Nibelungenwanderung

Diesmal trafen sich 17 Wanderfreunde an der Nibelungenhalle in Grasellenbach bei den Kunstwerken Siegfried und Hagen. Ingrid Kober führte uns durchs Gasbachtal nach Hammelbach. Eine kurze Rast gab es an der Weschnitzquelle. Die Weschnitz fließt bei Biblis in den Rhein. Der Wind blies ordentlich auf den offenen Höhen, geregnet hat dafür nicht. Der Klangweg konnte gut erlebt werden, weil der Wind ordentlich in die Klangkörper pfiff und einige Instrumente wurden von den Wanderern auch bespielt.  Der Eselsstein wurde umwandert. Hier lagen dank „Sabine“ mächtige Fichten im Wege, die umgangen werden mussten. Ein Seil konnte für manche als Gehhilfe eingesetzt werden. Unser Mittagsziel Alt-Lechtern wurde erreicht, man konnte sich für den Weitermarsch gut stärken. Es ging dann nochmal durch Hammelbach am Friedhof vorbei – in den Stützmauern sind Nischen eingelassen, welche früher als Gefängnis dienten. Hier steht auf einer Tafel „Oben die Toten – unten die Lebenden“. Dann kamen wir durch Litzelbach und über eine Waldschleife wurde Grasellenbach erreicht. Eine Delegation vom WSV Neustadt wanderte auch mit. Im Cafe Gassbachtal gab es noch guten Kuchen. Wir dankten Ingrid und Axel Kober für die abwechslungsreiche Wanderung, Es waren 18 Kilometer und knapp 400 Höhenmeter.

Roland Berger

                        Roland Berger ,

Leider keine öffentlichen Veranstaltungen im Jahr 2020

Anfang März waren wir mitten in den Vorbereitungen für den Saisonstart „Anklettern“ auf unserem Klettergelände, als auch uns die Auswirkungen der Veranstaltungsverbote im Zuge der Covid19-Pandemie trafen. Das Anklettern fiel aus und den Kletterbetrieb haben wir überhaupt erst am 18. Mai aufnehmen können, wie alle mit weitreichenden Beschränkungen.

Wir haben im Kreis des Vorstandes und der KAGRU lange überlegt, ob und wie wir den „Tag der offenen Tür“ veranstalten könnten. Und letztlich entschieden, diesen auch ausfallen zu lassen. Mit all den Beschränkungen, kein Kuchen-Buffet, Abstandsregeln, etc… wäre das keine entspannte Veranstaltung geworden, wie wir sie kennen. Im Zuge dieser Überlegungen sind wir auch zu dem Schluss gekommen, das „Abklettern“ auch abzusagen. Das heißt, dieses Jahr wird es leider keine der sonst üblichen Veranstaltungen auf unserem Klettergelände geben. Das ist sehr schade, aber in Anbetracht der aktuellen Situation sehen wir uns als Verein auch in der Verantwortung uns und unsere Mitmenschen vor den Infektionsrisiken von öffentlichen Veranstaltungen zu schützen.

Sanierungsarbeiten am Hennes-Steig
Sanierungsarbeiten am Hennes-Steig

Die Zeit des eingeschränkten Kletterbetriebs nutzen wir zur Sanierung unseres Klettersteigs, so dass ihr alle euch auf einen neu gestalteten und den aktuellen Sicherheitsbestimmungen entsprechenden Klettersteig freuen könnt. Dieser wird auch ein paar Möglichkeiten mehr für Anfänger bieten.

Nächstes Jahr hoffen wir auf eine allgemein bessere Lage, was die Pandemie angeht, so dass wir dann 2021 wieder feiern können und dürfen!

Keine Ausbildungsveranstaltungen bis mindestens Ende Mai

Wegen der weiter bestehenden Auflagen zum Infektionsschutz sind die Ausbildungsveranstaltungen nicht wie geplant durchführbar. Wann und wie nach zukünftigen Lockerungen wieder Ausbildungstermine durchgeführt können, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau gesagt werden, da jede einzelne Veranstaltung hinsichtlich der Umsetzungsmöglichkeit der Hygiene- und Kontaktvorschriften überprüft wird.
Wir bitten um Geduld und Verständnis und hoffen, bald wieder Schritt für Schritt zum normalen Ausbildungsbetrieb zurückkehren zu können.

März- Wanderung um Birkenau

Die März- Wanderung um Birkenau vor zwei Wochen durfte noch stattfinden. 27 Wanderfreunde waren dabei. Hans Schlabing führte diese abwechslungsreiche Tour um seine Heimat. Los ging es am Bahnhof von Reisen durch Hornbach an dem schönen bemalten Fachwerkhaus vorbei. Am Friedhof, mit kurzer Rast wurde dann das Steinhäusel erreicht. Das liegt hoch droben und ab Hornbach wird immer um den Nikolaustag dort mit Kindern und einer großen Schar hinaufgewandert. Hinunter ging es über das Kallstädter Tal am Lammershof vorbei. Dann wieder ordentlich hinauf nach Buchklingen. Auch hier wurde eine Rast gemacht auf den Bänken vor dem Friedhof in Buchklingen. Die Aussicht von dort ist genial über den nahen Odenwald und in die Rheinebene. Über das untere Kallstdadt wurde dann die Friedrichshütte erreicht. Die liegt zwischen Weinheim und Buchklingen und bietet Platz für viele Wanderer, In Birkanau wurden die Weschnitz und die Bahn an der Sonnbergschule überquert, dann der Saukopftunnel, dann wurde es etwas geländegängig über eine große Wiese und über Niederliebersbach wurde dann Reisen erreicht. Birkenau und die Ortsteile haben wir gesehen, viele Wege kannten wir nicht. Die Schlusseinkehr war im Jägerstübchen, man konnte schon draußen sitzen. Wir dankten Hans für die schöne Wanderung. Es waren um 17 Kilometer und 530 Höhenmeter. Aus bekannten Gründen kann die April Wanderung nicht stattfinden. Hoffentlich geht es bald weiter mit dem gesellschaftlichen Leben.

Roland Berger

                        Roland Berger ,

Januarwanderung (01/2020)

Ein neues Wanderjahr hat am 12. Jan. 2020 begonnen. Heidrun und Günter Hackspacher führten 20 Wanderer von der Bergstraße hinauf in den Odenwald. Einige neue Wanderfreunde hatten sich auch dazugesellt. Zwischen Dossenheim und Handschuhsheim am Parkplatz des Hellenbachsteinbruchs wurde über den Turnerbrunnen zum Schlossblick am Zollstock gewandert. Bei der kurzen Rast hatte man einen schönen Ausblick auf Heidelberg und das Schloss. An der Holdermannseiche vorbei ging es dann weiter zum „Weißen Stein“. Der Turm des OWK war eingerüstet und konnte nicht bestiegen werden. Die große Gaststätte war sehr gut besucht, an verschieden Tischen konnte man sich dazusetzen und sich von dem langen Aufstieg etwas stärken. Einige Hartgesottene blieben draußen. Auf dem Rückweg ging es dann fast nur bergab. Zuerst dem gelben Kreuz entlang, viele Mountainbike- Fahrern begegneten uns. Dann ein Stück Burgensteig und über den Do3 Weg am 3 Eichen Brunnen vorbei gelangten wir wieder an den Hellenbachsteinbruch. Die Schlusseinkehr führte dann ins nahegelegene Schützenhaus. Das Wetter bleib trocken, am Ende der Wanderung hat man sogar die Sonne gesehen. Es waren 13 Kilometer und knapp 500 Höhenmeter. Der Dank ging an Heidrun und Günter für Vorbereitung und Ausführung der gelungenen Januarwanderung.

Roland Berger

                        Roland Berger ,

Jahresabschlusswanderung 2019

Am 8. Dez. 19 war die Jahresabschlusswanderung. Diese wurde von Gunter Ross geführt. Heute hatten wir keine Anfahrt zum Wanderziel, die14 Wanderer trafen sich in Weinheim und gingen durch die Nordstadt den Vogesenweg zur Rentnerhütte. Hier konnte man die Ausläufer des Schwarzwaldes erkennen. Über einen etwas steileren Weg konnte der Hirschkopfturm erreicht werden. Hier wurde eine Rast gemacht und der eine oder andere lies es sich nicht nehmen, den Hirschkopf zu besteigen. Man wurde mit schönen Aussichten belohnt. Gunter schenkte ein leckeres Heißgetränk aus. Hinunter ging es dann oberhalb das DAV Geländes am ehem. Talbahnhof vorbei über die Weschnitz, die Hauptstraße hoch zum Dürreplatz. Im Hellas wurde Der Abschluss gemacht. Hier wurden wir schon von 6 Wanderfreunden erwartet, die nicht mitwandern konnten. Es waren 9,5 Kilometer und 270 Höhenmeter. Wir dankten Gunter für die schöne Wanderung.

Roland Berger

                        Roland Berger ,

Thomas Huber: STEIN ZEIT

Thomas Huber
Thomas Huber

Thomas Huber, der ältere der beiden „Hubabuam“ war am 14. November 2019 mit seinem aktuellen Multivisions-Vortrag „STEIN ZEIT“ im Rolf-Engelbrecht-Haus in Weinheim. Bereits 2014 begeisterte er dort mit „Sehnsucht Torre“ und auch fünf Jahre später hatte er wieder viele spannende Bilder und Geschichten aus seinem bewegten Kletterer-Leben zu bieten.

In schon gewohnt unterhaltsamer Art präsentierte er begeisternde Bilder und kurze Videos und signierte in der Pause alles, was unter seinen Stift kam, z.B. auch Kletterhelme. Für Getränke sorgte unser eingespieltes Team vom Verein und so hatten alle einen unterhaltsamen Abend.

Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren:
HORST RIEDE – Augenoptik & Hörakustik // Weinheim, Hemsbach, Birkenau
MONTANA – Bergsport, Wandern, Freizeit // Hauptstrasse 89, Weinheim
STADTWERKE WEINHEIM
 – So nah – so gut. // Breitwieserweg 5, Weinheim

Rund um das Schlierbachtal (11/2019)

Rund um das Schlierbachtal führte am 10. Nov. 19 Hans Schlabing die Wanderung. Gestartet wurde in Eulsbach, zwischen Lindenfels und Fürth gelegen. 15 Wanderer fanden sich ein. Es ging über einen alten Weg direkt hinauf  nach Lindenfels und über den Bismarckturm Richtung Winterkasten. Über den Mergbach wurde der Raupenstein  (545 hm) erreicht.  Auf der Schleichhöhe wurde Rast gemacht. Oberhalb von Kolmbach dann über ein kleines Felsenmeer an Glattbach vorbei. Weiter über Breitenwiesen hinauf zur Mathildenruhe (542 hm) mit kurzer Rast. Von dieser Hütte, kurz unter dem Krehberg gelegen, hat man Aussichten auf die Neunkircher Höhe. Der Weg führte dann teilweise über den HW 13 (blauer Strich) zurück nach Eulsbach. Die Schlusseinkehr wurde dann im Schleenhof in Fürth gehalten. Das Wetter war sonnig und gut, von den Nebelschwaden, die man in der Ferne sehen konnte, blieben wir verschont. Es war eine sehr schöne Herbstwanderung mit bunten Laubfärbungen. Es waren 16 km und 600 Höhenmeter. Dank nochmal an Hans Schlabing für diese abwechslungsreiche Wanderung.

Roland Berger

                        Roland Berger ,

Sonntagswanderung Odenwald

Am 22. Sept. 19 fand die Sonntagswanderung im tiefen Odenwald ab Kirch-Brombach statt. 13 Mitwanderer fanden  sich auf dem Parkplatz am Freibad ein, der befreundete Verein vom WSV Breuberg war hier in der Überzahl. Da ich mit dem WSV aus dem östlichen Odenwald auch öfter mitwandere, habe ich diesmal nach Kirchbrombach bei Erbach eingeladen, damit es der WSV nicht so weit hat. Es ging über den Golfplatz und über die Kreuzung Spreng wurde der Kessel des weissen Sandsteinbruchs erreicht, wo schon sehr lange nichts mehr abgebaut wird. U.a. der Bahnhof in Erbach und verschiedene Gebäude in der näheren Umgebung wuden hier aus diesem Material in vergangenen Zeiten errichtet. Einige Wanderer stiegen einen steilen Weg aus dem Kessel und auf dem Wanderweg zum Vierstöck traf man sich wieder. Früher wurde hier auch Erz abgebaut, ein Stück folgten wir dem Goe Naturpark Weg. Die uralte Linde am Totenkirchlein (1681) war unser nächstes Ziel. Hinunter ging es dann ins Tal bei Oberkainsbach um den steilen Weg zur Burgruine Schnellerts zu gehen. Diese Burgruine ist seit über 700 Jahren zerstört, aber als Rastplatz für Wanderer schön hergerichtet. Es gibt hier eine Sage von Krieg und Frieden – Ruine Rodenstein und Ruine Schnellerts.
Mit schönen Aussichten auf die Taunus- und Spessarthöhen wurde dann der Höhenort Böllstein erreicht. Weiter ging es zum Gasthaus zum Felsen mit dem schönen Biergarten zur Schlussrast. Bei gutem, sonnigen Wetter wurde der Ausgangspunkt der Rundwanderung erreicht. 19 km, 500 hm

Roland Berger

                        Roland Berger ,

Verwall-Durchquerung

August 2019

Verwalldurchquerung vom 04.08.2019 bis 09.08.2019

Am Gipfel des Hohen Rifflers - 3168m
Am Gipfel des Hohen Rifflers – 3168m

Am 4. August 2019 trafen sich Hans Henninger, Dietrich Hinkeldey, Oliver Mitsch und Grit Fischer (ich) am Parkplatz in Kappl, um sich zu einer 6-tägigen Verwalldurchquerung aufzumachen.
Hans radelte vom Stubai nach Kappl, Dietrich reiste von München an, Oliver und ich fuhren gemeinsam mit dem Auto direkt von Heppenheim / Gernsheim los. Oliver war so nett und holte mich um 04:20 Uhr in Gernsheim ab. Jetzt konnte es losgehen. Wir hatten überhaupt keinen Stau. Unglaublich! So schafften wir es, pünktlich um 10 Uhr am vereinbarten Treffpunkt in Kappl zu sein. Hans und Dietrich waren schon da. Jeder packte noch etwas um, dann stiefelten wir auch schon los. Die 1. Etappe fuhren wir mit der Bergbahn von Kappl zur Dias Alpe hoch. Ab dann ging es nur noch zu Fuß. Unsere 1. Etappe für heute war die Edmund-Graf-Hütte. Diese erreichten wir bei herrlichem Sonnenschein. Auf dem Weg dorthin, bekamen wir einige Steinböcke zu Gesicht. Natürlich wurden die Kameras gezückt. Die Hütte war total voll, aber alle waren guter Stimmung. Am Nachmittag merkte ich, wie die Müdigkeit mich überkam. Auf einem Felsen neben der Hütte machte ich es mir bequem. Bei Olli kam dieser „Tote Punkt“ erst später. Am Abend, wir saßen gerade beim Abendessen, wurde noch ein Einsatz von der Flugrettung geflogen. Viele gingen vor die Hütte oder drückten zumindest ihre Nasen an der Fensterscheibe platt. Nach dem Abendessen, kam die Frage auf: „Und Grit, spielst Du Karten, kannst Du Skat. Und ich: „Naja, schon eine ganze Weile nicht mehr gespielt.“ Das sollte sich jetzt ändern.
Der nächste Tag führte uns zur Niederelbehütte. Wir ließen zunächst die Rucksäcke (bis auf Hans und Oliver – leichter Rucksack) noch auf der Hütte und bestiegen den Hohen Riffler. Wir waren die Zweiten, die am 05.08.2019 oben waren. Vor uns war nur ein einzelner Berggeher. Als wir noch im Aufstieg befindlich waren, kam uns ein weiterer einzelner Wanderer entgegen, der seinen Aufstiegsversuch abgebrochen hatte, weil es ihm zu glatt war. Zwischenzeitlich mussten wir einen kleinen Regenschauer über uns ergehen lassen. Das war es dann aber auch. Das Blockgelände war zwar feucht und ein bisschen glatt, aber trotzdem gut machbar. Gegen 09:40 Uhr waren wir auf dem Südgipfel vom Hohen Riffler oben. Den Hauptgipfel mit seiner Kletterpassage haben wir ausgelassen. Da hätte man sich extra mit einem Seil sichern müssen. Da hatte irgendwie keiner Lust drauf. Dann ging es an den Abstieg. Mittlerweile waren schon deutlich mehr Leute unterwegs nach oben, um ebenfalls den Gipfel zu erreichen. Gegen 10:45 Uhr kamen wir wieder auf der Edmund-Graf-Hütte an. 

Darmstädter Hütte
Darmstädter Hütte

Wir machten eine kleine Vesperpause. Bis auf Hans aßen wir alle eine Suppe und bestellten etwas zu trinken. Dann sahen wir zu, dass wir uns auf den Weg zur Niederelbehütte machten. Zunächst ging es über den Riffler-Weg über die Schmalzgrubenscharte hinweg und dann im Abstieg über den Kieler Weg zur Niederelbehütte. Auch an diesem Montag schien die Sonne reichlich. Angekommen auf der Hütte, machten wir es uns bequem und am Abend wurde wieder reichlich Skat geklopft. Nach zwei sehr sonnigen Tagen, bescherte uns nun das Wetter einen Regentag. Aber gut, wir sind ja nicht aus Zucker! Unser Tagesziel war die Darmstädter Hütte. Wir entschieden uns, den einfachen Weg zu gehen und nicht den Hoppe-Seyler-Weg. Das war eine gute Entscheidung für diesen Tag. Wir stiegen zum Seßlachjoch auf 2749m auf, dann ging es zunächst steil abwärts in kurzen engen Serpentinen wieder hinab. Durch den Regen waren die Wege recht rutschig. Auch säumten etliche Kühe unseren Weg, bis wir die Fahrstraße zur Darmstädter Hütte erreichten. Diese gingen wir weit hinauf, bis uns der letzte Wegabschnitt hinauf zur Darmstädter Hütte relativ steil hinaufführte. Dort angekommen, mussten wir uns erst einmal „trockenlegen“. Unsere Kleidung war ziemlich durchnässt. Danach bestellten wir bei Andi, dem Hüttenwirt leckeren Kuchen, Kaffee, Tee usw. Es dauerte nicht lang und die Karten wurden gezückt. Wir sprachen noch darüber, ob wir noch weiter auf die Konstanzer Hütte weiterlaufen sollten, damit wir am nächsten Tag eine kürzere Etappe zur Friedrichshafener Hütte hätten. Denn es war für den nächsten Tag am Nachmittag Gewitter gemeldet. Aber wir entschieden uns auf der Darmstädter Hütte zu bleiben. Gegen Abend, es war schon nach 18 Uhr, das Abendessen wurde schon serviert, kam noch eine Viererseilschaft über den Gletscher daher. Es war ein schweres Gewitter mit Starkregen im Gange. Bloß gut, dass wir im trockenen saßen. Die 4 hatten wohl den Hoppe-Seyler-Weg genommen und sich etwas mit der Zeit verkalkuliert. Aber auch die 4 schafften es zur Hütte. Allerdings hatten sie nichts Trockenes mehr an sich oder bei sich. Auch ihre Sachen im Rucksack waren komplett durchnässt. Am nächsten Morgen machten wir uns nach dem Frühstück gegen 7:40 Uhr auf den Weg. Früher ging es nicht, weil es erst ab 7 Uhr Frühstück gab. Aber dann ging es los. Wir nahmen den Apothekerweg. Wir hatten einen guten Schritt drauf, so, dass wir anscheinend die Ersten oben in der Scharte vom Kuchenjoch (2730m) waren. Dann begann der Abstieg von knapp 1000m, der uns am Ende sogar durch Latschenkiefer führte. Wir waren nur noch 10 Minuten von der Konstanzer Hütte entfernt. Bisher hatten wir knapp über 3 Stunden gebraucht. Nach einer kurzen Pause ging es weiter. Wie gesagt, es war für 15 Uhr Gewitter gemeldet. Der Weg führte lang ansteigend hinauf durch das Fasultal. Die Aussage einer Frau, die dort ein Häuschen hatte, ob wir wüssten, dass es heute Nachmittag schwere Gewitter geben sollte, sprengte unsere Gruppe. Die 2 schnellsten Geher – Hans und Oliver waren auf und davon. Ich konnte sie kaum noch vor mir erkennen. Dietrich und ich blieben zusammen. Ab dem Schafbicheljoch (2636m) waren die beiden gar nicht mehr zu sehen. Als wir nach einer Dreiviertelstunde dann auf der Friedrichshafener Hütte ankamen, war von den beiden anderen noch nichts zu sehen. Das war komisch.

Friedrichshafener Hütte
Friedrichshafener Hütte

Wir legten unsere nassen Sachen ab, ohne Trockenraum schon ein bisschen schwierig, und bezogen unser Zimmer. Dann kamen Hans und Oliver auf der Hütte an. Sie hatten vom Schafbicheljoch ausgehend noch einen Gipfel bestiegen. An diesem Tag regnete es noch mehr als am Vortag und der Wind blies teilweise auch heftig. Nur das angekündigte Gewitter gab es bei uns doch nicht. Über den fehlenden Trockenraum fluchte Hans ganz gut, aber das Essen abends war super. Sein Bergsteigeressen lobte er in den höchsten Tönen. Wie immer spielten wir am Abend Karten und die Anfänger (Oliver und ich) hatten schon einiges dazu gelernt. Grins! Geschlafen haben alle recht gut und das Frühstück am nächsten Tag war auch sehr schmackhaft. Unser letzter (richtiger) Tourentag wartete auf uns. Unser Tagesziel war die Neue Heilbronner Hütte. Diesmal war es wieder ein sonniger Tag ohne Regen und bereits am frühen Nachmittag erreichten wir die Hütte. Dort war viel los, weil sie auch bei Tagestouristen (Bikern wie Wanderern) sehr beliebt ist. Gegen 15 Uhr wurde es langsam leerer auf der Hütte und nur noch die Übernachtungsgäste waren jetzt dort. Hans und Dietrich hatten keine Lust mehr den Hausberg zu besteigen. Dietrich hatte Blasen bekommen und Hans wollte einfach ein bisschen die Ruhe genießen. So machten sich Oliver und ich uns zu zweit auf den Weg. Der Weg zum Strittkopf (2604m) war auf der Hütte als nicht markiert angegeben, Aufstiegszeit etwa 1 Stunde. Teilweise gab es Wegmarkierungen, aber eben nicht durchgängig zum Gipfel. So ganz einfach war der Aufstieg auch gar nicht, denn einmal mussten wir eine lange steile Hangpassage queren, die schon sehr schmal war und an der es linker Hand ziemlich tief hinabging. Oben auf dem Strittkopf angekommen hatten wir eine sehr schöne Rundumsicht auf die umliegenden Berge und Stauseen. Dann begannen wir mit dem Abstieg. Doch diesmal sahen wir Markierungen, die wir im Aufstieg gar nicht gesehen hatten. Schon komisch. Unser Weg hinab war etwa in der 1. Hälfte des Abstiegs ein ganz anderer Weg als beim Aufstieg. Naja, was soll’s. Am Ende kamen wir kurz nach 17 Uhr unten auf der Hütte wieder an. Olli zog es vor, gleich zum Duschen zu gehen, ich wartete noch einen Moment, dann nutzte auch ich diese Gelegenheit. Beim Abendessen ging es anfangs hoch her. Hans hatte sich eine Süßkartoffelsuppe bestellt und hatte fast keine Süßkartoffeln in seiner Suppe. Das gab es natürlich mit dem Wirt zu klären. Nachdem sich die Gemüter wieder einigermaßen beruhigt hatten, spielten wir wieder Skat. Diesmal zu Dritt, denn an unserem Tisch saßen noch 2 Engländerinnen. Denen versuchte Dietrich Skat beizubringen. Das war anscheinend aber nicht so einfach. Bereits vor 21 Uhr gaben die beiden Damen auf und gingen auf ihr Zimmer. Danach spielte Dietrich wieder bei uns mit. An diesem letzten Abend ging es wieder sehr lustig zu. Hans „ärgerte“ sich vielleicht ein bisschen, weil ich so viele Spiele machte. Und wer hatte den letzten Stich? Ich natürlich. Gelernt ist gelernt. Lachend gingen wir alle ins Bett. Am nächsten Morgen traten wir nach dem Frühstück unsere letzte Etappe an. Den Wormser Weg zur Wormser Hütte mussten wir leider ausfallen lassen, weil die Wormser Hütte für 3 Tage für eine interne Veranstaltung der Sektion Worms geschlossen war. Olli und ich gingen das 1. Stück des Weges noch gemeinsam mit Hans und Dietrich. Aber nach ca. 1 Stunde trennten sich unsere Wege. Wir wollten am Freitag, dem 09.08.2019 noch die Heimreise mit dem Auto antreten. Für Hans und Dietrich war das Madlenerhaus das Ziel. Nach dem Abschied ging es für Oliver und mich zum Zeinisjoch weiter, um dann mit dem Bus nach Kappl zurück zu fahren. Dort angekommen, machten wir nur eine kurze Pack- und Toilettenpause. Dann fuhren wir gegen 11 Uhr los. In Österreich tankte Oliver das Auto noch mal voll und wir kauften uns etwas zu essen. Das war die einzige „Rast“, die wir an diesem Tag machten. Dann ging es Nonstop Richtung Heimat. Leider ging die Heimfahrt nicht ganz so schnell von statten, wie die Hinfahrt. Allein, um aus Österreich raus zu kommen, haben wir 3 Stunden benötigt. In Deutschland ging es eigentlich. Kurz nach 18 Uhr kamen wir in Gernsheim an und Oliver fuhr weiter nach Heppenheim. Dank noch mal an Oliver! Hans und Dietrich hatten mit dem Weg zum Madlenerhaus noch mal eine recht weite Etappe gehabt. Von dem Zeitpunkt wo wir uns getrennt haben, mussten sie noch 6 Stunden laufen. Auf dem Madlenerhaus waren sie fast die einzigen Gäste. Deshalb gab es diesen Abend auch keinen Skatabend. Das war natürlich nicht ganz so schön. Am nächsten Tag ging es für beide auch erst mal nach Kappl zum Auto. Hans hatte sein Fahrrad untergestellt, radelte damit an den Bodensee, stieg dort in Lindau in den Zug um eigentlich um 21 Uhr in Weinheim anzukommen. Das klappte leider nicht, weil der Zug die letzte Station vor Weinheim nicht mehr weiterfahren konnte. So schnappte er sich sein Fahrrad, stieg auf und radelte noch 45 Minuten im Dunkeln nach Hause. Nun war auch er geschafft! Dietrichs Weg führte zunächst nach München, bevor er am Montag weiter nach Weinheim fuhr. So sind wir am Ende alle gut zu Hause angekommen und haben eine Menge schöner Eindrücke in uns aufgesogen. Eine „Ecke“ fehlt uns noch vom Verwall. Diese könnten wir auf einer weiteren Tour erkunden. Wer weiß. Bis dahin für alle eine schöne Zeit.

Ach, ja. Das war unser Spruch fürs Gipfelbüchlein: 

Wenn Du einen Onkel hast 
und der hat guten Wein
so sieh‘ zu, dass er dich nicht hasst,
sonst säuft er ihn allein.

Eure Grit Fischer

24.09.19, Grit Fischer