Ausbildung mobile Sicherungsmittel: Trad.-Climbing in der Pfalz

Ausbildungen können langsam wieder beginnen, vor allem, wenn die örtlichen Kontaktregelungen so wie in Rheinland-Pfalz leicht verständlich und auf unsere Kurse anwendbar sind. So konnte am 19.06. der Tageskurs „Trad.-Climbing in der Pfalz“ mit dem Schwerpunkt Anwendung mobiler Sicherungsmittel für Einseillängen-Routen im Sandstein wie geplant stattfinden.

Der Schafsfels ist ein toller Ort, um in einfachem Gelände die Absicherung mit Friends, Keilen und anderen mobilen Sicherungsmitteln zu üben. Nach den ersten Routen im 3. und 4. Grad (in der Pfalz nicht zu unterschätzen) wagten sich die meisten auch noch an ambitioniertere Projekte im oberen 5. Grad.

Als krönender Abschluss des Tages gab es auch noch ein Gipfeltreffen auf dem Holderturm, den alle Teilnehmer*innen über die Holderkante (Vorstieg durch Daniel) erstiegen.

Der traditionelle Tagesabschluss im Bärenbrunnerhof war zwar nach der Wiedereröffnung der Gastronomie endlich wieder möglich, fand aber wegen der fortgeschrittenen Stunde und verschiedener Verpflichtungen der Teilnehmer*innen in recht kleinem Rahmen statt. Aber ich bin mir sicher, dass alle so schnell wie möglich wieder in die Pfalz zum Klettern kommen wollen, dann können wir das ja nachholen.

Unser neues Alpinum

Wir haben es geschafft! Unser neues Alpinum ist bepflanzt und darf nun in Ruhe anwachsen. Ende März 2021 haben Katja und Kerstin einen Aufruf per Mail an alle Sektionsmitglieder gestartet und die Resonanz war enorm: über sechzig Helfer*innen haben sich zurückgemeldet. Also wurden immer wieder kleine Gruppen zusammengestellt, die hochmotiviert riesige Felsbrocken verschafft, Pflanzen umgesiedelt, Kies, Sand und Erde gemischt und dann Alpenblümchen gepflanzt haben und noch vieles mehr! Ende April war das „Werk“ dann vollbracht. Ganz herzlichen Dank an alle, die mitgeholfen und mitgedacht haben und an alle, die ab jetzt gießen und „Beikräuter“ zupfen und an alle die sich mit uns gefreut haben. Es hat riesigen Spaß gemacht!
Mal schauen, ob das Edelweiß in diesem Jahr schon blüht.

Alpinumbau im Schnelldurchlauf

Die Mitgliederversammlung gibt grünes Licht!

Ein wichtiger Meilenstein war zur Mitgliederversammlung 2020 geschafft. Nach Abwägung aller Pros und Contras sprach sich das Turm-Projektteam für einen Neubau nach dem vorliegenden Entwurf der Firma T-Wall aus; die Mitgliederversammlung bestätigte einstimmig die geplante Projektdurchführung und beauftragte somit endgültig das Team, alles für den Bauantrag und den geplanten Baustart im Herbst 2021 in die Wege zu leiten.

Schon zuvor und nun erst recht waren die Teammitglieder damit beschäftigt, Unterlagen zu besorgen, Voranfragen zu stellen, Zuschusszusagen abzufragen und mit Behörden, Fachfirmen, dem DAV Hauptverband, dem Badischen Sportbund, der Stadt Weinheim sowie potenziellen Sponsoren Kontakt aufzunehmen.

Über den Herbst und Winter erfolgten erste vorbereitende Arbeiten auf dem Gelände, so war zum Beispiel die Jugendgruppe sehr aktiv bei der Verkleinerung des Sandkastens und Entfernung der Pflanzsteine an der Böschung zum Spielplatz, da hier Platz für einen Teil der Bodenplatte des neuen Turms benötigt wird.

Starke Jugend!

Diesem Fundament muss auch das Alpinum weichen. Da es nicht möglich war, dieses an der alten Stelle zu erhalten, wurde neben der Geschäftsstelle ein neuer Platz gefunden und auch zusätzliche Stellen auf unserem Gelände ausfindig gemacht, um die umgesiedelten Pflanzen artgerecht neu einzusetzen. So ist der Rhododendron beispielsweise in die Nachbarschaft des gemauerten Grills hinter der Hütte umgezogen.
Im Lauf des Frühjahres wird mit fachlicher Unterstützung durch eine Staudengärtner-Meisterin die Neubepflanzung des frisch angelegten Alpinums erfolgen. Zahlreiche Helfer_innen haben sich bereits bei unseren dafür verantwortlichen Naturschtzreferentinnen gemeldet und bei den Arbeitseinsätzen kräftig mit angepackt. Auch an anderen Stellen unseres Sektionsgeländes werden standortgerecht ausgewählte Pflanzen den alpinen Charakter unserer Vereinsheimat zukünftig betonen.

Neues Alpinum im Rohbau

Herzlich Willkommen auf unserer neuen Webseite!

Alles neu, aber nicht erst im Mai! Unsere alte Sektionswebseite geht in Rente und ein neuer Internetauftritt an den Start. Rechtzeitig zum Beginn der diesjährigen Saison findet ihr hier zukünftig viel leichter als bisher alle notwendigen und aktuellen Informationen rund um die Aktivitäten der Sektion, das Thema Mitgliedschaft oder Aktuelles zum DAV Kletterzentrum Jakobswand.
Optimiert für mobile Darstellung auf Smartphones und Tablets, aber auch klassisch für den heimischen Computerbildschirm. Übersichtlich, informativ, damit alle Nutzerinnen und Nutzer schnell das finden, wonach sie suchen.
Wir freuen uns, euch ab sofort unseren neuen Internetauftritt präsentieren zu können.

Naturschutzreferat

* Bereits im Jahre 1927 wurde der Naturschutz in die Satzung des Deutschen Alpenvereins aufgenommen.

* 1977 wurde das erste DAV Grundsatzprogramm zu Fragen des Natur- und Umweltschutzes veröffentlicht.

* Seit 1989 ist der Unterricht im Bereich Natur- und Umweltschutz fester Bestandteil in der DAV Fachübungsleiterausbildung.

* Im Jahre 2002 – dem Internationalen Jahr der Berge – wurde der DAV als Naturschutzverband in Deutschland anerkannt.

* Jürgen Sander war der erste Naturschutzreferent der Sektion Weinheim. 

* 2017 – 2020 bekleidete Hans Helferich das Amt des Naturschutzreferenten.

* Im Oktober 2020 haben Katja Schmitt und Kerstin Dreier das Amt übernommen.

Sextener Dolomiten 2020

Prager Wildsee mit Seekofel
Bergtouren im Oberen Pustertal vom 12.09.2020 bis 19.09.2020

In Zeiten der Corona-Pandemie ist es eine besondere Herausforderung, eine Bergtour zu planen und durchzuführen. 
Trotz der vielen Fragen, die sich im Sommer 2020 stellten, kristallisierte sich eine vor 2 Jahren ins Auge gefasste Tour ins Obere Pustertal heraus: laut Verordnung der Bozener Landesregierung durften 6 Teilnehmer in einem Kleinbus nach Südtirol fahren. 

Der Gasthof „Dolomiten“ im Pragser Tal, unweit vom Pragser Wildsee wurde für eine Woche die Heimat der Bergsteiger, in der besten Bedingungen für Leib und Seele herrschten.

So galt die erste Wanderung dem Pragser Wildsee, der auf 1496 m hoch liegt und eine 3 km lange Uferumrundung hat. Wir bewunderten den Blick auf den See mit der markanten Bergkulisse, den Seekofel (2810 m) mit der Seekofel-Hütte (2327 m), die wir an einem der folgenden Tage besuchen wollten.
Verstehen kann man schon, dass an einem der schönsten Bergseen Italiens über 70 Episoden von der Fernsehserie „Ganz nah am Himmel“ gedreht wurden. Doch der Bekanntheitsgrad lockt auch viele Besucher an, die sich diese berühmte Landschaft anschauen wollen. So war der Rundweg auch reichlich mit Gästen aus aller Welt gefüllt. Bemerkenswert war, dass ca. alle 300 m stehende Hinweisschilder zur Maskenpflicht von allen Besucher respektiert wurden.

Nach dieser Massenveranstaltung suchten wir dann doch das Weite. Die Bergtour über die Grünwaldalm, steil hinauf zum Pragser Furkel 2225m, wo wir weitgehend alleine waren, weiter über die Kuhwiesenalm um so aus dem Seitental die Rundtour zurück zum Wildsee abzuschließen.

Eine Genusstour stand am nächsten Tag auf dem Programm. Der Römerweg, der sich zwischen Welsperg 1087 m mit seinem imposanten Welsperger Schloss, das oberhalb dem Gsieserbachtal liegt und Toblach 1256 m entlang zieht. Der Höhenrücken über den Eggerberg entlang, parallel zum Oberen Pustertal bot herrliche Ausblicke sowohl ins Tal als auch hinüber in die Dolomitenwelt. Der Naturpark der Fanes- Senes-Prags-Gruppe mit gewaltigen Türmen konnten erspäht werden. Ein Rundgang in Toblach schloss sich an, mit seinem idyllischen Stadtkern, in dem Gustav Mahler in den Sommermonaten von 1908 bis 1910 im Komponierhäuschen lebte und komponierte. Was man nicht vermutet ist die Tatsache, dass in Toblach die Wasserscheide zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer verläuft. Die entspringende Rienz nahe Toblach fließt nach Westen über die Eisack/Etsch ins Mittelmeer. Die Drau, die bei Toblach entspringt fließt in östliche Richtung über die Donau ins Schwarze Meer. 

Drei Zinnen

Dem UNESCO Welterbe, den Drei Zinnen, war der nächste Tag gewidmet. Frühes starten, vom Wirt des Gasthofes empfohlen, ging es mit unserem Kleinbus über Toblach, dem Toblacher- und Dürrensee entlang zur Mautstelle zur Auffahrt der Parkplätze um die Auronzo-Hütte 2330m. Mit 30 € Mautgebühren waren wir dabei und konnten uns so einen Parkplatz aussuchen. Bei voller Belegung der Parkplätze schließt die Mautstelle (die Autos werden gezählt), was in den Sommermonaten des Öfteren passiert. 
Wir hatten Glück und die Rundtour konnte gestartet werden. 

Die Umrundung der Drei Zinnen gilt als eine der beliebtesten Wanderungen in den Dolomiten und ist Anziehungspunkt für unzählige Wanderer, Bergsteiger und Naturliebhaber. Vorbei an der Lavaredo-Hütte zum Paternsattel war der erste Teil unter der Teilnahme unendlich vieler Wanderer, die wieder mit Mund-Nasenschutz unterwegs waren. 
Um vom Paternsattel zur Drei Zinnen-Hütte zu gelangen, wählten wir den direkt unter der Patern-Westwand verlaufenden schmalen, oft ausgesetzten Pfad, der von wenigen Bergsteiger genutzt wird und Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert.
An der voll belegten Terrasse der Drei Zinnen-Hütte vorbei gingen wir in Richtung Toblinger Knoten (2617 m). 
Am Fuß des im 1. Weltkrieg genutzten Beobachtungsberges von dem die Bewegungen der italienische Truppen erfasst werden konnten, machten wir unsere Pause, ehe der Rundweg um die Drei Zinnen weiter begangen wurde. 

Eine anspruchsvolle Tagestour Stand für den Mittwoch dieser Wanderwoche an. Hieß es vom Pragser Wildsee 1496 m aus, auf dem Dolomiten Höhenweg Nr.1 folgend zur Seekofel-Hütte 2347 m mit großartigen Blicken auf den See aufzusteigen. Nach einer Bergsteigersuppe und einem Radler ging es in nordwestlicher Richtung zur 2330 m hochgelegenen Seitenbachscharte. Begleitet von einem Gewitter folgten wir dem steilen, im langen Geröllfeld nicht immer vorgegebenen Weg, hinab zur Grünwaldalm und weiter zum Pragser Wildsee an dem die Rundtour wieder ihren Abschluss fand.

Am Donnerstag der Woche war der Kreuzbergpass als Start der Tageswanderung angedacht. Der Aufstieg auf Weg 15 in Richtung Arzalpenkopf, vorbei an einem alten Bunker aus dem 1. Weltkrieg unter den Flanken des Burgstall zu den Rotwandwiesen. Immer wieder begleitet von den Blicken zu den Wänden des Burgstalls, der Sextner Rotwand und gegenüber von Helm, dem Hausberg von Sexten und Anfang des Karnischen Höhenwegs folgten wir dem Höhenweg ehe wir mit der Kabinenbahn nach Sexten Moos hinabfuhren.

Gruppenbild

Am Abschlusstag, wieder begleitet von herrlichem Sonnenschein, fuhren wir mit dem Kleinbus über die Mautstraße zur Plätzwiesenalm auf 1950m. Die Wanderung auf dem Hochplatteau führte zum Strudelkopf auf 2307m, von dem der gegenüberliegende Naturpark: Drei Zinnen bewundert werden konnte. Zeigt sich doch die Schönheit einer beeindruckenden Landschaft, die Welt der Dolomiten mit ihrer herrlichen Bergwelt, die jedem Bergsteiger das Herz höher schlagen lässt. Auf dem Rückweg vom Strudelkopf wurde auf der Drürrensteinhütte noch eine kleine Rast eingelegt, ehe die letzte Talfahrt zum Gasthof anstand.

Am frühen Morgen, gleich nach dem Frühstück war alles im Kleinbus verladen um die Heimreise anzutreten. Wurden die Engstellen aus dem Pustertal auf die Brenner-Autobahn, oder die Mautstelle auf der Autobahn in Richtung Innsbruck schnellstens durchfahren, stockte es auf den deutschen Autobahnen.
Ein Dank an den Organisator und Tourenleiter Walter Hebling wurde noch am Abend zum Ausdruck gebracht, so kann wieder von einer gelungenen Wanderwoche mit vielen beeindruckenden Highlights gesprochen werden.

Walter Hebling

Singkreis im Heft „DAV Panorama“

Auf dem Allalinhorn
Auf dem Allainhorn
„Panorama“ berichtet über unseren Singkreis. 


Zum 40-jährigen Singkreisjubiläum in diesem Jahr berichtete der Gesamtverband des AV im „Panorama“ über uns.

Wir Singkreisler können sehr stolz darüber sein, dass über unsere Gemeinschaft alle Bergfreunde, die „Panorama“ lesen, erfahren können.

Allerdings war ein Fehlerteufelchen hier am Werk. 
Wir wollen anmerken, dass unser Singkreis von anfangs sieben auf rund 50 Sängerinnen und Sänger angewachsen ist. Über Jahrzehnte freute sich der Singkreis nicht nur über zahlreiche aktive Mitglieder aber auch mehrere Sympathisanten, die als Gäste zum Singen kommen und auch an unseren Touren gerne teilnehmen.

Übrigens, auf dem im „Panorama“ abgebildeten Foto sieht man Singkreisler auf dem Allalinhorn (4027m) in Walliser Alpen, die wir mehrmals besucht haben.

Viel Spaß beim Lesen auf der Seite 101!Unser_Singkreis__Panorama-4-2020-Alpenverein-Aktuell.pdf [639.2 KByte]

Der Singkreis wird 40

Im Jahr 2020 blickt der Singkreis der Sektion Weinheim im DAV auf vierzig stolze Jahre zurück. Und so ist der 3. Dienstag im Monat seit Jahrzehnten für viele Mitglieder immer ein besonderer Tag, denn um 18:00 Uhr geht es los in der Hütte an der Jakobswand mit dem Singen. 
Ohne Übertreibung: Für so manchen ist der Singkreis mit seinem reichen Angebot wesentlich dafür, überhaupt im Alpenverein zu sein. Es geht hier nicht um Leistung, sondern um die Freude und das Vergnügen am gemeinsamen Gesang, und nebenbei auch um die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden, indem Atmungs- und Stimmapparat, Geist, Gedächtnis, Rhythmusgefühl bis zum Gleichgewichtssinn (Schwindelfreiheit!) ihren Beitrag leisten, wenn die Soprane ihre Oktaven erklimmen… also der Humor kommt auch nicht zu kurz. 
Die Sammlung an traditionellen Berg-, Wander- und Volksliedern ist sehr groß und für jeden Geschmack ist etwas dabei. In den Pausen werden kleine Gedichte oder Prosatexte vorgelesen, auch aktuelle Nachrichten aus der Sektion werden zur Kenntnis gebracht. 
An der Spitze des Singkreises steht und singt mit seiner Gitarre von Anfang an Walter Hebling, der auch darüber hinaus sehr viel organisiert und inspiriert: z. B. jedes Jahr eine große Gruppenfahrt. So wurden über den Alpenraum hinaus Marokko, Teneriffa, Madeira, Ischia angesteuert und auch erwandert; dazu noch intensive Bergtourwochen, im letzten Jahr nach La Punt, in Jahren davor Berner Oberland, auch der Meraner Höhenweg war schon dabei. Damit noch nicht genug, gibt es auch noch Tagesfahrten und Kurztouren. So ist der Singkreis in den langen Jahren seines Bestehens ein fester Punkt im sozialen Geflecht der Sektion, wo sich Erinnerungen austauschen und neue Pläne schmieden lassen, weit besser und angenehmer als es in „sozialen Medien“ möglich ist. Wer sich auf den Winterfeiern umsieht oder umhört wird auch dort die Sänger bemerken, denn die Mitwirkung im Leben der Sektion spielt eine große Rolle. 
Wir alle laden herzlich „Neulinge“ aus der Sektion oder Gäste von außerhalb zum Mitsingen ein, genug Liederbücher sind immer da. Singen macht Freude, und unser Singkreis ist das beste Beispiel dafür!

Hans Schlabing

Anmerkung: Durch Corona muss leider unser Singkreis abgesagt werden, den Neustart werden wir in allen Medien bekannt machen.

Winterwanderung auf dem Burgensteig

Winterwanderung
Gruppenfoto auf dem Geiersberg

Newcomerin am Turm – Frauengruppe Klettern

Von den Bergen war ich schon immer fasziniert. Begonnen hat alles mit meiner Leidenschaft für das Skifahren. Das Bergwandern im Sommer habe ich erst viel später mit meinen Kindern entdeckt. Es begann mit leichten Panoramawegen, Themenwanderungen und mit den vielen schönen Dingen, die ein Bergurlaub mit der Familie so zu bieten hatte.

Mich reizte aber mehr und ich wollte höher hinaus. So habe ich vor 4 Jahren eine geführte Tour auf den Paternkofel in den Sextner Dolomiten unternommen und meine erste Klettersteigerfahrung gemacht. Damit war mein Herz für das Klettern gewonnen. Aber wie lernt man das Klettern? Wie lernt man die Gefahren am Berg einschätzen? Wie finde ich Gleichgesinnte, mit denen ich meine neue Leidenschaft teilen kann? Auf meiner Suche bin ich dann vor ca. 2 Jahren auf den DAV in Weinheim aufmerksam geworden und ich schnupperte beim An- und Abklettern an der Jakobswand die Atmosphäre beim Alpenverein. Die Möglichkeiten beim DAV Kletterzentrum Jakobswand haben mir gleich super gefallen. Klettersteig, Turm und Felsklettern – alles war vor Ort. 

Zufällig bin ich eines Tages beim Surfen auf die verschiedenen Gruppenangebote des DAV Weinheim gestoßen und bei der Frauengruppe blieb ich hängen. Nachdem die Coronalage einen ersten Besuch an der Jakobswand möglich machte, konnte ich die Bergladys endlich kennenlernen. Und ich war nach dem ersten Kontakt direkt begeistert. Man erlernt und erweitert seine Klettererfahrungen, trainiert Techniken und kann sich ungezwungen jedes Treffen neu entscheiden, welche Bereiche (Turm, Fels oder Klettersteig) „man“ bzw. „frau“ vertiefen möchte. Von Beginn an fühlte ich mich herzlich aufgenommen und erhielt als Neuling viel Hilfe und Unterstützung: Knoten, Sichern, Vorklettern, Abseilen. Ich habe in der kurzen Zeit dieser Saison so viel gelernt. Die zwei Stunden am Montag von 17.00 Uhr bis 19:00 Uhr sind entspannend und fordernd zugleich und dies in einer wirklich sehr netten und aufgeschlossenen Atmosphäre.

Montag ist seitdem mein Frauentag! 

Anja Müller, 22.09.2020