Im Juni führte Walter Risse wieder die Wandertour. 14 Sonntagswanderer fanden sich ein, 10 fuhren von Weinheim los, 4 kamen schon aus der Pfalz nach Stürzelbronn in Nordlothirngen zwischen Bitche, der Festung, die wir letztes Jahr besichtigt hatten und zwischen Lemberg. Bei gab erst mal einen Begrüßungsempfang. Dann ging es los durch den Wald zu den Bunkern. Diese Bunker entstanden aus dem kalten Krieg zwischen Nato und Ostblock zu vermeiden. Dort lagerten verschiedene Waffen auf deutschem Boden in der Hinterpfalz. Der Bunker war rund um die Uhr bewacht, mit Kommandozentrale im Turm. Das war einmal, und ist längst Geschichte. nach dem kalten Krieg wurden die Bunker leergeräumt und dem Verfall überlassen, Bunker sind halt Bunker und verfallen langsam. Nach Verpflengsrasten kehrten wir wieder nach Stürzelbronn zurück. Hier ließen wir uns es nochmal auf dem sonnigen Balkon von Walter gut gehen. Wir dankten Walter für die schöne Ausarbeitung, es waren 18 Kilometer und 300 Höhenmeter. Die Gruppe teilte sich dann, wir besichtigten dann noch das schöne Städtchen Wissembourg.
Roland Berger Wanderwart DAV Weinheim
Aprilwanderung 2017
Anfang April führte uns die Wanderung um das Sensbachtal hinter Beerfelden. Insgesamt trafen sich 26 Wanderer im „tiefen Odenwald“, das der nicht so tief ist, haben wir an den Höhenmetern gemerkt. Dieter Schütz hatte die Wanderung geplant und teilweise auch geführt nach seiner Hüftreha. Am Waldgasthaus Reußenkreuz ging es los, Richtung Salmshütte. Diese Wirtschaft ist geschlossen. Auf einer Anhöhe über Hebstahl wurde eine Hütte für die Mittagsrast gefunden. Das Wetter war gut und es blieb trocken. Die Ausblicke reichten zum Katzenbuckel und das langgezogene Sensbachtal. Nach einem längeren Aufstieg wurde der Sensbacher Höhenweg auf der anderen Seite des Tales erreicht. Der Friedhof in Obersensbach wurde auch überquert. Von einem exponierten Hügel hatte man nochmals schöne Blicke in den Odenwald. Dieter führte uns dann in die Holzerstube nach Obersensbach. Der Wirt und ein Gast haben uns dann mit Schifferklaviermusik und Gesang unterhalten, das hat gut gepasst. Wir dankten Dieter Schütz für die schöne Wanderung. Es waren knapp über 19 Kilometer und 530 Höhenmeter.
Roland Berger Wanderwart DAV Weinheim
Märzwanderung 2017
Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt, wir haben das nicht getan und sind um Winterkasten gewandert. Die Regie hatte Hans Schlabing, der wegen einer Knie OP nicht mitwandern konnte. Er hat mit vorher die Strecke gut erklärt, sodass Ingrid und ich die Wanderung März 17 führen konnten. Am Gasthaus Raupenstein in Winterkasten trafen sich 37 Wanderer bei sonnigem schönen Wetter. Es ging dann nach Süden zum Bismarckturm auf dem Lützelröder von Lindenfels. Die meisten besteigen den Turm und hatten eine schöne Aussicht. Steil bergab ging es dann zum Gehöft „Gesäß“ am Mergbach gelegen. Aus diesem Tal wieder hinauf durch das südliche Winterkasten Richtung Dengersmühle. Auf einer Anhöhe war eine Hütte mit einer schönen Wiese davor, hier wurde Mittagsrast gehalten. Man konnte auf das Gumpener Kreuz und sogar im Hintergrund den Weißen Stein sehen. Über das Buch gelangten wir zur Freiheit in Laudenau. Von dort ging es dann über den Weinweg zum Kaiserturm auf der Neunkircher Höhe. Etwas unterhalb ist die Gersprenz Quelle, diese liegt auf 568 hm und dürfte die höchstgelegene Quelle im Odenwald sein. Der Kaiserturm auf 605 hm wurde auch noch von einigen bestiegen, man konnte bis Frankfurt blicken. Über die Schleichhöhe ging es dann zur Schlusseinkehr ins Gasthaus Raupenstein. Hans war hier auch dazugekommen. Es war eine schöne Wanderung. Die Streckenlänge betrug 16,5 km, 613 Höhenmeter.
Roland Berger Wanderwart DAV Weinheim
Februarwanderung 2017
Die Februar Wanderung 2017 um Absteinach wurde von Ingrid und Axel Kober geführt. In Weinheim war der erste Treffpunkt, die meisten kamen dann am 2ten Treff in Siedelsbrunn dazu, insgesamt waren wir über 30 Teilnehmer bei schönem Wetter. An der Stiefelhütte vorbei ging es dann nach Unterabtsteinach zum Alla Hopp Spielpatz. Ingrids Chefin wohnt in der Nähe des Spielplatzes und versorgte die Gruppe großzügig mit Kaffee und Kuchen. Auch die Erwachsenen fanden großes Interesse auf dem Spielplatz mit seinen vielen Möglichkeiten, es gab Trampoline, Kletterfelsen, Schaukeln, Balancierwege, wir brachten die Wanderer fast nicht mehr von dem Spielplatz weg. Weiter ging es dann zum Teufelstein, durchs Löhrbacher Tal über Schnorrenbach hinauf zum Götzenstein. Oberhalb der Steinachquelle gelangten die Wanderer dann nach Siedelsbrunn, hier wurde im Morgenstern Schlussrast gehalten. Wir dankten für die schöne Wanderführung. Es waren 19 Kilometer und rund 500 Höhenmeter.
Roland Berger Wanderwart DAV Weinheim
Januarwanderung 2017
Die erste Wanderung des DAV im Neuen Jahr auf dem Blütenweg von Schriesheim nach Heidelberg mit Roland Berger im Januar 2017.
Mit der OEG fuhren wir nach Schriesheim, um dort unsere Wanderung zu starten. Mit 18 Wanderwilligen ging es dann durch die Altstadt von Schriesheim auf neuen Blütenweg unterhalb der Strahlenburg erstmal lange durch die Weinberge. Das Wetter war wesentlich besser wie vorausgesagt, und man hatte eine schöne Weitsicht in die Rheinebene. Den Höhenzug der Hornisgrinde, den Dom zu Speyer und viele weitere Objekte konnte man ausfindig machen. Unter der Schauenburg ging es dann durch den östlichen Teil von Dossenheim, dann an vielen Obstgärten Richtung Handschuhsheim. Eine kurze Rast wurde in der Gaststätte am Schützenhaus gehalten. Einige blieben auf der überdachten Terrasse und verpflegten sich aus dem Rucksack, andere wärmten sich drinnen auf. In Handschuhsheim ging es dann lange bergauf bis eine fast geschlossene Schneedecke kam. Die Sicht wechselte jetzt von der Rheinebene ins Neckartal, der Blütenweg wurde jetzt verlassen. Auf dem Bismarckturm konnte man die Altstadt und das Schloss von HD im verschneiten Zustand sehen. Über den Philosophenweg ging es dann zum Schlangenpfad (den wir aber wegen der Witterung nicht nutzten ) über die Hirschgasse hinunter und dann über die Schleusenbrücke zur Schlusseinkehr in die Kulturbrauerei wo wir gut bedient wurden. Durch die Altstadt von Heidelberg wurde dann zum Bismarckplatz geschlendert und mit der OEG zurückgefahren. Die Länge der Wanderung war 13,6 Kilometer und 390 Höhenmeter.
Roland Berger Wanderwart DAV Weinheim
Halbtagswanderung um Weinheim (12/2016)
– mit Gunter Ross
diesmal trafen sich 23 Mitwanderer erst um 11:00 am Parkplatz. Hinter dem OEG Bahnhof ging es über eine lange Treppe, die die wenigsten kannten, dann durch die Luppert Bauten in den Schlosspark hinein. Dann auf schönen Waldwegen ins Gorxheimer Tal mit Sicht auf die „gigantische Stützmauer“ den Buchklinger Weg hoch. An der Heinz Böhm Hütte über Buchklingen gab es eine Rast mit Gunters heißem Uso mit Honig und schönen Aussichten ins Weschnitztal. Auf dem schönen Höhenweg ging es dann über die Friedrichshütte Richtung Wachenburg. Der Abstieg von der Wachenburg zur Windeck war steil und mit viel Laub versehen. Die Wanderer vom DAV meisterten das gut. Von der Windeck ging es dann über die Schloßbergpassage in das traditionelle Gasthaus zum Rosengarten, hier wurde jeder fündig, und wir waren sehr zufrieden in der historischen Gastwirtschaft. Nach einem kurzen Jahresrückblick gingen einige noch über den Weihnachtsmarkt. Wir dankten Gunter Ross für diese Wanderung, die 12,7 Kilometer lang war und fast 400 Höhenmeter bewältigt wurden.
Wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest und ein Gutes Neues Jahr und wieder viele schöne Wanderungen 2017.
Roland Berger Wanderwart DAV Weinheim
Die weglose Wanderung mit Ziel (11/2016)
– mit Herbert Böhnisch
Am frühen Sonntag folgten 33 Wanderer dem Herbert auf seiner weglosen Wanderung. Das Wetter war gut. Am Möbel Jäger, dem 2ten Startpunkt ging es los, die Wanderung rund um Reisen. Wir streiften Hornbach, gingen über den Kisselbusch, der Weiler Schnorrenbach unterhalb des Götzensteins wurde auch durchwandert. Unterwegs wurden Rasten mit schönen Aussichten zum Hirschkopfturm, Saukopf, Wachenburg und Vierrittersturm gemacht. Jutta hatte wieder den beliebten selbergemachten Eierlikör dabei, andere Wanderfreunde verteilten auch Köstlichkeiten. Obwohl wir viel im Odenwald unterwegs sind, kannten wir viele Wege nicht, die uns der Herbert führte. Schön war das Steinhäusl über Hornbach, wo am Nikolaustag immer eine Wanderung zu diesem Steinhäusel stattfindet, die für Kinder sehr beeindruckend sein soll. Die Schlusseinkehr fand dann im Restaurant Athen in Birkenau statt. Wir dankten Herbert für seine immer wieder spannenden Wanderung in unserer Heimat. Es waren fast 19 Kilometer und 500 Höhenmeter, die von jedem gut bewältigt wurden.
Roland Berger Wanderwart DAV Weinheim
Im goldenen Oktober im Dahner Felsenland (10/2016)
– mit Ingrid und Manfred Nehrbass
Über 40 Wanderer machten sich am Sonntag früh auf, um an der Busfahrt zur Wanderung in der Pfalz teilzunehmen. Am Kurpark in Dahn teilten sich die Gruppen für eine große und eine mittlere Wanderung. Manfred führte die große, Ingrid die mittlere. Es ging dann aufwärts zum Soldatenfriedhof zum Hochstein, einer Rotsandsteinfelsenformation, wo man schöne Ausblicke auf den Pfälzer Wald hatte. Die Soldatenhütte, eine weitere Felsfomation mit Unterstand und Ausblick war sehr niedrig und nur für kleinere „Soldaten und Wanderer“ geeignet. Weiter ging es zur mächtigen Burgruine Altendahn, auch hier grandiose Ausblicke. Über den Sagenweg an Elwetritsche vorbei ging es durch den schönen Ort Erfweiler mit alten Fachwerkhäusern zum Winterkirchel. Bei einer kurzen Rast konnten hier sogar die Glocken mit einem Zugseil geläutet werden. Um den Sorgenberg wurde dann das Wanderheim 3 Eichen zur Mittagsrast aufgesucht. Einige konnten sogar noch im Freien sitzen. Manche ließen es nicht nehmen, den Hühnersteig (477,5 hm) über eine lange Leiter zu erklimmen. Die Sicht auf den Trifels, nach Frankreich und die umliegenden Felsformationen war beeindruckend. Der Ausklang des Tages fand im Hauensteiner Hof im Schuhdorf Hauenstein statt wo sich die Wanderer dann alle trafen. Wir dankten der Familie Nehrbass und dem Busfahrer für die gelungene Wanderung und Fahrt und freuen uns schon auf nächstes Jahr. 18,5 km und 650 Höhenmeter für die lange Tour, die kürzere um 10 Kilometer.
Roland Berger Wanderwart DAV Weinheim
Von Wilhelmsfeld im Odenwald bis Neckarsteinach am Neckar (09/2016)
– mit Jürgen Schneider
Um 30 Wanderer fanden sich an den verschiedenen Einstiegspunkten (ab Weinheim, Schriesheim und Wilhelmsfeld zusammen), um an der kulturellen Picknickwanderung teilzunehmen. An dem ersten Treffpunkt in Weinheim wurden die mitgebrachten Köstlichkeiten bei Christine ins Auto verladen und die Wanderer waren somit von schwerem Gepäck befreit. Dann galt es Gruppentickets zu lösen am Automat, aber das kriegten wir hin. Fahrkartenautomaten und sonstige sollten grundsätzlich nach Norden ausgerichtet werden, dann blendet nie die Sonne auf das Display, aber das wurde nie erkannt warum auch immer. Es ging mit OEG und Bus nach Wilhelmsfeld. Auf der angenehmen Wanderung ging es über den Pp langer Kirschbaum meist leicht bergab bis zur Sitzbuche, wo eine kleine Rast gehalten wurde. Für die Sektionsfahrt vom 29. Juli bis 5. August 2017 konnte hier etwas geworben werden. Am Rastplatz Münchel erwarteten uns schon Christine, Rose und Klaus die unser Essen schon auf den Tischen und Bänken verteilt hatten. Im schattigen Walde bei angenehmen Temperaturen genossen wir unser vielseitiges Picknick, jeder wurde satt. Gestärkt und gut gelaunt ging es dann weiter. Ab und zu sah man schon den Neckar oder den gegenüberliegenden Dilsberg, sehr schöne Ausblicke. Über die Bligger Linde und 4 Burgen über Neckarsteinach (Schwalbennest, Hinterburg, Mittelburg und Vorderburg ) kamen wir dann im Hessischen Neckarsteinach an. Die ev. Kirche mit den Rittern an der Wand und dem Bligger wurde von einigen auch noch besichtigt wo Jürgen einiges darüber erzählen konnte. Dann sind wir mit der Weißen Flotte ab dem Schiffsanleger Neckarsteinach bei schönsten Sonnenschein auf dem Oberdeck nach Heidelberg mit schönen Aussichten auf den Dilsberg, Kloster Neustift und das Heidelberger Schloss über den Neckar angereist. Den Blick auf das Schloss konnten wir noch länger genießen, das Schleusentor ging nicht auf, so musste das Schiff wieder zurück und die andere Schleuse ansteuern. Am Schiffsanleger Heidelberg rumpelte es ein bisschen, als wir von Bord gingen, das Eisengeländer am Anleger war etwas verbogen. Durch die Altstadt von Heidelberg wurde dann der OEG Bahnhof am Bismarckplatz angesteuert und die Heimreise angetreten. Es war ein perfekter, sonniger Tag und wir danken Elisabeth und Jürgen Schneider für die schöne Wanderung. 14 Kilometer, 300 Höhenmeter zumeist bergab.
Roland Berger Wanderwart DAV Weinheim
Genusswanderungen in der Schweizer Bergwelt
Bergwanderwoche im Oberengadin vom 24.08.2019 bis 31.08.2019
Für den Singkreis unserer Sektion war im August eine Wanderwoche im schweizerischen Oberengadin in angesagt. La Punt, der auf 1.700 m gelegene Ort, ist ein idealer Ausgangspunkt für teilweise recht anspruchsvolle Bergwanderungen im landschaftlich so reizvollen rätoromanischen Teil der Eidgenossenschaft. Das Gruppenhaus Rudigier, schon seit Jahren – sommers wie winters – unserer Sektion bekannt, war für die Singkreisler eine ausgezeichnete Herberge.
Trotz bescheidener Wetterprognosen konnten wir doch die Bergwelt bei strahlendem Sonnenschein genießen. Dabei galt es, aus dem von Organisator und Wanderleiter Walter Hebling zusammen gestellten Tourenangebot, das für einen dreiwöchigen Aufenthalt ausgereicht hätte, die Rosinen herauszupicken. Schon auf der Hinfahrt wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern durch den Besuch von Bergün und der Überquerung des Albula-Passes ein Erlebnis. Ebenso ging es von Pontresina, als Eingehtour, über den traumhaften Staz-See ins mondäne St. Moritz, dessen alter Kirchturm schiefer steht als sein weltberühmter Vetter in Pisa. Über die Bob-Bahn der Olympischen Winterspiele 1928 und 1948 ging es zurück zum Ausgangspunkt.
Gruppe auf der Fuorcla Surley
Von Murtèl, der Mittelstation der Bergbahn auf den Piz Corwatsch, ging es anderntags zur Fuorcla Surley auf 2755m. Von dort genossen wir den Blick ins Roseg-Tal sowie auf die fast Viertausender Piz Morteratsch und Piz Roseg. Der Biancograt am Piz Bernina beeindruckt immer noch durch seine geschwungene Schärfe. Doch auch er hat – wie die Gletscher im Roseg-Tal – infolge des Klimawandels deutlich an Mächtigkeit und damit auch an weißer Pracht eingebüßt. Weiter ging’s in ständigem Auf und Ab zur Bergstation der Furtschella-Bahn, die uns zum stark „(Kite-) besurften“ Silvaplana-See hinabtrug. Diesem entlang führte der Weg zurück zur Talstation der Corwatsch-Bahn. Mehr als 23.000 Schritte zeigte die Bewegungs-App auf dem Smartphone für diese Tour an.
Blick von der Fuorcla Surley
Der nächste Tag bestand in einem Abstecher ins italienisch-sprachige Bergell. Von Casaricc stiegen wir steil hinauf nach Roticcio und wanderten von dort – mit herrlichen Ausblicken und immerfort querenden Wasserläufen – auf dem Höhenweg nach Soglio, dem kastaniengesäumten Sonnenbalkon vor der Kulisse der Bergeller Berge.
Der Morteratschgletscher und seine Zuflüsse sowie der Blick auf Diavolezza, Piz Bernina und Piz Palü, im „Festsaal der Alpen“, waren die optischen Attraktionen der Tour, die von der Bahnstation Morteratsch aus zur Boval-Hütte auf knapp 2.500 m unternommen wurde. Weniger anstrengende, aber gleichwohl landschaftlich reizvolle Touren führten das den Skilangläufern bekannte Val Fex, sowie den der Region ihren Namen gebenden Inn (rätoromanisch En) entlang. Ein neu angelegter Märchenweg begleitete uns vom schmucken Dörfchen Bever zur Alp Spinas; beim Vorlesen und Rezitieren der Geschichten und Gedichte wurden Kindheitserinnerungen wach. Eine weitere Tour, die vom Haus aus gestartet wurde, ging über das Dorf Madulein, dann auf dem Via Engiadina-Wanderweg über den Ort Zuoz nach Schanf. Dabei wurden die guterhaltenen Engadiner Häuser bewundert. Den Inn querend verlief der Wanderweg auf der gegenüberliegenden Seite zurück.
Bergell
Bei einem abendlichen Sgraffito-Spaziergang im La Punter Ortsteil Chamuesch ließen wir uns vom reformierten Pfarrer über diese Kratzgemälde und die in der gleichen Technik hergestellten Spruchweisheiten in rätoromanischer Sprache informieren, die an den Großteiles aus dem 17. Jahrhundert stammenden Engadiner Wohnhäusern angebracht sind. Hierbei erfuhr man viel über die oft von Heimweh geprägte, jedenfalls eher melancholische Engadiner Mentalität und die Besonderheiten des rätoromanischen Idioms, das – zum Stolz der Einheimischen – als einzige romanische Sprache über das „Ö“ und das „Ü“ verfügt.
Auf dem Rückweg in die Heimat ging mit dem Besuch des Städtchens Scuol im Unterengadin, der Überquerung des Flüela-Passes und der Fahrt entlang von Walensee und Zürichsee eine Bergwanderwoche zu Ende, die – dank der abendlichen Kochkünste der Gruppenteilnehmer – auch kulinarisch keine Wünsche offen ließ.
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