Im lothringischen Bitche auf historischen Spuren

– mit Walter Risse

Einmal im Jahr lädt uns Walter nach Lothringen (Frankreich) zu einer Wanderung ein. Wir waren schon öfter dort und hatten mehrfach die beeindruckende Festung in Bitche gesehen. Diese wollten wir uns auch mal ansehen, Walter entsprach unserem Wunsch. Mit 2 vollen Autos wurde über die A 6, Pirmasens nach Bitche gefahren. Es war eine Besichtigung in der Festungsanlage mit Zitadelle organisiert. Das Thema war hauptsächlich die Nutzung dieser riesigen Festungsanlage während des Krieges der Franzosen und der Deutschen im Jahr 1870/1871 mit dem bekannten Ausgang bei der Schlacht von Sedan, mit den Akteuren Wilhelm I, Bismark, Moltke,und Napoleon der III. Die Feste Bitche war eine Enklave, die lange durchhielt, anschaulich wurde in den verschiedenen Räumen der Festung das Leben der Soldaten mit Bild- und Filmanimationen dargestellt. Dies war sehr beeindruckend, viele Gegenstände wie Kanonen, Holzkarren, das große Rad aus Holz mit dem dicken Seil mit dem das Wasser aus dem Tiefbrunnen inmitten der Zitadelle hochgezogen wurde. Würde hier noch gerne fortfahren, der Bericht wäre aber dann zu lang. Anschließend baute Walter am Parkplatz ein Klapptischchen auf. Es kam hier die Frage auf, wo es den solche schönen Tisch-lein-deck-dich zu kaufen gibt. Die gibt es jedoch nur in Kombination mit einem Camping VW Bus. Es gab Zwiebelkuchen, den Walter mitgebracht hatte. Anschließend wurde zum Hasselfurther Weiher bei wechselhaftem Wetter gewandert und eingekehrt. Auf der Rückfahrt hat uns Walter noch in sein Ferienhaus eingeladen. Da wurde der Hefezopf von der Ursel verteilt. Auf der Rückfahrt besuchte eine Gruppe noch Weißenburg im Nordelsaß. Wir dankten Walter für gute Organisation. Bis nächstes Jahr dann wieder.

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Alpenverein 12 Tage am Golf von Neapel unterwegs

Steile Pfade und heiße Sole auf Ischia vom 05.04. bis 16.04.2016

Neununddreißig Mitglieder und Freunde des Singtreffs machten sich Anfang April in den Süden Italiens auf, in der Nase den Duft von Zitronenblüten und im Ohr das Lied von den Caprifischern…
Die Busfahrt nach Frankfurt zum Flugplatz wurde von strömendem Regen begleitet, so fiel der Abschied umso leichter. In Neapel zeigte sich Italien von seiner nachtgrauen Seite. In später Stunde war das Übersetzen nach Ischia nicht mehr möglich, erst am nächsten Morgen nach kurzer Übernachtung unweit des Vesuvs. Bei schönstem Sonnenschein brachte uns die Fähre von Pozzuoli aus nach Ischia.
In geschichtlicher Zeit siedelten hier zuerst die Griechen und nannten ihre neue Heimat die Affeninsel. Entstanden sein sollte sie einst im Kampf „um Sein oder Nichtsein“ zwischen dem Ungeheuer Typhon und dem Olympier Zeus. Diesem gelang es in letzter Not, seinen Widersacher unter einem gewaltigen Felsbrocken zu begraben. Dieser Brocken ist eben heute die Insel Ischia (nach anderen Quellen der griechischen Göttersagen der Ätna), unter der Typhon immer noch begraben liegt. Seine Tränen treten als Thermalwasser und Dampf zu Tage, die uns heute zu Heilung und Genuss dienen. 
Die Wirklichkeit sieht noch etwas ungemütlicher aus: Die Phlegräischen Felder stellen ein ganzes System plutonischer Aktivität dar auf einer Fläche von mehr als 150 Quadratkilometern und nehmen große Teile der Region am Golf von Neapel ein, damit standen wir auf einem der 20 Supervulkane der Erde. Vor nur achtzigtausend Jahren gab es einen gewaltigen Vulkanausbruch, mindestens 20 Kubikkilometer Tuff und Asche flogen damals in die Luft. Die nächste Zeit war von weiteren Ausbrüchen und einem Auf und Ab des Geländes geprägt, die zeitlich letzten Lavaflüsse fanden 1301 statt.

Ischia: Sonnenaufgang über dem Vesuv
Ischia: Sonnenaufgang über dem Vesuv

Wir dagegen machten es uns recht bequem in unserem schönen Hotel Le Querce eine Viertelstunde Fußweg entfernt vom Hafen des Hauptortes Ischia, mit Blick auf den Vesuv. Eine zweite Heimat fand so mancher unter uns im Schwimmbecken unserer Herberge mit seiner warmen Sole. Das mitteleuropäische Aprilwetter erreichte uns dann doch noch in Süditalien, somit herrschten gelegentlich frische Winde aus wechselnden Richtungen. Wie in der Vorsaison üblich, waren viele der Thermen mit ihrem ganzen Menü an Wässern in diversen unterschiedlichen Becken und Wärmestufen noch geschlossen und auch die kleinen Ausflugsschiffe in die Umgebung fuhren noch nicht. Für Abhilfe wurde trotzdem gesorgt. 


Walter Hebling hatte die Reise wieder einmal gründlich vorbereitet, und daher war ein dichtes und abwechslungsreiches Programm geboten. Geführt wurden wir abwechselnd sehr kenntnisreich und in hervorragender deutscher Sprache von Brigitte, Giovanna und Cecilia. 

Brigitte stellte uns gleich zu Anfang die schönsten Plätze rund um die Insel vor, hier hatten es uns besonders das idyllisch am Meer gelegene Sant‘ Angelo und das kleine Städtchen Forio angetan; tags darauf das Castello Aragonese bei Ischia Ponte, in alten und weiß Gott nicht immer heiteren Tagen Zuflucht und Wohnung in größten Nöten. Den bunten Kontrapunkt bildeten die Gärten der Lady Susana Walton mit ihrer subtropischen Blütenpracht, gleichsam eine genussvolle botanische Weltreise. Samstags fanden die Führungen von Brigitte ihren Abschluss mit dem Besuch des Archäologischen Museums, der Kirche Santa Restituta und des Giardino Ravino. 

Epoemo von Fario aus gesehen
Epoemo von Fario aus gesehen

Mit Giovanna dagegen ging es mit insgesamt drei Tagesausflügen hinaus in den italienischen Frühling. Die Wege und Pfade führten uns durch viele Landschaften von Ischia: Wälder, Weinberge und Gärten, immer wieder an herrlichen Panoramen entlang. Einfach zauberhaft die Blumenwelt mit Teppichen von Alpenveilchen, Glöckchenlauch, Traubenhyazinthen, Aronstab und dazwischen immer wieder die verschiedensten Orchideen. 
Zunächst erwanderten wir uns zusammen den Krater eines erloschenen Vulkanes (Fondo d‘ Oglio) mit immer noch dampfenden kleinen Erdschlünden, den Fumarolen. Die nächste Freilufttour ging ganz auf die Höhe des Monte Epomeo, der uns auf dem Weg nach unten noch ein paar mächtige Steinbrocken nachschmiss. Es polterte gewaltig und verfehlte uns knapp. Ein besonderes Vergnügen mit Giovanna war der Gang zu dem Weiler Piano Liguori hoch über der Steilküste inmitten von Gärten und Weinbergen, dort auch die Mittagsrast auf der Terrasse einer bäuerlichen Taverne. 
Auch ein Tagesausflug nach Capri durfte nicht fehlen, hier führte uns Cecilia. Seit dem römischen Kaiser Tiberius verkehrt hier die große Welt und die Touristen kommen zahlreich neugierig zum Zuschauen, die Idylle hat dabei das Nachsehen. 
Abgerundet wurden unsere schönen Tage mit einem Besuch der Poseidonthermen mit ihrem äußerst reichhaltigen Angebot. Wir alle haben uns mit und in der Gruppe, deren Mitglieder teilweise seit vielen Jahrzehnten miteinander verbunden sind, sehr wohl gefühlt und danken insbesondere Walter Hebling für die Organisation und für seinen nimmermüden Einsatz auch während der Reise. 

Arrivederci Ischia! 

Hans Schlabing


Von Neunkirchen zum Schloß Lichtenberg (03/2016)

– mit Christa und Hans Schlabing

21 Wanderer trafen sich bei schönem, aber kalten Wetter in Neunkirchen, ein Ort bei dem die Modau entspringt. Kurz vorher waren noch Landtagswahlen in BW.  Neunkirchen liegt auf 520 Hm, man konnte noch Schneereste sehen. Am Grünen Baum starteten wir mit der Wanderung über Lützelbach nach Kleinbieberau. Hier trafen wir noch auf eine Gruppe vom BUND, die sich zu Wanderführern ausbilden ließen. Dann weiter auf die nächste Höhe über Campingplatz und See nach Schloß Lichtenberg. im Innenhof des Schlosses wurde Mittagsrast gehalten. Das Schloß birgt ein Museum, ein Standesamt und einen großen Saal. Nach der Rast ging es über Altscheuer mit dem keltischen Ringwall der Heuneburg (siehe Bild) zum Steinkopf (455 Hm), einer imposanten Granitblockgruppe (wird als kleiner Bruder des Rimdidim bezeichnet), in der noch einige rumgeklettert sind. Anschließend war die Schlußrast im Grünen Baum in Neunkirchen. Wir dankten Christa und Hans für die schöne Wanderung.

Knapp 19 Kilometer und 600 Höhenmeter.

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Auf der Tromm und im Nibelungenland (02/2016)

– mit Ingrid Kober

An den beiden Treffpunkten in Weinheim und an der Nibelungenhalle in Grasellenbach fanden sich 30 Wanderwillige ein. Das Wetter war wie üblich schlecht gemeldet, aber wir konnten die Schirme stecken lassen. Von Grasellenbach ging es über den für die meisten unbekannten Rotsandsteinbruch mit seinen gewaltigen Ausmaßen über das bekannte Gasbachtal zur Weschnitzquelle. Von dort aus hätte man auch ohne Karte wieder nach Weinheim gefunden, die fließt über Weinheim nach Biblis in den Rhein. Über Hammelbach wurde dann die Tromm erreicht. Mitten im Wald besuchten wir dann den Bewohner eines Tippizeltes, der schon auf uns gewartet hatte. Er erklärte uns sehr nett, warum er hier auch im Winter lebt, was er dort macht und lud uns sogar in sein Zelt ein, wo er uns den aus Lehm selbstgebauten Ofen erklärte mit dem er heizt, kocht und backt. Ausführlich ging er auf jede Frage ein. Am Schardhof und am Naturfreundehaus Weinheim kamen wir vorbei und besuchten  dann den Mooswiesenhof. Christian, unser Mitwanderer hatte uns eingeladen. Der Hof war überdacht, Bänke mit Wolldecken und Tischen waren auch aufgestellt, ein Holzfeuer gab es, heiße Getränke gab es auch, um sich zu wärmen. Anschließend wurde noch die hofeigene Kapelle besichtigt. Wir dankten der Fam. Richter sehr für die Gastfreundschaft. Dem G2 folgend ging es dann durch Unterscharbach nach Wahlen. Die Gruppe teilte sich dann, die Hälfte ging gleich nach Grasellenbach ins Gasthaus Hagen, die andern machten noch eine Schleife über den Siegfriedbrunnen und kamen etwas später dann auch zur Schlussrast im Hagen an. Wir dankten Ingrid und Axel Kober für die abwechslungsreiche Wanderung im Nibelungenland.

18,5 km Gruppe 1, 20,5 km Gruppe 2,  405 Höhenmeter

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Erste Wanderung im Neuen Jahr (01/2016)

– mit Christel und Klaus Bertram

Am Parkplatz in Weinheim trafen sich einige, in Großsachsen kamen noch Wanderer hinzu, so starteten wir nach den üblichen Neujahrswünschen mit 23 Teilnehmern in Richtung Burgensteig. Der Zuweg ging bis zur Kohlbach, da lag er vor uns, der im Mai 2015 neu eröffnete Burgensteig. Immer der blauen Burg auf weißem Grund nach, die Markierungen sind vorbildlich. Der Burgensteig hat es in sich, vorher kannte ihn fast keiner jetzt kennen ihn auch viele Sonntagswanderer des DAV Weinheim. Kaum schlenderte man mal auf einem gemütlichen Waldweg, ging es gleich rechts oder links über Pfade steil bergauf oder bergab hoch Richtung Hundskopf, runter an der Kunz´schen Mühle vorbei Richtung Kehrrang. Kein Spaziergang, halt was für die SoWa des DAV. Auffällig war hier, das auf dem Wurzelstumpf einer gefällten Buche das Stammstück mit den Wegzeichen wieder draufgesetzt wurde da hat sich jemand erst nichts gedacht und dann doch noch. Hinauf ging es dann zur Hirschburg und weiter am Schanzenköpfle vorbei über Wilhelmsstollen , dann mitten durch die imposante Spatschlucht. Rast wurde an einer Waldhütte gemacht und Klaus schenkte von innen wärmende Getränke aus. Noch einmal ging es steil hinauf, dann wurde der Burgensteig verlassen und ein Stück das Kanzelbachtal hinuntergelaufen. Wir entschlossen uns dann, über den Branich und den Blütenweg zu gehen. 
Das hat sich gelohnt, vom Branich hatte man wunderbare Fernsichten zu den Ausläufern des Schwarzwaldes, der Pfalz und sogar dem Taunus. In Großsachsen bei der Schlusseinkehr kamen noch ein paar dazu. Das Wetter war trotz schlechter Vorhersage gut. Alle Wanderer haben den Teil des Burgensteigs gut gemeistert. Wir dankten Christel und Klaus Bertram für die Planung und die Führung der Wanderung.

23 Kilometer, 678 Höhenmeter gute Leistung!

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Jahresabschlusstour um Weinheim (12/2015)

– mit Gunter Ross

24 Mitwanderer fanden sich am Startpunkt ein, um an der Dezemberwanderung teilzunehmen. Bei dieser Wanderung konnte man ausschlafen, es ging hier erst um 11 Uhr los. Am Bahnhof ging es vorbei, hier konnte man den neuen, schicken weiß-roten Zug, der Weinheim zukünftig mit Fürth im Odenwald verbindet, betrachten. Durch das Nibelungenviertel ging es dann hinauf zur Rentnerhütte oder auch Vogesenblick genannt. Hier wurde eine Pause gemacht und der Wanderführer schenkte heißen Uso mit Honig aus. Anschließend ging es über die ehem. Downhillstrecke steil bergauf zum Hirschkopf. Auf dem Turm wurden wir mit einer Aussicht belohnt, man konnte die Hornisgrinde im Süden, den Taunus um Norden, den Donnersberg und das Zeller Tal mit den vielen Windrädern im Westen, und die Reichenburg bei Reichelsheim im Nordosten gut erkennen. Auch der Dom zu Speyer konnte in der Rheinebene ausfindig gemacht werden. Steil ging es dann auch wieder nach Weinheim hinunter, der Ausklang bei einfachen bodenständigen guten Gerichten fand im Rosengarten, einer alten Gastwirtschaft in Weinheim statt. Wir hatten Spaß an der Bewegung, an der Natur und dem regen Austausch untereinander. Einige besuchten noch den Weihnachtsmarkt.  Wir dankten Gunter Ross für die schöne Wanderung und freuen uns auf schöne Wanderungen im nächsten Jahr.

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Eine Bilanz nach 35 Jahren Singkreis!

Sollte doch der Wunsch des damaligen 2. Vorsitzenden Dieter Bartels im Jahre 1979 auf einer Bergtour in Erfüllung gehen, einen Singkreis unter der Leitung von Walter Hebling zu gründen?

Auf dem Allainhorn
Auf dem Allainhorn


Eine kleine Gruppe, die sich in sehr unregelmäßigen Abständen traf, davon wusste man aber nichts, machte einen verborgenen Anfang. Gestartet unter Walter Hebling wurde im September 1980 mit 5 Sängern im damaligen Jugendraum der Uhland-Schule in der Bahnhofstr., wo es nur zu einem Glas Bier – ohne zu singen reichte. Entmutigt wurde ein neuer Ansatz für den Oktober geplant, der aber ebenso ohne Singen verlief. Doch, der September 1980 mit 7 Teilnehmern brachte die Wende. Gesungen aus dem „Bettelmusikant“ erklangen die ersten Lieder zur Gitarre. Der ungemütliche Raum wurde ab 1981 bis 1983 gegen Hennings-Wohnzimmer (damaliger 1. Vorsitzender unserer Sektion) getauscht. Die Beteiligung wuchs auf über 25 Teilnehmer an, so dass ab Januar 1984 ein Umzug ins alte Rathaus erfolgte, um dann im September 1986 in unserer Hütte mit ca. 30 Beteiligten, unsere endgültige Heimat zu finden. Mittlerweile haben wir uns ein eigenes Liederbuch geschaffen, ein Unikat, das vergeblich seines gleichen sucht und heute 240 Lieder aufweist. Der Schwerpunkt lag in alpenländischen Weisen, doch ist zu jeder Jahreszeit und zu vielen Anlässen ein entsprechendes Lied zu finden. 

Ein Engagement im Sektionsleben stand außer Frage. So waren die ersten Auftritte bei den Winterfeiern im „Gasthaus zum Odenwald“ in Unterflockenbach, danach folgten das Gasthaus „Gorxheimer Tal“, der Gymnastikraum der Sulzbacher Schule und viele Jahre im Rolf-Engelbrecht-Haus in Weinheim. Hier steht eine Bilanz von 32 Auftritten zu Buche. Auch zur Sonnwendfeier wurde über 30-mal gesungen, wobei die Organisation von 1990 bis zum Jahr 2007 mit Hilfe von Herbert Bönisch in den Händen von Walter Hebling und dem Singkreis lag. Weiterhin konnten wir in dieser Zeit 13-mal im Bodelschwingh-Heim vor einer immer größer werdenden Zuhörerschaft singen. Die Freude, die wir bringen konnten sah man an den leuchtenden Augen der älteren Personen, die sich aber auch auf uns übertragen hatte. 
Auch war ein Wettsingen 1989 beim Sängerfest der MGF Eintracht Weinheim angesagt, wo wir den 3. Platz erreichten. Auf der Wachenburg war zum Empfang der Delegationen zum 100-jährigen Jubiläum unserer Sektion unser Singen erwünscht, ebenso waren wir beim Edelweißfest in Mannheim, konnten auf der Vernisage von Karl-Heinz Treiber in Ladenburg unsere Sangeskunst präsentieren, steuerten Weihnachtslieder zur Weihnachtsfeier der IKB bei. Zur Einweihung der Boulderhalle, 1-mal zum „Tag der offenen Tür“ und nun im Kino zur Eröffnung des Himalaja-Filmes. 

Die Arbeitseinsätze auf unserem Gelände sollen erwähnt sein, wo es galt, unsere Arbeitskraft einzubringen beim Aufräumen des Geländes, dem Erstellen und Ausbau unserer Hütte, beim Bau vom Kletterturm, beim Bau von Büro und der Boulderhalle. Ohne diese Kräfte wären diese Vorhaben sicher nur halb so gut vorangekommen. 

Im Jahr 1998 wurde Walter wegen seiner Verdienste mit dem Singkreis die Ehrenmitgliedschaft zuerkannt.
Nun sei noch ein Blick auf das zweite Standbein des Singkreises geworfen, die Touren.
Im Jahre 1984 durfte Walter mit seinem Singkreis die erste Tour übers Wochenende mit 29 Teilnehmer zur Mannheimer Hütte im Schwarzwald unternehmen. Danach folgten das Oppauer-Haus in der Pfalz und die Reifenberger-Hütte im Taunus mit 19 bzw. 22 Teilnehmern. Eine Tour in den Alpenbereich wurde zunächst trotz Walter`s Bergerfahrung, er war auf dem Montblanc, dem Matterhorn, der Dufourspitze usw., nicht erlaubt. Im Jahr 1986 war dann der Knoten mit der Fritz-Putz-Hütte bei Füssen geplatzt, wo sich 22 Teilnehmer meldeten. Nun ging es steil aufwärts. Touren, vornehmlich in Selbstversorgerhäuser, damit es preislich machbar war und auch die Gemeinschaft förderte, folgten im Allgäu, Bayern, Österreich und der Schweiz. Gut in Erinnerung sind bei den Beteiligten das Sonnenheim im Montafon, wo wir unter anderen den Piz Buin bestiegen, die Eggberge in der Schweiz am Urisee oder den Rigi am Vierwaldstätter See. La Punt, mittlerweile unsere zweite Heimat geworden, war zunächst im Sommer mit seinen hohen Gipfeln wie Piz Morteratsch, Piz Kesch, Piz Lanquard usw. unser Ziel. Im Winter waren alle Formen des Skifahrens gefragt, und der „Goldene Herbst“ brachte bei täglichen Touren tiefe Einblicke in Natur und Landschaft. Das Chalet am See in Grächen/Wallis war ein weiteres Domizil unserer Selbstversorgerhäuser. Nach Übungstouren mit Seil und Pickel auf dem Bordiergletscher stand das Allalinhorn im Mittelpunkt. Viele Touren in Saas Fee und in Zermatt konnten gemacht werden. 

Zum 20-jährigen Jubiläum des Singkreises stand das erste Großereignis mit der Insel La Palma für 2 Wochen an. Mit 61 Teilnehmer glaubte man, die höchste Teilnehmerzahl erreicht zu haben, doch diese Zahl wurde im Jahr 2002 mit 73 Teilnehmern auf Kreta, auch für 2 Wochen, noch getoppt. 
Im Jahr 2005 waren es 66 Teilnehmer, die sich Walter auf Teneriffa anvertraut haben. Die 80ste Tour brachte die Singkreisler auf die Insel Korfu. Auf all diesen Touren waren täglich mehrere Touren unterschiedlicher Größe und Länge angesagt, so dass es nie an Bewegung mangelte. 
Weniger Bewegung war bei der Donau-Schifffahrt, die zum 30-jährigen Jubiläum mit 38 Teilnehmern stattfand. In den letzten Jahren kamen, dem Alter entsprechend, geführte Touren wie Sizilien-Rundreise, Andalusien, Toskana, Gardasee, oder auch nochmals nach Marokko zustande. 

Mit kleineren Gruppen waren Touren in der Brenta, dem Rosengarten, den Sextener Dolomiten, dem Lechquellgebiet, der Texelgruppe, der Geisler und Puez-Gruppe, dem Prättigau und dem Wallis das Ziel. 

Meraner Höhenweg
Meraner Höhenweg

Auch Fernwanderwege wie: Meraner Höhenweg, Karnischer Höhenweg, König Ludwig- und Prälatenweg im Allgäu bzw. Bayern als auch der Rheinsteig in mehreren Etappen, der Altmühltal- und Mosel-Höhenweg sind zu erwähnen. Ganz besonders interessant ist bei den Weitwanderwegen die „Via Alta Bavaria“ in mehreren Etappen über die Alpen von Lenggries übers Karwendel, Wettersteingebirge nach Garmisch, weiter über den Kramer ins Ammergebirge, und dann von Füssen übers Tannheimertal und Allgäu nach Oberstdorf. 

Ein einmaliger Höhepunkt für unsere Sektion war die Organisation und Ausführung der Sektionsfahrt zum 100 jährigen Jubiläum an den Ledrosee im Trentino von Walter. Mit einem Groß-, Kleinbus und wenigen PKW`s waren 62 Teilnehmer vor Ort um alle alpinistische Aktivitäten wahrzunehmen. Bedingt durch die idealen Vorgaben an Kletterrouten, den vielen Klettersteigen, dem Hochgebirgs-, Wander- und Radparadis, aber auch bei großartiger Kultur war für jeden Teilnehmer in einem hervorragenden Hotel alle Möglichkeiten gegeben. Diese Sektionstour war unserem Jubiläum würdig!

Zum Schluss seien noch die 6 Radtouren erwähnt, die mit durchschnittlich 22 Teilnehmern an die Ost- und Nordsee, an der Weser entlang und ins Salzkammergut führten. 

So kamen bei insgesamt 116 Touren, die Walter organisierte und leitete, 3059 Teilnehmer in den Genuss: Berge, Land und Leute in einer intakten Gemeinschaft zu erleben. 

Da wo man singt, da lass Dich ruhig nieder, …

Lieber Walter!

„ Eine Liebeserklärung an die Berge und die Musik gleichermaßen – das ist die Grundidee des 1980 gegründeten Singkreises in unserer Sektion“ – 
– das war die Visitenkarte des Sinkreises. 

Und jetzt nach 35 Jahren … 
Wir danken Dir für die 35 Jahre, 
die Du uns, dem Singkreis, gewidmet hast: 
für die Lieder und Musik, 
für die Touren, Freizeiten und Fernreisen, 
für die Organisation, Bemühungen, 
für die Durchführung und Motivation,
für Dein Lächeln und unsere Gemeinschaft …

Liebe Gisela!

Man sagt: ein starker Mann braucht eine starke Frau, die ihn unterstützt.
Unser Dank für die 35 Jahre des Singkreises gilt auch Dir:

Wir danken Dir, dass Du für Walter und vor allem für uns da warst, 
für die Gestaltung unserer Abende,
für die Organisation von unseren Freizeiten
und für Dein Lächeln und für unsere Gemeinschaft.

Singkreis 15.12.2015

Die weihnachtliche Feier des Singkreises im Dezember in der Hütte des DAV war in der Tat ein großartiges Finale: Drehorgelspiel, Glühwein, gemeinsames Singen, Gedichte und Geschichten, Dankesworte an den langjährigen Singkreisleiter Walter Hebling, dann gemeinsames Essen und viele, viele Gespräche miteinander. 
Allen Anwesenden war klar, dass mit dem heutigen Abend nicht aufhören darf, was so lange gewachsen ist. Die Gemeinschaft der Singkreisler hat eine lange Tradition. Viele Freudschaften sind entstanden und beim gemeinsamen Singen kam immer Fröhlichkeit und Freude auf. 
Nun wollen sich die Singkreisler als Singtreff jeden dritten Dienstag im Monat treffen. Das erste Treffen im neuen Jahr ist am 19. Januar um 18 Uhr angesetzt. Vielleicht findet sich noch ein neuer Singkreisleiter, vielleicht gibt es ein Zusammentreffen in einer neuen Form. Wir sind alle gespannt und erwartungsvoll.

Der Singkreis
Weihnachtsfeier

In diesem Sinne Glückauf im neuen Jahr, Eure Hannelore

DAV weglos Tour rund um Sonderbach (11/2015)

– mit Herbert Böhnisch

Am Pass, wo es von der milden Bergstraße in den tiefen, rauhen Odenwald geht, der Guldenklinger Höhe zwischen Heppenheim und Fürth trafen sich 33 Wanderer um bei schlecht angesagtem Wetter weglos zu gehen. Das Wetter war jedoch gut, es blies ein Wind, die Fernsicht war sehr gut. Beim Anstieg zum Steigkopf konnten wir Ausblicke nach Heppenheim, ins Rheintal, die Pfalz und ins Weschnitztal genießen. Der Weg führte uns vorbei an der Salzkopfhütte, Hundskopf und Kohlplatte. Hier, mit Ausblick auf den Steinbruch Röhrig machten wir Mittagsrast. Natürlich gab es wieder den selbstgemachten Eierlikör von Jutta und Herbert hatte auch etwas dabei. Danach wurde die Juhöhe gequert und die Hügelgräber durchwandert. Nachdem wir „Griebel“ überquert hatten, wurde Sonderbach umrundet.

Wie es manchmal so ist, wir hatten 14 % Schwund, das heißt, bei 2 Ehepaaren waren jeweils die Männer zuerst verschwunden und später dann auch die Frauen, die hatten sich anderweitig verlaufen.Unsere Gruppe hatte sich vermehrt, es ist eine schöne Tradition, das Wanderer die nicht teilnehmen können, dann zur Abschlussrast kommen und an der Geselligkeit teilnehmen. Gemeinsam wurde aber dann doch das Ziel, die Gaststätte Hölzig in Fahrenbach erreicht, den Odenwaldklub Rimbach, von den wir einige kannten war auch schon da. Wir dankten Herbert für die schöne Wanderung.

20 Kilometer, 530 Höhenmeter

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Zwei Touren um Salzwoog in der Pfalz (10/2015)

– mit Ingrid und Manfred Mehrbass

Im Oktober fand wieder die beliebte Busfahrt in die Pfalz statt. diesmal ging es über Annweiler am Trifels und über Hinterweidental nach Salzwoog im Salzbachtal im westlichen Wasgau. 46 Mitwanderer hatten sich eingefunden. Das Wetter passte, die Sonne lachte und das Laub färbte sich. Die beiden Gruppen teilten sich, die kleinere Gruppe ging mit Ingrid auf schönen Wegen nach Hinterweidental, Teufelstisch und Teufelsküche zurück nach Salzwoog.

Die zweite Gruppe wanderte 15 km und knapp 500 Höhenmeter über den Maiblumenfelsen (449 m) und zur Burg Lemberg. Im alten Gewölbekeller wurde Mittagsrast gemacht. Entlang des Salzbaches ging es ins Storrenbachtal. Nach einem kurzen Anstieg erreichten die Wanderer dann den Salzwooger Teufelstisch, der ist wenig bekannt, sieht aber imposant mit seiner schlanken Säule aus. Zurück in Salzwoog trafen wir dann wieder auf die andere Gruppe und der Bus brachte uns dann nach Hinterweidental. Hier wurde nochmal der bekanntere Teufelstisch mit dem markanten Baum besucht. Die Schlussrast wurde im Brauhaus Ehrstein in Hinterweidental gehalten. Wir bedankten uns bei Ingrid und Manfred, sowie dem Busunternehmen Maier aus Abtsteinach für den schönen Sonntag.

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim