die schwierigsten Stellen gesichert, was bei unserer Gruppengröße – trotz sauberer Führungstechnik – natürlich einige Zeit in Anspruch nahm.

Nach Überwindung des Grates stießen wir auf den Normalanstieg auf das Allalinhorn und folgten diesem hinab zur Station Mittelallalin. Auf dem Weg dorthin mussten wir einige sehr große und ungewöhnlich heikle Gletscherspalten im Abstieg überqueren. Bei einer etwa 1m hohen, 50cm breiten und ca. 3m langen Schneebrücke war ich selbst überrascht, dass sie allen Teilnehmern standhielt. Bei kleineren Seilschaften wäre hier in jedem Fall eine Sicherung mit T-Anker nötig gewesen.

Schließlich erreichten wir gerade rechtzeitig die Station und konnten die letzt Metro-Alpin-Bahn zum Felskinn nehmen. Dort machten wir, mittlerweile sichtlich müde, eine kurze Rast, bevor wir uns auf den Weg zur Brittaniahütte über Saas-Fee machten. Letztlich erreichten wir nach fast 14,5 Stunden müde die Hütte.


Da für die Woche gutes Wetter vorausgesagt war, nutzten wir am nächsten Tag direkt unseren Reservetag, um neue Kräfte zu tanken und uns auf die nächste Tour aufs Strahlhorn vorzubereiten. Wie sich nach einem Gespräch mit dem netten Hüttenwirt herausstellte, hat das Klima der letzten Jahre zu einer dynamischen Veränderung der Landschaft geführt. Einst sichere Wege können Aufgrund von Gefahren wie Steinschlag oder plötzlich zutage getretenen Hindernissen nicht mehr begangen werden. Um für unsere Gruppe den besten Weg für den nächsten Tag auszukundschaften, startete ich mittags mit zwei Teilnehmern hinab zum Hohlaubgletscher. Tatsächlich gelang es uns, auch dank der guten Beschreibung des Hüttenwirts, den neuen Zustieg vom Hohlaub- auf den Allalingletscher zu finden und uns für den nächsten Tag einzuprägen. Nach dreieinhalb Stunden waren wir wieder auf der Hütte. 


Am nächsten Morgen starteten wir voller Vorfreude in der Früh zur Tour. Leider kamen wir nur bis auf den Hohlaubgletscher. Bereits kurz nach dem Betreten des aperen Gletschers riß das aus Dyneema gefertigte Verbindungsstück meiner beiden neuen Leichtsteigeisen innerhalb von nur etwa 5 Minuten auf beiden Seiten. Der Tourentag war damit abrupt beendet, noch bevor er überhaupt richtig begonnen hatte. Wir schafften es in der Dunkelheit den Gletscher auch ohne Steigeisen wieder zu verlassen und zur Hütte zurückzukehren. Der zweite, ungeplante Ruhetag wurde durch die Teilnehmer klaglos angenommen, auch wenn allen bereits zu diesem Zeitpunkt klar war, das ein Tag ungenutzt verstrich und nicht mehr alle drei Gipfel erreicht werden konnten. Währenddessen organisierte ich mir mit der Hilfe von Dritten in Saas-Fee neue und robustere Steigeisen.


Um es direkt vorweg zu nehmen. Auch der folgende, letzte volle Tourentag stand unter keinem guten Stern. Mitten in der Nacht wachte ich mit starkem Halsweh, Gliederschmerzen und Schüttelfrost auf. Ich wusste sofort… das kann während der auslaufenden Pandemie auf einer Berghütte nur eines bedeuten. Ich hatte mich zum allerersten Mal mit Corona infiziert. Letztlich musste ich auf meinen Körper hören. In diesem Zustand wäre auch ein halber Tourentag ohne Gipfelbesteigung zurück auf die Seite des Mattertals eine Tortur und gegebenenfalls dauerhaft gesundheitsschädlich gewesen. Schweren Herzens stiegen bzw. fuhren wir nach Saas-Fee ab und kehrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Täschalp zurück. Ein Corona-Test bestätigte dort den ersten Verdacht. Die Führungstour war damit einen Tag früher als geplant beendet.


Den Teilnehmern gilt an dieser Stelle mein besonderer Dank. Trotz der Rückschläge herrschte eine durchweg gute Stimmung, es wurde stets als Team agiert. Wie sich im Nachgang herausstelle, waren die neuen Leichtsteigeisen eines namhaften Herstellers nicht sauber entgratet worden. Dies führte bereits nach kurzer Verwendung, auch ohne den Kontakt mit Fels, zu einem Riß der aus Dyneema gefertigten Verbindung. Nicht auszudenken, was das weiter draußen oder in technisch schwierigerem Gelände bedeuten würde. Seither betrachte ich die neuesten Entwicklungen im Bergsportbereich unter dem Motto: „leichter, schneller, höher“ mit gemischten Gefühlen. Der kostenlose Austausch der Steigeisen war letztlich ein schwacher Trost.


Paul Menstell

Ehrennadel der Stadt Weinheim für Walter Hebling

Unser Singkreisleiter Walter Hebling ist Träger der Ehrenmedaille der Stadt Weinheim. Ein ehemaliger und ein amtierender Oberbürgermeister nahmen die verdiente Ehrung vor.

Herzlichen Glückwunsch, lieber Walter!

Hier geht es zum lesenswerten Artikel der Weinheimer Nachrichten: https://www.wnoz.de/-95db597f-9cd3-4330-a964-1f31c55e0435-ds

Neuer Kletterturm: Baubeginn!

Mit dem Aushub der Baugrube diese Woche begann nun offiziell der Neubau unseres Kletterturms. Der Abraum fand am Eingangstor zum Gelände, am Rand des Parkplatzes, eine geeignete Abladestelle. Dieser Erdwall soll zusammen mit der Hecke, die zu gegebener Zeit auf ihm angelegt wird, nebenbei auch dafür sorgen, dass kein Geröll von oberhalb der großen, glatten Granitwand auf den Parkplatz fällt.

Die Anlage einer zweireihigen Hecke aus standorttypischen Gehölzen ist als Ausgleichsmaßnahme für die Bodenversiegelung durch die Fundament-Bodenplatte von der unteren Naturschutzbehörde vorgeschrieben. Als Bergsport- und Naturschutzverband kommen wir der Auflage gerne nach, zumal der Zugang zum Gelände dadurch einen freundlicheren Charakter erhält und wir uns schon auf jede Menge Singvögel freuen, die in der Hecke hoffentlich Einzug halten werden.

Im Dezember wird die Bodenplatte betoniert, die Fertigung der Einzelteile des neuen Turms wird nach Freigabe der Farbgestaltung durch das Bauamt auch demnächst beginnen.

Hier auf der Webseite der Sektion und im Sektionstelegramm werden wir weiterhin regelmäßig über den Fortschritt der Arbeiten berichten- nun geht es nach den langen Planungs- und Vorbereitungszeiten quasi Schlag auf Schlag, und wenn die technische Umsetzung geklärt ist, wird der Baufortschritt hier auch bildlich über eine Webcam für alle Besucher unserer Seite zu sehen sein.

Ein paar Bilder vom aktuellen Zustand gibt es in dieser Galerie:

Wie auf einem der Bilder zu sehen, sind auch noch Strukturplatten des alten Turms übrig und können von Interessent*innen gerne abgeholt werden. Anfragen am besten über die Geschäftsstelle.