Im goldenen Oktober im Dahner Felsenland (10/2016)

– mit Ingrid und Manfred Nehrbass

Über 40 Wanderer machten sich am Sonntag früh auf, um an der Busfahrt zur Wanderung in der Pfalz teilzunehmen. Am Kurpark in Dahn teilten sich die Gruppen für eine große und eine mittlere Wanderung. Manfred führte die große, Ingrid die mittlere. Es ging dann aufwärts zum Soldatenfriedhof zum Hochstein, einer Rotsandsteinfelsenformation, wo man schöne Ausblicke auf den Pfälzer Wald hatte. Die Soldatenhütte, eine weitere Felsfomation mit Unterstand und Ausblick war sehr niedrig und nur für kleinere „Soldaten und Wanderer“ geeignet. Weiter ging es zur mächtigen Burgruine Altendahn, auch hier grandiose Ausblicke. Über den Sagenweg an Elwetritsche vorbei ging es durch den schönen Ort Erfweiler mit alten Fachwerkhäusern zum Winterkirchel. Bei einer kurzen Rast konnten hier sogar die Glocken mit einem Zugseil geläutet werden. Um den Sorgenberg wurde dann das Wanderheim 3 Eichen zur Mittagsrast aufgesucht. Einige konnten sogar noch im Freien sitzen. Manche ließen es nicht nehmen, den Hühnersteig (477,5 hm) über eine lange Leiter zu erklimmen. Die Sicht auf den Trifels, nach Frankreich und die umliegenden Felsformationen war beeindruckend. Der Ausklang des Tages fand im Hauensteiner Hof im Schuhdorf Hauenstein statt wo sich die Wanderer dann alle trafen. Wir dankten der Familie Nehrbass und dem Busfahrer für die gelungene Wanderung und Fahrt und freuen uns schon auf nächstes Jahr. 18,5 km und 650 Höhenmeter für die lange Tour, die kürzere um 10 Kilometer.

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Von Wilhelmsfeld im Odenwald bis Neckarsteinach am Neckar (09/2016)

– mit Jürgen Schneider

Um 30 Wanderer fanden sich an den verschiedenen Einstiegspunkten (ab Weinheim, Schriesheim und Wilhelmsfeld zusammen), um an der kulturellen Picknickwanderung teilzunehmen. An dem ersten Treffpunkt in Weinheim wurden die mitgebrachten Köstlichkeiten bei Christine ins Auto verladen und die Wanderer waren somit von schwerem Gepäck befreit. Dann galt es Gruppentickets zu lösen am Automat, aber das kriegten wir hin. Fahrkartenautomaten und sonstige sollten grundsätzlich nach Norden ausgerichtet werden, dann blendet nie die Sonne auf das Display, aber das wurde nie erkannt warum auch immer. Es ging mit OEG und Bus nach Wilhelmsfeld. Auf der angenehmen Wanderung ging es über den Pp langer Kirschbaum meist leicht bergab bis zur Sitzbuche, wo eine kleine Rast gehalten wurde. Für die Sektionsfahrt vom 29. Juli bis 5. August 2017 konnte hier etwas geworben werden. Am Rastplatz Münchel erwarteten uns schon Christine, Rose und Klaus die unser Essen schon auf den Tischen und Bänken verteilt hatten. Im schattigen Walde bei angenehmen Temperaturen genossen wir unser vielseitiges Picknick, jeder wurde satt. Gestärkt und gut gelaunt ging es dann weiter. Ab und zu sah man schon den Neckar oder den gegenüberliegenden Dilsberg, sehr schöne Ausblicke. Über die Bligger Linde und 4 Burgen über Neckarsteinach (Schwalbennest, Hinterburg, Mittelburg und Vorderburg ) kamen wir dann im Hessischen Neckarsteinach an. Die ev. Kirche mit den Rittern an der Wand und dem Bligger wurde von einigen auch noch besichtigt wo Jürgen einiges darüber erzählen konnte. Dann sind wir mit der Weißen Flotte ab dem Schiffsanleger Neckarsteinach bei schönsten Sonnenschein auf dem Oberdeck nach Heidelberg mit schönen Aussichten auf den Dilsberg, Kloster Neustift und das Heidelberger Schloss über den Neckar angereist. Den Blick auf das Schloss konnten wir noch länger genießen, das Schleusentor ging nicht auf, so musste das Schiff wieder zurück und die andere Schleuse ansteuern. Am Schiffsanleger Heidelberg rumpelte es ein bisschen, als wir von Bord gingen, das Eisengeländer am Anleger war etwas verbogen. Durch die Altstadt von Heidelberg wurde dann der OEG Bahnhof am Bismarckplatz angesteuert und die Heimreise angetreten. Es war ein perfekter, sonniger Tag und wir danken Elisabeth und Jürgen Schneider für die schöne Wanderung. 14 Kilometer, 300 Höhenmeter zumeist bergab.

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Genusswanderungen in der Schweizer Bergwelt

Bergwanderwoche im Oberengadin vom 24.08.2019 bis 31.08.2019

Für den Singkreis unserer Sektion war im August eine Wanderwoche im schweizerischen Oberengadin in angesagt. La Punt, der auf 1.700 m gelegene Ort, ist ein idealer Ausgangspunkt für teilweise recht anspruchsvolle Bergwanderungen im landschaftlich so reizvollen rätoromanischen Teil der Eidgenossenschaft.
Das Gruppenhaus Rudigier, schon seit Jahren – sommers wie winters – unserer Sektion bekannt, war für die Singkreisler eine ausgezeichnete Herberge.

Trotz bescheidener Wetterprognosen konnten wir doch die Bergwelt bei strahlendem Sonnenschein genießen. Dabei galt es, aus dem von Organisator und Wanderleiter Walter Hebling zusammen gestellten Tourenangebot, das für einen dreiwöchigen Aufenthalt ausgereicht hätte, die Rosinen herauszupicken. 
Schon auf der Hinfahrt wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern durch den Besuch von Bergün und der Überquerung des Albula-Passes ein Erlebnis. 
Ebenso ging es von Pontresina, als Eingehtour, über den traumhaften Staz-See ins mondäne St. Moritz, dessen alter Kirchturm schiefer steht als sein weltberühmter Vetter in Pisa. Über die Bob-Bahn der Olympischen Winterspiele 1928 und 1948 ging es zurück zum Ausgangspunkt. 

Gruppe auf der Fuorcla Surley
Gruppe auf der Fuorcla Surley

Von Murtèl, der Mittelstation der Bergbahn auf den Piz Corwatsch, ging es anderntags zur Fuorcla Surley auf 2755m. Von dort genossen wir den Blick ins Roseg-Tal sowie auf die fast Viertausender Piz Morteratsch und Piz Roseg. Der Biancograt am Piz Bernina beeindruckt immer noch durch seine geschwungene Schärfe. Doch auch er hat – wie die Gletscher im Roseg-Tal – infolge des Klimawandels deutlich an Mächtigkeit und damit auch an weißer Pracht eingebüßt. Weiter ging’s in ständigem Auf und Ab zur Bergstation der Furtschella-Bahn, die uns zum stark „(Kite-) besurften“ Silvaplana-See hinabtrug. Diesem entlang führte der Weg zurück zur Talstation der Corwatsch-Bahn. Mehr als 23.000 Schritte zeigte die Bewegungs-App auf dem Smartphone für diese Tour an.

Blick von der Fuorcla Surley
Blick von der Fuorcla Surley

Der nächste Tag bestand in einem Abstecher ins italienisch-sprachige Bergell. Von Casaricc stiegen wir steil hinauf nach Roticcio und wanderten von dort – mit herrlichen Ausblicken und immerfort querenden Wasserläufen – auf dem Höhenweg nach Soglio, dem kastaniengesäumten Sonnenbalkon vor der Kulisse der Bergeller Berge. 

Der Morteratschgletscher und seine Zuflüsse sowie der Blick auf Diavolezza, Piz Bernina und Piz Palü, im „Festsaal der Alpen“, waren die optischen Attraktionen der Tour, die von der Bahnstation Morteratsch aus zur Boval-Hütte auf knapp 2.500 m unternommen wurde. 
Weniger anstrengende, aber gleichwohl landschaftlich reizvolle Touren führten das den Skilangläufern bekannte Val Fex, sowie den der Region ihren Namen gebenden Inn (rätoromanisch En) entlang. Ein neu angelegter Märchenweg begleitete uns vom schmucken Dörfchen Bever zur Alp Spinas; beim Vorlesen und Rezitieren der Geschichten und Gedichte wurden Kindheitserinnerungen wach. 
Eine weitere Tour, die vom Haus aus gestartet wurde, ging über das Dorf Madulein, dann auf dem Via Engiadina-Wanderweg über den Ort Zuoz nach Schanf. Dabei wurden die guterhaltenen Engadiner Häuser bewundert. Den Inn querend verlief der Wanderweg auf der gegenüberliegenden Seite zurück. 

Bergell
Bergell


Bei einem abendlichen Sgraffito-Spaziergang im La Punter Ortsteil Chamuesch ließen wir uns vom reformierten Pfarrer über diese Kratzgemälde und die in der gleichen Technik hergestellten Spruchweisheiten in rätoromanischer Sprache informieren, die an den Großteiles aus dem 17. Jahrhundert stammenden Engadiner Wohnhäusern angebracht sind. Hierbei erfuhr man viel über die oft von Heimweh geprägte, jedenfalls eher melancholische Engadiner Mentalität und die Besonderheiten des rätoromanischen Idioms, das – zum Stolz der Einheimischen – als einzige romanische Sprache über das „Ö“ und das „Ü“ verfügt.

Auf dem Rückweg in die Heimat ging mit dem Besuch des Städtchens Scuol im Unterengadin, der Überquerung des Flüela-Passes und der Fahrt entlang von Walensee und Zürichsee eine Bergwanderwoche zu Ende, die – dank der abendlichen Kochkünste der Gruppenteilnehmer – auch kulinarisch keine Wünsche offen ließ.

Heiner Bernhard

Bergwanderwoche mit dem Singtreff des Alpenvereins Weinheim

Berner Oberland vom 06.08.2016 bis 13.08.2016
Der Singkreis im Berner Oberland
Der Singkreis im Berner Oberland

Dem Alltag entfliehend brach eine Gruppe von neun Teilnehmern unter der kundigen Führung von Walter Hebling ins Berner Oberland auf. Das City Chalet in Interlaken am Aarekanal gelegen, zwischen Brienzer- und Thunersee war unser Domizil, von dem auf kurzen Wegen sowohl der Altstadtkern, aber auch das mondäne Interlaken mit den noblen Hotels zu erreichen war. 

Nachdem die Zimmer bezogen waren, folgte bei einem Kaffee eine nette Begrüßungsansprache vom Walter Hebling, ehe wir zum Rundgang durch Interlaken aufbrachen. Die Damen der Tourist Information geizten nicht mit Tipps und Anregungen. So konnten wir die vielen Tandem-Gleitschirmflieger, die bis zum späten Abend durch die frische Bergluft vom Harder Kulm mitten in die Stadt segelten, bewundern. Auffallend waren die vielen arabischen (viele Frauen total verschleiert) und asiatischen Touristen, die Interlaken bevölkerten. Aus etlichen Gasthäusern roch es nach orientalischen Gerichten, die auch gut mit Gästen gefüllt waren. 
Sonntag und Urlaub, ein gutes Gefühl!  



Die Zahnradbahn zum Harder Kulm brachte die Gruppe sonntags auf 1322m. Es lockt eine Aussichtsplattform mit freier Sicht auf Interlaken, den Thuner- und Brienzersee sowie ein grandioser Blick ins Lauterbrunnental, auf die Berge um das Dreigestirn aus Eiger, Mönch und Jungfrau.
Dem Trubel entrinnend, das Ziel vor Augen zog es uns entlang dem Harder-Grat, in Richtung Augstmatthorn 2137m. Immer wieder gibt der Wald den Blick nach Süden zum Brienzersee und die schnee- und eisbedeckte Bergwelt frei. Beim Abstieg nach Niederried erfuhren wir ein intensives Knie- und Oberschenkeltraining. Mit der Bahn ging es zurück nach Interlaken.

Am Montag zog es uns nach Grindelwald. Von Grindelwald-Grund 943m ging es per Kabinenseilbahn zum Männlichen 2227m. Ein stetiger Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau begleitete uns bis zur Kleinen Scheidegg. Weiter ging es bei strahlendem Sonnenschein zum Alpiglen 1615m. Nach einer Rast fuhr uns die Bahn zurück nach Grund. Die Stimmung war sehr gut, der Tag klang sanft aus.

Das Berner Oberland
Das Berner Oberland



Bei leichtem Regen am Dienstag besuchten wir das Simmental mit den schönsten Bauernhäuser. Viele reich verzierte repräsentative Holzhäuser konnten wir bestaunen. In Erlenbach ist die Kirche, deren Wände reich mit Fresken ausgestattet sind, zu erwähnen. Über Zweisimmen ging es nach Thun, deren Innenstadt einen Querschnitt durch Jahrhunderte Schweizer Architektur erlebbar macht.

Zwischen Meiringen und Innertkirchen befindet sich die Aare-Schlucht, die am folgenden Tag des Wetters wegen besucht wurde. Der Weg führt entlang an tosenden Passagen mit tiefen Einschnitten, die den harten Stein durchziehen. Hier wird die Wasserkraft erlebbar! Ein weiteres Ziel an diesem Tag war die Broch-Hütte im Roselauital, die bereits im Jahr 1991 eine Woche lang Weinheimer AV-ler für Bergtouren beherbergte.

Geplant war für den Donnerstag das Jungfraujoch auf 3445m. Doch wegen der hohen Kosten (180.-SFr), der vorherigen Anmeldung 2 Tage vor der Fahrt und mit einem Ansturm von bis zu 6000 Touristen rechnend, gaben wir den Plan auf. Dafür ging es bei Sonnenschein und moderater Temperatur ins hintere Lauterbrunnental. Eine Gondel brachte uns zur Station Gimmelwald, wo die Tour begann. Zunächst ging es abwärts ins Sefinental, um auf der anderen Bergseite den Aufstieg von über 600 Höhenmeter zum Tanzbödli zu bewältigen. Über der Baumgrenze stockte uns fast der Atem von dem überwältigenden Anblick der Bergkette des Berner Oberlandes. Viele bekannte und unbekannte Gipfel, beginnend im Osten bei der Jungfrau über Gletscherhorn, Grosshorn, dem Lauterbrunner Breithorn, Tschingelhorn bis hinüber zum Blümlisalphorn. Eine großartige Kulisse die jedes Bergsteigerherz höher schlagen lässt. Am Berggasthaus Untersteinberg war dann eine verdiente Rast, ehe der Abstieg nach Stechelberg begann. 

Die Abschlusstour führte zum Öchinensee . Von Kandersteg 1170m kann sowohl die Kabinenbahn als auch ein Wanderweg zum Öchinensee 1578m genommen werden. Da die Berge noch wolkenverhangen waren, wählten wir den Wanderweg um dann bei aufreißenden Wolken am See anzukommen. Eingebettet unter dem Blümlisalphorn, dem Frünten- und Doldenhorn liegt dieser See, der manchen Mutigen zum Schwimmen eingeladen hat. Entlang dem Ufer wanderten wir zur Hütte Unterbergli, wo wir bei Kaffee und Kuchen den Anblick der Berge genossen. 



Mit etwas Wehmut verlassen wir Interlaken um auf dem Heimweg einen Abstecher nach Bern zu machen. In der Innenstadt hielt der Wochenmarkt diverse Angebote bereit. Wohlgefüllte Auslagen der Geschäfte laden zum Shoppen ein. Den Abschluss der Woche bildete ein gemeinsames Abendessen teilweise mit Partnern in der Weinheimer Hausbrauerei. 
Es war eine gelungene sehr gut geführte Woche! Die Gruppe bedankte sich herzlich bei Walter Hebling und geht in freudiger Erwartung auf die nächste Tour auseinander.

Bernd Dietrich

Pfalzwanderung (07/2016)

– mit Marianne und Richard

14 Wanderer machten sich letzten Sonntag auf den Weg in die Pfalz nach Wachenheim. Wir trafen uns dann im Wachenheimer Tal am Parkplatz des Oppauer Hauses, ein Naturfreundehaus im Wald. Das Wetter war nicht zu kalt und nicht zu warm und vor allem nicht nass, also ideale Wanderbedingungen. Zuerst ging es am Mundharter Hof über Seebach mit seinem schönen Dorfplatz vorbei zum Flaggenturm, auch Kaffeemühlchen genannt. Hier wurde eine kurze Rast gemacht, der Turm wurde bestiegen und man hatte herrliche Ausblicke in die Weinpfalz, auf den Königsstuhl, in den Odenwald, den Kraichgau und den Schwarzwald. Vermutlich haben wir auch die Vogesen gesehen. Weiter ging es dann zur sogenannten Schneckennudel, ein Turm, wo man zigmal herumlaufen muß, ohne große Steigung bis man oben ist. Dieser Turm heißt Zeppelinturm, der Graf flog einen Tag vor seinem spektakulären Absturz, das Luftschiff fing Feuer und brannte aus, an diesem Turm noch vorbei. Beim Abstieg wählten dann manche den direkteren Weg und kletterten über die Geländer direkt nach unten. Im Naturfreundehaus „Grosses Eppental “ gab es dann auf der Terrasse Kaffee und Kuchen. Ab hier war nochmal ein langer Anstieg zu bewältigen. Dann ging es nur noch bergab, das Oppauer Haus war bald erreicht, hier wurde die Schlusseinkehr gehalten. Die Pfalz ist immer wieder schön. Wir dankten Marianne und Richard Rothermel für die schöne Wanderung. 17 Kilometer, 620 Höhenmeter.

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Im Land der Drachen, Nibelungen und Siegfriedbrunnen (04/2016)

– mit Roland Berger

Es gibt seit ein paar Jahren Drachenwege im Odenwald. Hatte den Drachen Fafnir ausgesucht, den wir in großen Teilen gefolgt sind. In Weinheim fuhren nur 4 Wanderer mit in den Odenwald nach Untermossau, dort kamen nochmal 11 Wanderwillige dazu. 2 davon sind bei regnerischen Wetter 17 Kilometer mit dem Rad angereist und bei gutem Wetter wieder zurück gefahren. Gestartet sind wir an der Daumsmühle, die Schirme und Regenkeeps konnten nach kurzer Zeit wieder im Rucksack verstaut werden. An den neuen Windrädern auf dem Geiersberg vorbei ging es dann hinunter zum Marbachstausee. Über die Staumauer ging es dann zu einer Hütte im Meisengrund. Die Mittagsrast wurde hier gehalten, mit den Jugendlichen, die hier zelteten hatten wir ein gutes Auskommen. Bei der Molkerei Hüttenthal wurde nochmals kurz pausiert, dann ging es über den Lindelbrunnen, (Der Siegfried und Hagen aus Edelstahl waren nicht mehr da, wir machten uns schon Sorgen, aber auf dem Bauhof auf dem Rückweg sahen wir die beiden dann wieder). Vom Lindelbrunnen erfolgte ein langer Anstieg zum Zigeunerstock. In der Daumsmühle wurde dann die Schlussrast gemacht. Wegen des doch dann guten Wanderwetter konnten wir die längere Strecke wählen. 19,3 Kilometer, 500 Höhenmeter.

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Im lothringischen Bitche auf historischen Spuren

– mit Walter Risse

Einmal im Jahr lädt uns Walter nach Lothringen (Frankreich) zu einer Wanderung ein. Wir waren schon öfter dort und hatten mehrfach die beeindruckende Festung in Bitche gesehen. Diese wollten wir uns auch mal ansehen, Walter entsprach unserem Wunsch. Mit 2 vollen Autos wurde über die A 6, Pirmasens nach Bitche gefahren. Es war eine Besichtigung in der Festungsanlage mit Zitadelle organisiert. Das Thema war hauptsächlich die Nutzung dieser riesigen Festungsanlage während des Krieges der Franzosen und der Deutschen im Jahr 1870/1871 mit dem bekannten Ausgang bei der Schlacht von Sedan, mit den Akteuren Wilhelm I, Bismark, Moltke,und Napoleon der III. Die Feste Bitche war eine Enklave, die lange durchhielt, anschaulich wurde in den verschiedenen Räumen der Festung das Leben der Soldaten mit Bild- und Filmanimationen dargestellt. Dies war sehr beeindruckend, viele Gegenstände wie Kanonen, Holzkarren, das große Rad aus Holz mit dem dicken Seil mit dem das Wasser aus dem Tiefbrunnen inmitten der Zitadelle hochgezogen wurde. Würde hier noch gerne fortfahren, der Bericht wäre aber dann zu lang. Anschließend baute Walter am Parkplatz ein Klapptischchen auf. Es kam hier die Frage auf, wo es den solche schönen Tisch-lein-deck-dich zu kaufen gibt. Die gibt es jedoch nur in Kombination mit einem Camping VW Bus. Es gab Zwiebelkuchen, den Walter mitgebracht hatte. Anschließend wurde zum Hasselfurther Weiher bei wechselhaftem Wetter gewandert und eingekehrt. Auf der Rückfahrt hat uns Walter noch in sein Ferienhaus eingeladen. Da wurde der Hefezopf von der Ursel verteilt. Auf der Rückfahrt besuchte eine Gruppe noch Weißenburg im Nordelsaß. Wir dankten Walter für gute Organisation. Bis nächstes Jahr dann wieder.

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Alpenverein 12 Tage am Golf von Neapel unterwegs

Steile Pfade und heiße Sole auf Ischia vom 05.04. bis 16.04.2016

Neununddreißig Mitglieder und Freunde des Singtreffs machten sich Anfang April in den Süden Italiens auf, in der Nase den Duft von Zitronenblüten und im Ohr das Lied von den Caprifischern…
Die Busfahrt nach Frankfurt zum Flugplatz wurde von strömendem Regen begleitet, so fiel der Abschied umso leichter. In Neapel zeigte sich Italien von seiner nachtgrauen Seite. In später Stunde war das Übersetzen nach Ischia nicht mehr möglich, erst am nächsten Morgen nach kurzer Übernachtung unweit des Vesuvs. Bei schönstem Sonnenschein brachte uns die Fähre von Pozzuoli aus nach Ischia.
In geschichtlicher Zeit siedelten hier zuerst die Griechen und nannten ihre neue Heimat die Affeninsel. Entstanden sein sollte sie einst im Kampf „um Sein oder Nichtsein“ zwischen dem Ungeheuer Typhon und dem Olympier Zeus. Diesem gelang es in letzter Not, seinen Widersacher unter einem gewaltigen Felsbrocken zu begraben. Dieser Brocken ist eben heute die Insel Ischia (nach anderen Quellen der griechischen Göttersagen der Ätna), unter der Typhon immer noch begraben liegt. Seine Tränen treten als Thermalwasser und Dampf zu Tage, die uns heute zu Heilung und Genuss dienen. 
Die Wirklichkeit sieht noch etwas ungemütlicher aus: Die Phlegräischen Felder stellen ein ganzes System plutonischer Aktivität dar auf einer Fläche von mehr als 150 Quadratkilometern und nehmen große Teile der Region am Golf von Neapel ein, damit standen wir auf einem der 20 Supervulkane der Erde. Vor nur achtzigtausend Jahren gab es einen gewaltigen Vulkanausbruch, mindestens 20 Kubikkilometer Tuff und Asche flogen damals in die Luft. Die nächste Zeit war von weiteren Ausbrüchen und einem Auf und Ab des Geländes geprägt, die zeitlich letzten Lavaflüsse fanden 1301 statt.

Ischia: Sonnenaufgang über dem Vesuv
Ischia: Sonnenaufgang über dem Vesuv

Wir dagegen machten es uns recht bequem in unserem schönen Hotel Le Querce eine Viertelstunde Fußweg entfernt vom Hafen des Hauptortes Ischia, mit Blick auf den Vesuv. Eine zweite Heimat fand so mancher unter uns im Schwimmbecken unserer Herberge mit seiner warmen Sole. Das mitteleuropäische Aprilwetter erreichte uns dann doch noch in Süditalien, somit herrschten gelegentlich frische Winde aus wechselnden Richtungen. Wie in der Vorsaison üblich, waren viele der Thermen mit ihrem ganzen Menü an Wässern in diversen unterschiedlichen Becken und Wärmestufen noch geschlossen und auch die kleinen Ausflugsschiffe in die Umgebung fuhren noch nicht. Für Abhilfe wurde trotzdem gesorgt. 


Walter Hebling hatte die Reise wieder einmal gründlich vorbereitet, und daher war ein dichtes und abwechslungsreiches Programm geboten. Geführt wurden wir abwechselnd sehr kenntnisreich und in hervorragender deutscher Sprache von Brigitte, Giovanna und Cecilia. 

Brigitte stellte uns gleich zu Anfang die schönsten Plätze rund um die Insel vor, hier hatten es uns besonders das idyllisch am Meer gelegene Sant‘ Angelo und das kleine Städtchen Forio angetan; tags darauf das Castello Aragonese bei Ischia Ponte, in alten und weiß Gott nicht immer heiteren Tagen Zuflucht und Wohnung in größten Nöten. Den bunten Kontrapunkt bildeten die Gärten der Lady Susana Walton mit ihrer subtropischen Blütenpracht, gleichsam eine genussvolle botanische Weltreise. Samstags fanden die Führungen von Brigitte ihren Abschluss mit dem Besuch des Archäologischen Museums, der Kirche Santa Restituta und des Giardino Ravino. 

Epoemo von Fario aus gesehen
Epoemo von Fario aus gesehen

Mit Giovanna dagegen ging es mit insgesamt drei Tagesausflügen hinaus in den italienischen Frühling. Die Wege und Pfade führten uns durch viele Landschaften von Ischia: Wälder, Weinberge und Gärten, immer wieder an herrlichen Panoramen entlang. Einfach zauberhaft die Blumenwelt mit Teppichen von Alpenveilchen, Glöckchenlauch, Traubenhyazinthen, Aronstab und dazwischen immer wieder die verschiedensten Orchideen. 
Zunächst erwanderten wir uns zusammen den Krater eines erloschenen Vulkanes (Fondo d‘ Oglio) mit immer noch dampfenden kleinen Erdschlünden, den Fumarolen. Die nächste Freilufttour ging ganz auf die Höhe des Monte Epomeo, der uns auf dem Weg nach unten noch ein paar mächtige Steinbrocken nachschmiss. Es polterte gewaltig und verfehlte uns knapp. Ein besonderes Vergnügen mit Giovanna war der Gang zu dem Weiler Piano Liguori hoch über der Steilküste inmitten von Gärten und Weinbergen, dort auch die Mittagsrast auf der Terrasse einer bäuerlichen Taverne. 
Auch ein Tagesausflug nach Capri durfte nicht fehlen, hier führte uns Cecilia. Seit dem römischen Kaiser Tiberius verkehrt hier die große Welt und die Touristen kommen zahlreich neugierig zum Zuschauen, die Idylle hat dabei das Nachsehen. 
Abgerundet wurden unsere schönen Tage mit einem Besuch der Poseidonthermen mit ihrem äußerst reichhaltigen Angebot. Wir alle haben uns mit und in der Gruppe, deren Mitglieder teilweise seit vielen Jahrzehnten miteinander verbunden sind, sehr wohl gefühlt und danken insbesondere Walter Hebling für die Organisation und für seinen nimmermüden Einsatz auch während der Reise. 

Arrivederci Ischia! 

Hans Schlabing


Von Neunkirchen zum Schloß Lichtenberg (03/2016)

– mit Christa und Hans Schlabing

21 Wanderer trafen sich bei schönem, aber kalten Wetter in Neunkirchen, ein Ort bei dem die Modau entspringt. Kurz vorher waren noch Landtagswahlen in BW.  Neunkirchen liegt auf 520 Hm, man konnte noch Schneereste sehen. Am Grünen Baum starteten wir mit der Wanderung über Lützelbach nach Kleinbieberau. Hier trafen wir noch auf eine Gruppe vom BUND, die sich zu Wanderführern ausbilden ließen. Dann weiter auf die nächste Höhe über Campingplatz und See nach Schloß Lichtenberg. im Innenhof des Schlosses wurde Mittagsrast gehalten. Das Schloß birgt ein Museum, ein Standesamt und einen großen Saal. Nach der Rast ging es über Altscheuer mit dem keltischen Ringwall der Heuneburg (siehe Bild) zum Steinkopf (455 Hm), einer imposanten Granitblockgruppe (wird als kleiner Bruder des Rimdidim bezeichnet), in der noch einige rumgeklettert sind. Anschließend war die Schlußrast im Grünen Baum in Neunkirchen. Wir dankten Christa und Hans für die schöne Wanderung.

Knapp 19 Kilometer und 600 Höhenmeter.

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Auf der Tromm und im Nibelungenland (02/2016)

– mit Ingrid Kober

An den beiden Treffpunkten in Weinheim und an der Nibelungenhalle in Grasellenbach fanden sich 30 Wanderwillige ein. Das Wetter war wie üblich schlecht gemeldet, aber wir konnten die Schirme stecken lassen. Von Grasellenbach ging es über den für die meisten unbekannten Rotsandsteinbruch mit seinen gewaltigen Ausmaßen über das bekannte Gasbachtal zur Weschnitzquelle. Von dort aus hätte man auch ohne Karte wieder nach Weinheim gefunden, die fließt über Weinheim nach Biblis in den Rhein. Über Hammelbach wurde dann die Tromm erreicht. Mitten im Wald besuchten wir dann den Bewohner eines Tippizeltes, der schon auf uns gewartet hatte. Er erklärte uns sehr nett, warum er hier auch im Winter lebt, was er dort macht und lud uns sogar in sein Zelt ein, wo er uns den aus Lehm selbstgebauten Ofen erklärte mit dem er heizt, kocht und backt. Ausführlich ging er auf jede Frage ein. Am Schardhof und am Naturfreundehaus Weinheim kamen wir vorbei und besuchten  dann den Mooswiesenhof. Christian, unser Mitwanderer hatte uns eingeladen. Der Hof war überdacht, Bänke mit Wolldecken und Tischen waren auch aufgestellt, ein Holzfeuer gab es, heiße Getränke gab es auch, um sich zu wärmen. Anschließend wurde noch die hofeigene Kapelle besichtigt. Wir dankten der Fam. Richter sehr für die Gastfreundschaft. Dem G2 folgend ging es dann durch Unterscharbach nach Wahlen. Die Gruppe teilte sich dann, die Hälfte ging gleich nach Grasellenbach ins Gasthaus Hagen, die andern machten noch eine Schleife über den Siegfriedbrunnen und kamen etwas später dann auch zur Schlussrast im Hagen an. Wir dankten Ingrid und Axel Kober für die abwechslungsreiche Wanderung im Nibelungenland.

18,5 km Gruppe 1, 20,5 km Gruppe 2,  405 Höhenmeter

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim