Monatswanderung 19.10.25: Um Fürth und Lindenfels

1. Treffpunkt um 8:30 Uhr, Parkplatz Denn‘s BioMarkt,gegenüber dem Alten OEG-Bahnhof, Weinheim

2. Treffpunkt um 9:00 Uhr, Parkplatz Landgasthaus „Zum Schleenhof“, Ellenbacher Straße 35,

64658 Fürth/Ellenbach

Die Wanderung führt Ingrid Kober, Tel. 06207 9 202 02

Gäste sind sehr herzlich willkommen. Festes Schuhwerk ist nötig, Wanderstöcke sind empfehlenswert.

Länge ca. 15 km, Aufstieg/Abstieg 330 hm

Abschlusseinkehr: Landgasthaus „Zum Schleenhof“, Ellenbacher Straße 35, Fürth/Ellenbach, ca. 14:30 Uhr

Tourverlauf: Vom Startpunkt geht es am Friedhof vorbei, den Fürther Kunstweg entlang und nach Lindenfels hinauf. Durch den Drachenpark am Deutschen Drachenmuseum geht es weiter zur Burg, anschließend hinab nach Schlierbach und über den Gerichtspfad, durch Erlenbach und Linnenbach zurück zum Schleenhof. 

Highlights der Wanderung

Der Fürther Kunstweg ist ein Wanderweg, der hinter dem Friedhof, Flurbezeichnung „Linsenschüssel“, beginnt und nach Lindenfels führt. 2007 schufen, auf Initiative der Sparkassenstiftung Starkenburg, zehn Künstler unter den Augen der Öffentlichkeit die Kunstwerke, die auf der Wegstrecke zu sehen sind. Die Länge des Kunstweges beträgt
ca. 4 Kilometer. Die Odenwaldklubmarkierung für den Kunstweg ist ein rotes Quadrat.

Lindenfels, der heilklimatische Kurort, liegt im Süden Hessens und ist unter vielen Dörfern das einzige Städtchen im Vorderen Odenwald. Die Altstadt liegt in 350 Metern Höhe auf der Sattelfläche zwischen dem bewaldeten Schenkenberg (479 m) im Nordosten und einem Bergsporn mit der Burg Lindenfels (410 m) im Südwesten. 

Die Burg Lindenfels ist die Ruine einer mittelalterlichen Höhenburg. Sie ist die am frühesten erwähnte Burg im inneren Odenwald und war über Jahrhunderte hinweg als Adelsburg von Bedeutung.

Die Burg erhebt sich über das Dorf Schlierbach und bietet einen weiten Blick Richtung Süden in das Weschnitztal mit Fürth, Rimbach und der Tromm im Hintergrund.

Das Deutsche Drachenmuseum Lindenfels wurde im März 2010 im „Haus Baureneck“ in Lindenfels eingerichtet. Den Drachenmythosund die Vielfalt der Drachendarstellungen weltweit werden hier auf eindrucksvolle Weise dargestellt. Zwischen Drachenmuseum und Bürgerturm befindet sich der Drachengarten mit Drachenskulpturen. 

Die schlichten Grabstickel auf dem Kirchhof in Schlierbach sind eine Besonderheit im Odenwald.Totenbretter sind insbesondere noch im Südosten Deutschlands bekannt, im Bayrischen Wald und vor allem auch im Berchtesgadener Land. 

Grabsteinstickel sind einfache weiß lackierte Holzbretter. Der einzige Schmuck ist ein aufgemalter Blumentopf. Unter dem Spruch „Hier ruht in Frieden“ steht der Name, Herkunftsort und Todesjahr des Verstorbenen.

Gerichtspfad, ein schmaler Weg, der immer in der Nähe des Baches von Glattbach bis zum Gericht nach Fürth verläuft. Diese Bezeichnung stammt noch aus der Zeit, als die Bevölkerung zu Fuß zum Amtsgericht laufen musste.

Grußwort zum Jubiläum 40 Jahre Jakobswand und 20 Jahre Karolasteig

Liebe Mitglieder,

es ist mir eine große Freude – und auch eine gewisse Ehre –, Euch am 13. September 2025 begrüßen zu dürfen, an einem ganz besonderen Ort zu einem ganz besonderen Anlass: Spätsommerfest, 40 Jahre Jakobswand & 20 Jahre Karola-Klettersteig! Ein Festtag für unsere Sektion, für unseren Verein und für all diejenigen, die sich mit dem Alpenverein und seinen Werten verbunden fühlen: Gemeinschaft, Naturverbundenheit, Verantwortung und Abenteuerlust.

Was 1869 in München mit einer Handvoll Bergbegeisterter begann, ist heute eine der größten Bergsportorganisationen der Welt. Und wir hier in Weinheim sind stolz darauf, ein Teil dieser großartigen Bewegung zu sein. Unsere Sektion steht seit Jahrzehnten für gelebten Alpinismus – mit Wanderstiefeln, Kletterseil, Mountainbike oder Schneeschuhen. Aber auch mit Herz, Verstand und einem ausgeprägten Gemeinschaftssinn.

Vier Jahrzehnte ist es nun her, dass ein ehrgeiziges, mutiges und – ja, für damalige Verhältnisse fast schon visionäres – Projekt ins Leben gerufen wurde: eine eigene natürliche Kletterwand in einem alten Steinbruch in Weinheim! Zu einer Zeit, als Klettern und das Klettersteiggehen noch lange nicht den heutigen Stellenwert hatten.

Aber der Alpenverein – und insbesondere unsere Sektion Weinheim – hat damals schon gezeigt, wofür er steht: Pioniergeist, Gemeinschaftssinn und die Bereitschaft, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Und so entstand, mit viel Eigenleistung, handwerklichem Geschick und einer ordentlichen Portion Idealismus, die Jakobswand und vor zwei Jahrzehnten der Karola-Klettersteig mit dem Grad F, der als schwierigster seiner Art nördlich der Alpen gilt.

Für viele von uns war – und ist – die Jakobswand der erste Kontakt mit dem Klettern am Fels und dem Klettersteiggehen. Hier wurden und werden unzählige Routen ausprobiert und erlernt, Stürze gemeistert und Freundschaften geknüpft. Generationen von Kletternden haben an dieser Wand ihre ersten Schritte gemacht – im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Jakobswand und der Karola-Steig sind mehr als Fels, Stahlseile und Haken.
Sie sind ein Stück Vereinsgeschichte. Ein Symbol für unser Engagement, für unsere Freude an der Bewegung und für das Miteinander. Sie sind ein Ort, an dem Können gewachsen ist – aber auch Charakter. An dem unsere Mitglieder und Besucher Grenzen erfahren, Jugendliche Verantwortung übernehmen und Erwachsene den Alltag hinter sich lassen.

Und sie leben – dank der Menschen, die diese Wand und diesen Steig gebaut, gepflegt, ausgebaut und am Leben gehalten haben. Euch allen – den Initiatoren, den Erbauern, den Routenschraubern, den Übungsleitern, Wandeinsatz-Teams und Organisatoren – gilt unser besonderer Dank. Ohne Euch wären die Jakobswand und der Karola-Steig nicht das, was sie sind und was unsere Sektion weit über die Region hinaus bekannt gemacht haben.

Wir sind aus diesem Grund mehr als nur ein Verein für sportliche Aktivitäten. Wir sind eine Gemeinschaft von Menschen, die sich für den Schutz der Alpen und anderer Gebirgslandschaften einsetzen, die Kindern und Jugendlichen das Abenteuer Natur näherbringen, und die füreinander da sind – ob in unserem Kletterzentrum, auf der Hütte oder auf einem ausgesetzten Grat.

In 40 Jahren hat sich viel verändert. Das Material wurde modernisiert, die Sicherungstechniken weiterentwickelt, das Klettern wurde olympisch. Aber eines ist gleich geblieben: unsere Leidenschaft.

Ein besonderer Dank gilt deshalb auch allen Ehrenamtlichen – ohne Euch würde unser Vereinsleben nicht funktionieren. Ihr investiert Zeit, Energie und manchmal auch starke Nerven. Und dafür möchte ich – auch im Namen aller Mitglieder – ganz herzlich Danke sagen.

Die Zukunft der Jakobswand sieht gut aus: Sie bleibt ein wichtiger Bestandteil unseres Vereinslebens und sie bleibt ein Ort, an dem Neues entstehen kann – neue Kurse, neue Projekte, neue Begeisterung.

Wenn wir am 13. September 2025 feiern, dann feiern wir deshalb auch die Zukunft unserer Sektion. Die Zukunft, die in unseren Jugendgruppen wächst, in neuen Ideen für klimafreundliches Bergsteigen, in offenen Türen für alle, die Teil unserer Gemeinschaft sein wollen – ganz gleich ob Anfänger oder erfahrene Bergfexe.

Lasst uns also feiern – nicht nur 40 Jahre Jakobswand, sondern 40 Jahre gelebte Kletterkultur in Weinheim und 20 Jahre Karola-Steig. Lasst uns auf die Vergangenheit stolz sein, die Gegenwart genießen und mit Zuversicht in die Zukunft blicken und lasst uns gemeinsam weitergehen – mit festen Schritten, offenen Herzen und einem klaren Blick auf das, was uns wichtig ist. Auf viele weitere Gipfel – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne.

Hoch die Karabiner, Berg heil – ein herzliches „Happy Birthday“, liebe Jakobswand mit Karola-Steig und auf eine lebendige Zukunft unserer Sektion Weinheim!

Alexander Weber
Vorstandsvorsitzender

Jubiläum: 40 Jahre Jakobswand und 20 Jahre Karolasteig

Hier der vollständige Text des Artikels von Alex Wenner, der am 25.08. in der Zeitung (Weinheimer Nachrichten) erschien:

Anfang des 20. Jahrhunderts fanden bergbegeisterte Aktive zusammen, um Sektionen innerhalb des Alpenvereins zu gründen. Die Vereine machten sich zur Aufgabe, die von britischen und einheimischen Bergpionieren bereits angegangene Erschliessung des Alpenraumes im goldenen Zeitalter des Alpinismus, auf breiter Ebene weiterzuführen. Die Bergwelt wurde zugänglich gemacht. Zu diesem Zweck gründeten im Januar 1906 sechzehn Weinheimer die DAV Sektion Weinheim. Unter dem Vorsitz von August Walliser wurde der Grundstein für die später rege Vereinsarbeit gelegt.

Odenwaldwanderungen, Fahrten in die Alpen, Lichtbildervorträge und eine erste Bücherei mit Literatur zum Bergsteigen wurden organisiert. Treffen fanden im Cafe Rheingold statt. In den zwanziger Jahren ist der Alpenraum bereits erschlossen und weiterführende Ziele der Sektion Weinheim wurden neu formuliert. Erstmals warnt Professor Rohrschneider, der als Vorstand mehr als 25 Jahre den Verein prägte, vor den Gefahren der Übererschliessung des Alpenraumes, ökologische und geologische Erkenntnisse hatte man bereits vertieft.

Nach dem zweiten Weltkrieg suchte Anna Fischer, viele Jahre Schriftführerin des Vorstandes, frühere Mitglieder persönlich auf, um das Vereinsleben zu reaktivieren. Kletterausfahrten zum Hohenstein und in die Pfalz wurden ab 1955 organisiert. 233 Mitglieder zählt der Verein 1967.

Zeitsprung ins Jahr 1976. Ernst Henning übernimmt den Vorstandsposten. Mittlerweile zählt der Verein mehr als 1000 Mitglieder. Die folgende Ära wurde geprägt durch Innovationen, aber auch durch Herausforderungen. Der vom Schuster mit Manchon besohlte Schuh wich dem industriell gefertigten Kletterschuh. Mit verbesserter Hardware und modernen Trainingsmethoden wurde schwerer geklettert, das Freiklettern hielt Einzug in die Kletterwelt. Bergsteiger, Kletterer, Tourengeher, Wanderer, Senioren und Jugend unter einem Dach der Sektion, wurde zum Ort der Begegnung. Man traf sich mittlerweile im Hotel Karlsberg aufgrund der Räumlichkeiten. Ausbildungen zum Eisklettern & Bergsteigen, Kletterfahrten in die Alpen und nach Südamerika, aber auch Klettertreffs in Schriesheim hatten sich etabliert, allerdings war der nahe Steinbruch in „Schriese“ von einer Sperrung bedroht. Ernst suchte daraufhin um Weinheim nach einem passenden Gelände, um die Angebote des Vereins effektiv auszuüben.
Nach intensiven Verhandlungen gelang es Henning mit dem Bauunternehmen Hördt einen Pachtvertrag abzuschliessen im Birkenauer Tal, dessen Steinbruch nur noch als deren Lagerplatz genutzt wurde, die Steinbrucharbeiten waren eingestellt. Die Freude über den nun „eigenen“ Steinbruch mobilisierte viele Mitglieder zum Helfen. Hans Stumpf, der spätere Geländewart und Hans Walter engagierten sich und koordinierten die Einsätze an der Wand. Den ganzen Winter 1984 hindurch wurde das total verwilderte Areal aufgeräumt, abgeräumt, die alten Barracken der Steinbruchmitarbeiter abgerissen und neue Klettertouren eingebohrt. O-Ton Walter: „Wir saßen um das Feuer in den Pausen und an manchen Tagen erschienen Mitglieder, die ich vorher noch nie, und danach nie wieder gesehen habe“. Bereits im April 1985 konnte der Klettergarten eingeweiht werden bei einer grossen Eröffnungsfeier.

Der ehemalige Steinbruch erhielt den Namen Jakobswand, benannt nach dem Gründer des Bauunternehmens Hördt und erste Klettertouren wie der Touristenweg, eine Mehrseillängentour von Hans Walter konnte geklettert werden. 1986 wurde die heute stehende Jakobshütte in Angriff genommen. Ein Coup gelang Henning mit dem Kauf des angrenzenden Grundstücks: 1988 stürzte ein Teil der Begrenzungsmauer zur B38 ein. Henning: “ Für die Firma Hördt war das eine teure Überraschung“. Für den DAV Weinheim allerdings ein Glücksfall. Unter dem Druck der erheblichen Kosten entschloss sich die Firma Hördt zum Verkauf des gepachteten Grundstücks, das heutige DAV Kletterzentrum ist seitdem Eigentum des DAV.

Die folgenden Jahre galten der weiteren Gestaltung. Anfang 2000 kaufte der DAV weiteres Gelände, unter Leitung von Hans Henninger, den heutigen wichtigen Parkplatz am Eingang des DAV Kletterzentrums. 2025 zählt der Verein mehr als 3000 Mitglieder. Heute fühlt man sich unter der Jakobswand wie einem fantastisch schön angelegten Garten. Kletterer am neuen Kletterturm, der 2023 fertig gestellt wurde, an der Jakobswand und Klettersteiggeher genießen die Wand und jeden Sommer wird groß das Sommerfest des DAV gefeiert, 2025 wird es ein Spätsommerfest sein. Der im Juni geplante Termin musste wegen eines instabilen Blocks im Sektor Touristenweg an der Jakobswand verschoben werden. Die Felssicherungsmaßnahmen dauerten bis in den August an.

Der DAV Weinheim lädt Besucher, ob Kletterer oder Nicht-, zum Fest am Samstag, den 13.09. 2025 ein. Zwei Jubiläen gibt es zu feiern. 40 Jahre Jakobswand und 20 Jahre Karola-Steig, der als schwerster Klettersteig nördlich der Alpen gewertet wird. Los gehts um 12 Uhr, ein Programm wird es auch geben. Alle interessierten Besucher dürfen kostenlos auf dem Gelände der Jakobswand in der Birkenauer Talstrasse 99 in Weinheim klettern. Anfänger und Kinder werden von ehrenamtlichen Helfern beim Klettern am Turm oder in der Felswand betreut und angeleitet. Für das leibliche Wohl sorgen Mitglieder der Deutsch-Ukrainischen-Gesellschaft.

Bitte vormerken: Am 6. November 25 kommt der Extrem- und Profibergsteiger Ralf Dujmovits mit seinem Vortrag – Alle 14 Achtausender- 19:30 Uhr ins Moderne Theater nach Weinheim. Karten können bereits jetzt in der Geschäftsstelle des DAV und bei Diesbach Medien gekauft werden, als auch beim Sommerfest.

Text: Alex Wenner
Fotos: Hans Stumpf, Wolfgang Pluschke & Alex Wenner

Monatswanderung September am 07.09.

Heidelberg: Über den Philosophen-Weg auf den Heiligenberg – eine Rundwanderung mit vielen historisch interessanten Zwischenzielen

Treffpunkt um 9:00 Uhr, Parkplatz Denn‘s BioMarkt,gegenüber dem Alten OEG-Bahnhof, Weinheim

Um 9:13 Uhr fahren wir mit der OEG nach Heidelberg-Neuenheim, Haltestelle Brückenstraße. Bitte Fahrkarten individuell besorgen.

Abschlusseinkehr:  Ruderklub-Restaurant „Zum Achter“ in Heidelberg,

Neuenheimer Landstr. 3A, ca. 15:30 Uhr.

Die Wanderung führt Elisabeth Schneider, Tel. 0157 841 99 201.

Gäste sind sehr herzlich willkommen.

Länge ca. 16 km, Aufstieg/Abstieg 580 hm, Anforderung: mittelschwer, mehrere teils steilere Anstiege. Festes Schuhwerk ist nötig, Wanderstöcke sind empfehlenswert.

Tourverlauf: wir wandern auf dem Philosophenweg und dann ins Mausbachtal. Dort steigen wir zum Stickelsplatz hinauf. Weiterhin führt uns der Weg am Buchbrunnen und am Turnerbrunnen vorbei zum Zollstock hinauf. Über die interessante Höhepunkte Michaelskloster, Thingstätte und Heidenloch, gehen wir abwärts, um bei der Eichendorff-Anlage zurück zum Philosophenweg zu kommen. Auf bekanntem Weg gehen wir hinunter zur Neuenheimer Landstraße, wo wir im Restaurant des Ruderklubs zum Abschlussrast angemeldet sind.

Highlights der Wanderung:

Der Heiligenberg, 439 m hoher Berg, befindet sich am Westrand des Odenwaldes, in der Nähe von den beiden Heidelberger Stadtteilen Neuenheim und Handschuhsheim. Dank der exponierten Lage ermöglicht einen weiten Rundblick in die Umgebung. Der Heiligenberg ist nach dem auf der anderen Seite des Neckars stehenden Königstuhl (570,3 m) der niedrigere der beiden Hausberge Heidelbergs.

Der Heiligenberg war seit der Urgeschichte wiederholt ein menschlicher Siedlungsplatz: in der Eisenzeit als Ort einer keltischen Großsiedlung (Oppidum); in römischer Zeit als Standort eines Heiligtums. Im Frühmittelalter entstand auf dem Hauptgipfel ein Königshof. Diesem folgten später im Mittelalter zwei Klöster, das Michaelskloster und das auf dem Vorgipfel gelegene Stephanskloster. In der Neuzeit blieb der Heiligenberg weitgehend ungenutzt, abgesehen von der Zeit des Nationalsozialismus, als der NS-Staat die Thingstätte als ideologisch aufgeladenen Veranstaltungsplatz errichtete.

Das Michaelskloster auf dem Heidelberger Heiligenberg wurde als Filialkloster des Klosters Lorsch im 9. Jahrhundert an der Stelle einer alten Kultstätte gegründet. Von der im 16. Jahrhundert aufgegebenen Anlage sind Fundamentreste sowie zwei unterschiedlich hohe Türme erhalten.

Das Heidenloch ist ein 55 Meter tiefer historischer Schacht mit einem Durchmesser zwischen drei und vier Metern auf dem Heidelberger Heiligenberg. Er befindet sich wenige Meter westlich des Aussichtsturms an der Straße zum Heiligenberg. Der Schacht ist bereits seit der frühen Neuzeit eine häufig beschriebene Attraktion. Er war lange Zeit von einem Gewölbe übermauert und vergittert. 1936 wurde der Schacht geöffnet und von Mitarbeitern des Kurpfälzischen Museums erstmals eingehend erforscht. 1987 wurde eine Schutzhütte über dem freigelegten Schacht errichtet.

Arbeitseinsatz vom 26.07.

Nach Abschluss der Felssicherungsarbeiten konnte ein Team von vier Helfer*innen erstmals wieder zur Kontrolle in die Jakobswand abseilen und unter Anleitung von Wolfgang Pluschke die turnusmäßige Überprüfung vornehmen. Nun fehlt nur noch das Abschlussgutachten des Geologen, bevor der Fels wieder zum Klettern freigegeben werden kann.

Derweil kümmerten sich zwei weitere Teams um unseren Container, der eine dringende Überholung nötig hatte. Ein neuer Boden wurde verlegt, ein neuer Schreibtisch und ein neuer Schrank aufgebaut und das vorhandene Material, vor allem unsere Leih-Kletterschuhe, gesichtet, neu sortiert und bei Verschleiß auch ausgemustert.

Ein gutes Dutzend Helfer*innen waren im Einsatz und haben sich das gemeinsame Mittagessen auf der Terrasse der Jakobshütte redlich verdient.

In Kürze wird wieder ein Arbeitseinsatz stattfinden. Wenn der Termin und die Leitung des Einsatzes feststeht, erfolgt ein Helfer*innenaufruf.

Über Berg und Tal von Lörzenbach nach Kirschhausen und zurück

Der Juli – ein Monat zum Wandern

Am 13. Juli trafen sich in Fürth-Lörzenbach 14 Wanderfreunde zur Monatstour des DAV, geführt von Hans Schlabing.

Beim Start um halb zehn war es noch mäßig warm und gleich ging es 100 Meter hoch zur Vereinshütte des Odenwaldklubs Rimbach. Die Tage der Hütte sind leider gezählt, da das Grundstück nach dem Willen der Eigentümer wieder frei werden soll.

Jedenfalls war für die Gruppe hier der ideale Platz für eine erste Trinkpause, ein Gruppenbild und einen weiten Blick über das Weschnitztal und zur Tromm hin.

Nun ging es an der Rasthütte-Alzenau, Rimbach vorbei – die schon ihre ersten Gäste von wahrscheinlich noch vielen an diesem Tag begrüßte – in den dichten Wald um den Höhnberg und den Salzkopf.

In dem größeren Waldgebiet zwischen Albersbach und Sonderbach, mit dem Höhnberg (375 m) und der Salzkopf (390 m) als zentrale Erhebungen, genossen wir die Wanderung im Schatten der großen Bäume.

Gleich kam uns eine stolze Gruppe von über 40 Personen entgegen – die Turngemeinde Laudenbach, mit ihrem Vorsitzenden als Wanderführer. Es wurde herzlich gegrüßt, geplaudert und gelacht – in der Gruppe erkannten wir Bekannte und Freunde. Die Laudenbacher freuten sich schon auf die Alzenau, so ließen wir sie gehen und folgten unseren schmalen Pfaden an abwechslungsreich geformten Granitblöcken vorbei. Dabei mussten wir natürlich auch eine besonders beeindruckende Steingruppe bestaunen – echt beeindruckend!

Den Salzkopf bewunderten wir nur von unten, der Gipfel wäre nur weglos zu erreichen gewesen. Bald gab der E1 sich zu erkennen an den vielen Wanderern und Radfahrern, die hier unterwegs waren.

Auf einer kleinen, runden Bankengruppe – anscheinend von einer guten Fee für uns freigehalten – machten wir eine ausgiebige Pause.

Frisch gestärkt ging es auf dem Höhenweg K2 hinunter Richtung Kirschhausen. Auch dieser Weg ist bei Wanderern und Spaziergängern sehr beliebt und bietet interessante und schöne Ausblicke:

Links, im Süden, sieht man den großen Steinbruch der Firma Röhrig in Sonderbach – eher interessant als schön. Der Steinbruch arbeitet sich stetig zur Juhöhe hin vor und hat jüngst wieder eine Genehmigung zur Erweiterung bekommen. Wir schauten lieber wieder geradeaus zur Starkenburg. Links von ihr öffnet sich das schmale Tal des Stadtbaches hin zur Rheinebene und in der Ferne grüßt der Pfälzer Wald.

Nun winkte uns wieder das offene Gelände mit Streuobstwiesen und aufgelassenen Steinbrüchen, mittendrin Kirschhausen.

Die Häuser und auch die Kirche bezeugen die große Zeit des Granitabbaus, die übrigens noch nicht ganz vorüber ist.

Bald schon tauchten alte Bauernhöfe auf, oft liebevoll restauriert, richtig schön anzusehen. Es ging wieder bergauf durch die Hohl, und ja, es wurde auch wieder geschwitzt!

Ein leicht verschlungener Weg führte uns erst in den Wald und dann zum Steigkopf (340 m). Nach Wald-Erlenbach ging’s locker bergab und hier trafen wir auf den Scheuerbach, der so heißt, weil er aus Scheuerberg kommt, wo er Pfalzbach genannt wird. Wandelbar wie er ist, wird er bald zum Lörzenbach.

Dann wartete auf uns noch einmal eine ordentliche Steigung, aber zum Glück am Ortseingang von Mitlechtern machten wir eine erholsame Rast. So fiel der letzte Anstieg zum Heidebuckel vor Lörzenbach, der uns einen tollen Blick in drei Himmelsrichtungen bot (nur der Westen bleibt verborgen), nicht ganz so schwer.

Da sich das Wetter von „mäßig warm“ am Vormittag zu über 30 Grad am Mittag entwickelt hatte, waren alle schon voller Vorfreude auf die Abschlussrast.

Nach 16 Kilometern und 400 Höhenmetern kamen wir in der Gaststätte „Capriccio“ in Fürth-Lörzenbach an. Bei kühlen Getränken und leckeren Speisen ließen wir den Tag noch einmal Revue passieren. Die Gruppe bedankte sich herzlich bei Hans, unserem Wanderführer, für die tolle Vorbereitung und Leitung dieser abwechslungsreichen Tour.

HS.

Schnupperklettern der Begegnungsbrücke Weinheim e.V.

Am Freitag, den 18. Juli, nahmen neun Kinder und Jugendliche der Begegnungsbrücke Weinheim e.V. am Schnupperklettern in der Birkenauer Talstraße teil. Für viele war es das erste Mal an der Kletterwand – umso wichtiger war ein sensibler Umgang mit den Themen Höhe, Seiltechnik und Vertrauen in die Sichernden.

Nach einem ausführlichen Aufwärmen und ersten Tipps zum Klettern, Bouldern sowie allgemeinen Sicherheitsregeln wurden die Grundlagen der Kletter- und Sicherungstechnik demonstriert. Anschließend durften die Teilnehmenden selbst loslegen – zunächst nur bis auf etwa zwei Meter Höhe. Ziel war es, sich ins Seil zu setzen und so erste Ängste abzubauen sowie Vertrauen in das Material und die Sichernden zu gewinnen.

Dann ging es richtig los und alle kletterten mit großer Begeisterung – manche Kinder legten kaum Pausen ein! Eine Teilnehmerin schaffte es sogar ganze sechs Mal bis ganz nach oben – eine tolle Leistung! Als besonderes Highlight zeigte die DAV-Jugend, was ein Vorstieg ist oder was bei einem kontrollierten Sturz ins Seil passiert – sehr beeindruckend für alle Zuschauerinnen und Zuschauer.

Alle Beteiligten – Kinder, Betreuende und Eltern – waren sich einig: Das war ein großartiges Erlebnis und muss unbedingt wiederholt werden! Wer weitere Fotos oder ein kurzes Video vom Tag sehen möchte, findet diese auf der Webseite der Begegnungsbrücke.

Die Gesamtorganisation übernahm unser Jugendleiter Rainer Mutschler-Burghard, der an diesem Tag in doppelter Funktion aktiv war: Rainer ist auch Mitgründer der Begegnungsbrücke. Unterstützt wurde er tatkräftig von vier Jugendlichen der DAV-Jugend – Sascha, Alex, Lisa und Philipp – sowie seiner Frau Inga, die seitens der Begegnungsbrücke mithalf.

Ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer – das war spitze!

Ein Tag in der Natur bei 35 Grad

Eine Wanderung der DAV-Wandergruppe am 29.06.2025

Den Spruch „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung“ kennen wir alle. Er soll Menschen motivieren, auch bei kaltem oder regnerischem Wetter draußen in der Natur aktiv zu sein und nicht darauf zu verzichten.

Aber gibt es eigentlich eine ähnliche Redewendung für sehr warmes Wetter, so um die 35 Grad?

Ohne eine konkrete Antwort auf diese Frage zu suchen, trafen sich am Sonntag, den 29.06., neun Wanderinnen und Wanderer, um im Vorderen Odenwald auf dem „Panoramaweg Abtsteinach“ unter der Leitung von Gerd Bauer zu wandern.

Diese anspruchsvolle Tour, markiert mit „A1“ und teilweise „G9“, begann am Wanderparkplatz „Hardberg“ in der Nähe des buddhistischen Klosters Buddhas Weg und führte über fünf Erhebungen des Odenwaldes, die alle oberhalb von 500 m liegen.

Wie der Name „Panoramaweg“ schon sagt, bietet sich dem Wanderer hier ein unvergleichlicher Blick auf die weite Landschaft – grüne Wiesen und Täler mit den Ortschaften im Herzen, schattige Wälder und Erhebungen, die den Horizont umrahmen. Der Weg führte uns zu mehreren Aussichtspunkten, die die Möglichkeit boten, die Schönheit der Natur in vollen Zügen zu genießen.

Die Highlights dieser Wanderung, die wir bewundern konnten, waren schöne Pausenplätze, die auch als Kulissen für Erinnerungsfotos dienten.

Nach dem ersten Anstieg erreichten wir den Götzenstein, 522 m, mit seiner beeindruckenden Granit-Felsgruppe, die früher als keltische Kultstätte genutzt wurde.
Ein weiterer Abschnitt führte entlang der Götzensteinstraße auf dem Abtsteinacher Kunstweg, einem der insgesamt 25 Kunst- und Klangwege im Wirkungsgebiet der Sparkassenstiftung Starkenburg. Die zahlreichen Kunstwerke bilden in der Natur ein Open-Air-Museum der besonderen Art und laden Wanderer zum Verweilen und Genießen ein.
Der Kunstweg wurde im Jahr 2000 vom Bildhauer Martin Hintenlang aus Abtsteinach initiiert, der auch als künstlerischer Leiter fungierte und bei der Gestaltung der Kunstwerke mitwirkte.

Nach der Überquerung des Ortes Löhrbach gingen wir weiter zum „Teufelsstein“. Dieses Felsgebilde fällt durch eine Quarzkristallschicht auf, die sich wie ein Gürtel um den Felsen zieht. Dem Volksmund nach war einst der Teufel an diesen Stein gekettet; andere Deutungen sehen darin eine vorchristliche Kultstätte (Opfertisch). Das Erscheinungsbild des Teufelssteins ist jedoch eher das Ergebnis geologischer Umformungen und Verwitterungsprozesse, die seit Millionen von Jahren andauern.

Am Waldskopf, 538 m, und am Hohberg, 531 m, wanderten wir im Schatten des schönen Waldes in Richtung Unter-Abtsteinach. Eine willkommene Abkühlung in der neuromanischen Marienkapelle in dem Ort genossen wir in vollen Zügen, um anschließend wieder munter den Gipfel der Stiefelhöhe, 589 m, zu erklimmen.

An der Stiefelhütte vorbei erreichten wir wieder offenes Gelände und wanderten ein Stück auf dem „Glücksweg Siedelsbrunn“, einem zwei Kilometer langen Rundweg, der von der Ortsmitte aus an sieben Stationen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten den Besuchern Einblicke in verschiedene Bereiche der Natur bietet.

Von einer dieser Stationen – der Aussichtsplattform mit Blick nach Abtsteinach – konnten wir das weite Panorama genießen.

Nach einer kurzen Pause mit einem obligatorischen Gruppenfoto auf der Steinernen Bank am Hardberg, 531 m, mit schönem Blick ins Eiterbachtal, erreichten wir den Garten am Buddhas Weg und unseren Wanderparkplatz, wo die Tour endete.

Im Gasthaus „Goldener Bock“ in Ober-Abtsteinach angekommen, waren wir stolz, die Strecke gemeistert zu haben, und konnten die erfrischende Abkühlung nach der Wanderung umso mehr genießen.

Die Gruppe bedankte sich bei Wanderführer Gerd Bauer für die tolle Vorbereitung und Führung der Tour, die 16,5 km lang war und 400 Höhenmeter umfasste. Mit zahlreichen Highlights wird diese Wanderung den Teilnehmenden noch lange in Erinnerung bleiben.

Elisabeth Schneider

Sonne tanken!

Dank der Aktion „Mitgliedschaft mit Herz“ der Volksbank Kurpfalz konnten wir für unsere Mitglieder und Besucher*innen eine E-Bike Ladestation in Betrieb nehmen. Mitglieder und Förderer*innen konnten unserer Sektion über ein Onlineportal der Volksbank Herzen vergeben. Mit Erreichen der benötigten 2000 Herzen war die Finanzierung unseres Projekts gesichert und mit der Überweisung des Förderbetrags konnte die eigentliche Ladestation und das Material für die benötigte Überdachung angeschafft werden.

Am 05.07. hat unser Geländewart Joachim Glathe mit Unterstützung von Tommy Höbel dann den Aufbau der Station und den Anschluss ans Stromnetz vorgenommen.

Es stehen zwei Ladepunkte für die gängigen E-Bike-Ladesysteme zur Verfügung. Ebenso sind noch zwei zusätzliche Schuko-Steckdosen vorhanden, um mitgebrachte eigene Ladegeräte anzuschließen. Der Strom stammt aus eigener Produktion (unserer Solaranlage auf dem Dach der Geschäftsstelle), das Aufladen ist kostenlos.

Die Erreichung der DAV Klimaziele liegt uns am Herzen. Vielleicht trägt die kostenlose Lademöglichkeit dazu bei, zukünftig öfter mal mit dem E-Bike zum Klettern oder den anderen Veranstaltungen in unserem Sektionszentrum zu kommen, auch wenn die Anfahrt etwas weiter ist.

Invasives Gras bedroht Artenvielfalt an der Böschung

Habt Ihr schon einmal einen Blick auf die Böschung am Parkplatz geworfen? Dort wurde vor drei Jahren eine naturnahe Hecke als Ausgleichsfläche für den Turm angelegt. Vielleicht ist Euch dabei aufgefallen, dass sich dort ein Gras sehr wohl fühlt.

Wieder sind kaum zwei Wochen nach dem letzten Abmähen vergangen und Sorghum halepense, eine wilde Hirseart, genannt auch das „Johnsongras“, steht fast mannshoch. Das invasive Gras aus Afrika fühlt sich bei uns wohl, auch wegen der Klimaerwärmung.  Es ist trockenresistent und wärmeliebend. Einzig und allein Kälte, also längere Frostperioden, können es eindämmen, aber die gibt es bei uns leider nur noch sehr selten. In der Landwirtschaft ist die Art ein gefürchtetes Unkraut, das im Wachstum selbst den Mais überholen kann. Auf den ersten Blick sieht das Gras recht hübsch aus, nur wenn wir es nicht eingrenzen würden, wäre bald die gesamte Böschung damit besiedelt.

Das bestätigt auch die Recherche im Internet. Auf Infoflora.ch. findet man beispielsweise folgendes über die wilde Hirseart:

Die hohe Biomasseproduktion, die Absonderung von Substanzen, die die Entwicklung benachbarter Pflanzen hemmen (wie Sorgoleon und Durrin) und der Wasser- und Nährstoffentzug aus dem Boden machen sie zu einer sehr konkurrenzstarken Art. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass sie eine Bedrohung für einheimische Arten, insbesondere Pionierarten der frühen ökologischen Sukzession, darstellt

Die „frühe ökologische Sukzession“ findet auch bei uns an der Böschung statt. Neben den gepflanzten Sträuchern und Stauden wie Weißdorn, Holunder, Kornelkirsche, Pfaffenhütchen, Thymian, Schafgarbe, Lavendel, Ginster, usw. wachsen dort auch sogenannte Pionierpflanzen wie die mehlige Königskerze, die Ackerkratzdistel, die Nachtkerze, die gerade gelb blüht (Knospen und Blüten sind essbar), das Johanniskraut, der Wasserdost mit den roten Blüten und viele mehr. Sie alle sind typische Pflanzen von sonnigen Böschungen und wichtig für unsere Insekten.

Um diese Artenvielfalt zu erhalten, versuchen wir mit mehreren Mitteln, die wilde Hirse einzudämmen: Ausreißen, Abmähen und Folie, auch wenn es manchmal wie eine Sisyphosarbeit aussieht.