Ralf Dujmovits: Alle 14 8000er

Auch in diesem Jahr bringen wir euch wieder einen Spitzenalpinisten nach Weinheim! Ralf Dujmovits wird am 06.11. im Modernen Theater zu Gast sein und einen fesselnden Vortrag mit atemberaubenden Bildern präsentieren. Karten sind in der Geschäftsstelle (Dienstag und Donnerstag 10:00 – 12:00 Uhr) und im Kartenshop bei Diesbach Medien, Friedrichstraße 24, Weinheim (9:30 – 17:00 Uhr) für 20,-€ erhältlich. Abendkasse 22,-€

35 Jahre zu den höchsten Bergen der Erde

Multivisionsvortrag von Ralf Dujmovits

14 Gipfel mit über 8000 Meter Höhe gibt es – darunter klangvolle Namen wie K2, Nanga Parbat oder Mount Everest. Alle 14 hat Ralf Dujmovits innerhalb von 19 Jahren bestiegen, manche davon auch mehrfach. Teilweise in Ausübung seines Berufs als Bergführer, teilweise im kleinen Team auf anspruchsvollen Routen und im Alpinstil.

In seinem abwechslungsreichen Vortrag lernen Sie nicht nur alle 14 8000er kennen, Dujmovits ist es auch wichtig, die bereisten Länder und deren Menschen vorzustellen. Nepal, Pakistan, Tibet und Xinjiang sind die Stationen seines Bemühens, die 14 höchsten Gipfel der Erde zu erreichen.

Nicht alle Besteigungen werden ausführlich beschrieben, manche Gipfel nur gestreift. Andere mit spannenden Geschichten und Begebenheiten ausführlicher portraitiert. Auch für Weggefährten, wie seinen Mentor in jungen Jahren Michel Dacher, seine langjährige Lebenspartnerin Gerlinde Kaltenbrunner – erste Frau auf allen 8000ern ohne Zusatzsauerstoff- oder seinen langjährigen, pakistanischen Freund und Basislagerkoch Ehsan Karim soll Raum sein. Ehsan lebt im Winter von einer Rubin-Miene oberhalb des Hunza-Tals, in die ihm Dujmovits filmisch gefolgt ist.

Es erwartet Sie ein abwechslungsreicher Vortrag, der Sie mit spannenden Bildern und Videosequenzen in die Erlebnis-, Abenteuer- und Entscheidungswelt eines passionierten Höhenbergsteigers entführt.

Biografie R a l f D u j m o v i t s

Ralf Dujmovits lebt im Schwarzwald und ist wann immer es die Zeit zulässt beim Expeditionsbergsteigen, unterwegs in den Alpen oder beim Sportklettern. Er war zwischen Schule und Medizin-Studium ein Jahr auf Weltreise, bestieg später mit Kunden die höchsten Berge aller sieben Kontinente und stand als erster (und einziger) Deutscher auf den Gipfeln aller 14 8000er. Der Öffentlichkeit wurde er durch die 33-stündige Live-Übertragung einer Durchsteigung der Eiger-Nordwand bekannt. Er zählt mit über 50 Expeditionen zu den erfahrensten Höhenbergsteigern und Bergführern weltweit.

Monatswanderung 13.07.: Über Berg und Tal von Lörzenbach nach Kirschhausen und zurück

Der Alpenverein Weinheim lädt ein zu seiner Monatswanderung am Sonntag, den 13. Juli 2025.

Erster Treffpunkt: 9:00 Uhr, Parkplatz Denn’s Biomarkt, gegenüber dem Alten OEG-Bahnhof, Weinheim.

Zweiter Treffpunkt: 9:30 Uhr in Fürth-Lörzenbach in der Nähe der Gaststätte „Capriccio“ in Lörzenbach.

Anfahrt: Über die B 38 durch das Weschnitztal bis Fürth-Lörzenbach. Bei der scharfen Rechtskurve im Ort links abbiegen in die Mitlechterner Straße, bitte dort parken.

Abschlussrast: Gaststätte „Capriccio“ in Fürth-Lörzenbach, Weinheimer Str. 9, 64658 Fürth, ca. 15:30 Uhr

Tourführung: Hans Schlabing, Tel. 06201 33 156

Gäste sind sehr herzlich willkommen.

Festes Schuhwerk und Wanderstöcke sind empfehlenswert. Länge der Tour ca. 17 km.

Tourverlauf: Unser Wanderweg führt über die nahegelegene Höhe zur Alzenau. Hier haben wir die Gelegenheit bei der Station 5 des Mundart Wanderwegs Weschnitztal eine lustige Geschichte in der Mundart zu hören.

Von hier aus ist das Weschnitztal schön zu überblicken. Vor der Alzenau-Hütte, die wahrscheinlich im Juli bewirtschaftet sein wird, gibt es noch eine Trinkpause bei der Hütte des OWK Rimbach, damit die Versuchung zu einer Einkehr nicht siegt.

Vielmehr erreichen wir bald ein größeres Waldgebiet zwischen Albersbach und Sonderbach, dessen zentrale Erhebungen der Höhnberg mit 375 und der Salzkopf mit 390 Metern sind.

Nicht nur der E1 geht hier durch, sondern auch verschlungene Pfade, die für manchen von uns neu sein könnten.

Nun winkt wieder das offene Gelände mit Streuobstwiesen und aufgelassenen Steinbrüchen, mittendrin Kirschhausen. Die Häuser und auch die Kirche bezeugen die große Zeit des Granitabbaus, die übrigens noch nicht ganz vorüber ist, denn in Sonderbach befindet sich die Firma Röhrig, deren Aktivität den Bewohnern der Juhöhe Respekt (?) einflößt.

Von Kirschhausen aus gibt es jedenfalls nochmal einen respektablen Anstieg zur Steighöhe, aber dann darf der Schweiß beim Abstieg nach Wald – Erlenbach trocknen. Hier treffen wir auf den Scheuerbach, der so heißt, weil er aus Scheuerberg kommt, wo er Pfalzbach genannt wird. Wandelbar wie er ist, wird er bald zum Lörzenbach.

Bis zum Capriccio dauert es aber noch ein wenig, wir werden nach ca. 17 km Gesamtstrecke etwa um 15:30 dort eintreffen.

Highlights: Der Wald um den Salzkopf mit seinen Granitblöcken und der Weg hinunter nach Kirschhausen mit dem Blick auf die Starkenburg bei Heppenheim.

Auf dem Sonnenbalkon von Südtirol, Mai 2025

Wenn jemand sagt, er fährt nach Deutschnofen in Südtirol, wird seinem Gegenüber wohl nur selten ein Licht aufgehen. Klarheit bringen dann eher die Begriffe Rosengarten, Latemar, Schlern und Seiser Alm; alle diese Orte liegen in den Dolomiten, und genau da ging es hin für 21 Reisende vom Singkreis des Alpenvereins in Weinheim.

Schon zum zweiten Mal im Jahr 2025 war Walter Hebling mit seinen Schützlingen für 8 Tage im Hochgebirge unterwegs, diesmal in der letzten Maiwoche. Die Organisation der Reise von A bis Z lag diesmal in den Händen von Ulla Meyer aus Mannheim, die selbst 29 Personen beisteuerte. Die Weinheimer durften sich als willkommene Gäste in dem bis auf den letzten Platz besetzten Fünfzig – Personen – Bus fühlen. Ulla und Manuela, die Fahrerin, hatten stets das Steuer in der Hand und brachten beide ihre Informationen gut gemischt mit Späßen an ihr Publikum.

Unsere Heimat für eine Woche wurde das Hotel Schwarzenbach auf 1294 m Höhe. Das Haus und die Mahlzeiten mit allem drum herum waren einfach Spitze. Gut beraten war der, der um die Taille herum bei Ankunft unter seinem Gürtel noch ein wenig Luft hatte, sonst kostete es jeden Tag mehr Mühe, den frischen Südtiroler Speck zu bändigen. Aber zum Glück, zum Ausgleich, wurde auch noch reichlich Bewegung geboten.

Die Sänger vom Alpenverein mit Walter Hebling an der Spitze hatten ihr eigenes Programm, aber wenn es passte, haben auch Weinheimer an Ullas Programm teilgenommen.

Am Montag begann es für die AV – Leute bei herrlichem Wetter am Karerpass: im Rücken den Rosengarten und im Blick den Latemar, am Weg die schönsten alpinen Frühlingsblumen, die treuen Begleiter bis zum letzten Tag. Der anspruchsvolle Teil des Weges war der Labyrinthsteig, ein ausgedehnter alter Felssturz vom Latemar mit Felsbrocken bis fast zur Hausgröße. Ohne Markierung wäre die Richtung mit Sicherheit verloren gegangen. Nach Klettern und durch Löcher Schlüpfen gings wieder bergab, um zum Karersee zu kommen mit seinen Azur – und Blautönen in unvorstellbaren Spielarten. Nun brauchte es eine Energiezufuhr der materiellen Art im nahegelegenen Besucherzentrum. So war schon der erste Tag ein Glanzlicht dieser schönen Wanderwoche. Länge: 8,5 km, 370 m hoch, 590 m ab.

Für den nächsten Tag war dann Regen angekündigt und daher wurde die ohnehin geplante Fahrt nach Meran vorgezogen, dort fielen nur wenige Tropfen. Der Charme der alten österreichischen Kurstadt ist hier noch sehr zu spüren und tut immer wieder gut. Von hier aus kam auch noch der Marlinger Waalweg zu Ehren, Bestandteil eines alten und immer noch betriebenen Bewässerungssystems. Dieses verlangt auf dem Waalweg selbst unbedingt nur leichtes Gefälle, so lässt es sich entspannt wandern (Länge: 12 km, 120m hoch, 470 m ab). Das war übrigens der einzige Tag mit Regen, sonst schien die ganze Woche die Sonne.

Am Mittwoch teilte sich dann sogar die Weinheimer Gruppe nochmal auf, mit Walter gings mit dem öffentlichen Bus nach Eggen, dann zu Fuß über die Höhe und durch Sumpf nach Rauth, von dort nach Hause. Hans dagegen ging mit den Seinen vom Haus aus den Schwarzenbach hoch bis zum Lavazepass, nach einer Rast am Teich dann noch ein Stückchen den Zanggen hoch. Der Rückweg führte teils unbefestigt durch sumpfiges Gebiet – wohlgemerkt als Wanderweg ausgewiesen – und dann durch das Tal des Liegbaches zum Ausgangspunkt zurück.

Der nächste Tag vereinte die beiden Weinheimer Gruppen wieder, ein richtiger Höhenweg war angepeilt – der Hirzelsteig am Rosengarten, vom südlichen Zugang aus, also vom schon bekannten Karerpass (1745m). Nach steilem Anstieg und kurzer Rast auf der Paolinahütte, folgte das Christomannos – Denkmal (2349m). Bedeutend war der Geehrte vor allem, weil er Ende des 19. Jahrhunderts Südtirol weithin als Wander- und Klettergebiet bekannt gemacht hat, schon damals mit großem Erfolg. Genau im Sinn von Christomannos ist sein Denkmal ein beliebtes Fotomotiv, ob für sich oder als Bestandteil eines Gruppenbildes. Nun kam der Steig, ein echtes Hochgebirgserlebnis; oft schmal und mit Tiefblicken, aber mit wunderbarem Panorama nach Westen und den vielgestaltigen gewaltigen Formationen des Rosengartens zum Greifen nah. Das Alles war schön und anstrengend zugleich (Länge 9 km, 500m hoch, 100m ab). Nach der kurzen Erholung in der Rosengartenhütte war uns die Seilbahn zur Frommeralm mehr als willkommen, und dann mit öffentlichen Bussen fuhren wir zum Hotel zurück. 

War es an diesem Abend, dass Ulla eine zünftige Volksmusik bestellt hatte? Hat sich der Berichterstatter leider nicht notiert, jedenfalls wurde nach Kräften geschunkelt und mitgesungen, ein lustiger Abend.

Auf die Seiser Alm hatten viele schon sehnsüchtig gewartet. Am Freitag, an dem nun schon vorletzten Tag, ging dann dieser Wunsch endlich in Erfüllung. Unser Bus wurde voll und brachte uns nach Seis am Schlern. Bereits das Parkhaus am Fuß der Kabinenbahn hat beachtliche Ausmaße und war jetzt in der Vorsaison nicht ausgelastet. So war auch die Fahrt nach oben zur Seiser Alm kein Problem, zum Ort Compatsch auf 1880 Metern Höhe. Hier zerstreuten sich unsere Gruppen wieder, Walter führte zur Puflatsch-Alm, die auf einem Hochplateau liegt, mit wunderbarer Aussicht in die Nähe und die Ferne aus 2190 m Höhe: Schlern, Sautnerspitze, Platt- und Langkofel und St. Ullrich waren neben vielem, vielem anderen noch zu sehen. Natürlich durfte auch eine Einkehr auf der Puflatsch-Alm nicht fehlen.

Nicht minder genussreich war der Ausflug von Hans, der erstmal auf den vielbegangenen Panoramaweg führte. Hier kommen sichtlich Menschen aus einigen Erdteile zusammen. Bald war aber der Pfad Richtung Rosszahnscharte gefunden und damit eine einsame Bergidylle mit vielen Blumen und herrlichen Panoramen. Den leider notwendigen Rückweg versüßte eine Rast auf der Edelweißhütte.

Am letzten Tag, den Samstag sprachen einige von Verlängerung, aber das war leider nicht realistisch. Eine kurze Busfahrt nach Deutschnofen und weiter nach Maria Weißenstein brachte uns in eine andere Welt als am Vortag. Wie der Name schon andeutet, steht hier ein Kloster mit einer wichtigen Wallfahrtskirche. Im großen Eingangsbereich sind die hohen Wände über und über bedeckt mit Dankesbezeugungen, aber auch mit Bitten und Gebeten. Darunter fiel mir besonders auf ein nach alter Art verzierter, von einem Pferd gezogener Wohnwagen, einem Roma oder Sinto gehörend, mit einem Gebet des Besitzers für sich und sein Volk. In der Kirche selbst war gerade Andacht mit vielen Gläubigen, da wollte keiner stören. Nachdenklich traten wir den Rückweg nach Schwarzenbach an, über Petersberger Alm und Laabalm, jeweils mit Rast. Zum Schluss ließen sich vom St. Helenaweg noch Rosengarten und Latemar zusammen in voller Größe bewundern (Länge 9 km).

Nach dem letzten Abendessen dankten wir, Weinheimer, unter dem Rauschen des Baches vor der Haustür, nochmal Walter für seine Idee und die Durchführung der wunderschönen Wanderwoche in Südtirol im Hotel Schwarzenbach, verbunden mit dem Wunsch, bald wiederzukommen.

06.06.2025,  Hans Schlabing

Sperrung wegen Felssturzgefahr

Liebe Mitglieder und Besucher*innen,

ein etwa 6 Tonnen schwerer Felsblock im oberen Bereich des Sektors „Touristenweg“ in der Jakobswand weist einen Riss auf und ist nicht mehr stabil. Nach einem geologischen Gutachten wurde deshalb die gesamte Jakobswand, die Jakobshütte und die Boulderhalle gesperrt.

Eine Fachfirma wurde kontaktiert, diese wird sich die Lage vor Ort anschauen und auf der Grundlage des geologischen Gutachtens gemeinsam mit dem Vorstand die fachgerechte Beräumung, also die Entfernung des Felsblocks aus der Wand planen.

Der Kletterturm ist laut Gutachter außerhalb der Gefahrenzone, deshalb kann er weiterhin zu den üblichen Zeiten genutzt werden. Durch das eingeschränkte Platzangebot ohne die Jakobswand kann es am Turm gegebenenfalls etwas enger werden, vor allem an Tagen mit Kursbetrieb. Bitte beachtet dies und nehmt Rücksicht aufeinander.

Alle aktuell geplanten Veranstaltungen in der Hütte, an der Jakobswand und im Boulderraum sind momentan bis auf weiteres abgesagt. Der Vorstand informiert die verantwortlichen Personen dazu.

Wir hoffen, dass es bald mehr Informationen geben wird, wenn die Fachfirma vor Ort war und die Sicherungsmaßnahmen geplant sind. Hier auf der Webseite und in den sozialen Medien halten wir euch auf dem Laufenden.

Danke für euer Verständnis- Sicherheit geht vor!

Trotz Regen ein tolles Erlebnis

Wandergruppe: Wanderung mit Freunden am 25.05.2025
rund um Lautertal-Schannenbach.

Strecke: Schannenbach – Reichenbach – Hohenstein – Schannenbach

Wanderführung: Richard Rothermel

Trotz der unfreundlichen Wettervorhersage für diesen Sonntag war unsere Wanderung eine wundervolle Erfahrung.
Die Stimmung der elf DAV-Mitglieder und Gäste, die sich beim starken Regen in Weinheim und anschließend am zweiten Treffpunkt in Schannenbach getroffen hatten, blieb stets gut. Wir ließen uns die Laune nicht verderben, bis sich das Wetter besserte. Unter uns war eine junge Frau aus der Ukraine, die herzlich in die Wandergruppe aufgenommen wurde und in Gesprächen ihre Deutschkenntnisse erweitern konnte.

Wir wanderten in großem Bogen in Richtung Reichenbach, vorbei am Heiligenberg (496 m) und am Eichelberg (396 m), durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Nach dem Regen war die Natur einfach beeindruckend – grüne Wälder, blühende Wiesen und weite Blicke über die umliegenden Täler auf die gegenüberliegenden Anhöhen. Das war die Belohnung für die Anstrengungen bei den steilen Ab- und Aufstiegen.

Mittags machten wir eine Pause in einer Schutzhütte in der Nähe des Hohenstein, wo wir uns bei guten Gesprächen austauschten und Pläne für weitere Touren schmiedeten.
Der Anblick des imposanten Naturdenkmals Hohenstein, der uns nach der Pause erwartete, hat viele von uns tief beeindruckt.

Der 50 m lange und 17 m hohe Felsen Hohenstein aus widerstandsfähigem Odenwald-Quarzit wurde vom Deutschen Alpenverein als Kletterfelsen anerkannt. Manche Mitwanderer erinnerten sich an die Zeiten, als die DAV-Sektion Weinheim am Hohenstein Kletterkurse veranstaltete und den Felsen als Übungsgelände nutzte.
An diesem Sonntag trafen wir auch Kletterer, die sich auf eine Kletterpartie vorbereiteten.

Die Entstehung des Hohenstein erzählt eine Sage:
Einst, vor unzähligen Jahren, lebten zwei mächtige Riesen: Steinbeißer und Felshocker. Von Langeweile getrieben, begannen sie ein gewaltiges Spiel – sie schleuderten riesige Felsbrocken durch die Luft, ein Wettstreit zwischen den Giganten.
Felshocker hatte seinen Platz am Felsberg, während Steinbeißer bei Hohenstein stand. Steinbeißer, dem die Felsen nie ausgingen, warf unaufhörlich, sodass sich in der Nähe des Felsbergs ein gewaltiges Steinfeld bildete – das heutige Felsenmeer.
Doch irgendwann erlahmte ihr Spiel, und die Riesen versanken in tiefen Schlaf unter den Felsbrocken, die sie selbst geworfen hatten. Wer sich in dunkler Nacht den Felsen nähert und aufmerksam lauscht, soll tief aus der Erde ihr Schnarchen vernehmen.

Nach dem Highlight Hohenstein wanderten wir wieder steil hinauf zum Knodenen Kopf (511 m), um dann gemütlicher den Endpunkt der Tour zu erreichen.
In der behaglichen Gaststätte „Zum Odenwald“ in Schannenbach genossen wir die Abschlussrast und bedankten uns herzlich bei unserem Wanderführer Richard für die tolle Organisation und Begleitung.

Mit 18,5 km und 530 Höhenmetern war die Tour ‚Rund um Lautertal-Schannenbach‘ durchaus anspruchsvoll, doch gerade diese Herausforderung hat uns viel Freude und ein großartiges Gefühl der Zufriedenheit beschert.“

Elisabeth Schneider

„Hoch hinauf“ im Schlosspark

Bereits zum 13. Mal fand am Sonntag, den 25. Mai, die beliebte Veranstaltung „SmS – Sport mit Spaß“ rund um das Weinheimer Schloss statt. Wie in jedem Jahr war unsere Sektion wieder mit einer der attraktivsten Mitmachstationen vertreten: „Hoch hinauf“ – Kistenstapeln und Strickleiterklettern.

In diesem Jahr lag die umfangreiche Organisation wieder komplett in den Händen unserer Jugendabteilung, koordiniert von Rainer Mutschler-Burghard sowie Myriam und Raphael Pörsel. Bereits am Samstagabend – bei leichtem Nieselregen – wurden die beiden Umlenker in rund zehn Metern Höhe an einem der großen Bäume im Schlosspark angebracht.

Am Sonntagmorgen ging es ab 9:30 Uhr mit den Vorbereitungen weiter: Dazu gehörten unter anderem das Nivellieren der Bodenplatte für das Kistenklettern, das Aufstellen von Absperrungen sowie der Aufbau unseres „Empfangs“ zur Ausgabe von Gurten und Helmen an die teilnehmenden Kinder.

Pünktlich um 11 Uhr fiel der offizielle Startschuss für die Veranstaltung. Das Wetter zeigte sich zunächst kühl und wechselhaft, doch am Nachmittag riss der Himmel auf – und mit den Sonnenstrahlen kamen auch die Besucher in größerer Zahl. Dank des tatkräftigen Einsatzes von rund 20 Helferinnen und Helfern – überwiegend aus unserer Jugendabteilung – konnten wir bis in späten Nachmittag hinein zahlreichen Kindern (und Eltern) ein spannendes Kletterabenteuer ermöglichen. Viele von ihnen verließen unseren Stand mit strahlenden Gesichtern – und vielleicht auch mit neuer Begeisterung für unseren großartigen Verein 😊.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgewirkt haben!

Sonntagswanderung am 29.06.2025

Die Wandergruppe der Sektion Weinheim des Deutschen Alpenvereins lädt ein zu ihrer Monatswanderung am Sonntag, den 29.06.2025.

Panoramaweg Abtsteinach – Löhrbach – Abtsteinach

Wanderführung: Gerd Bauer, Tel. 06201 61 237, Mobil 0179 80 82 627

Gäste sind sehr herzlich willkommen. Unterwegs gibt es Rucksackverpflegung. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr; auf geeignetes Schuhwerk ist zu achten.

Länge ca. 16,5 km, 400 hm

Erster Treffpunkt um 9:00 Uhr, Parkplatz Denn’s Biomarkt, gegenüber dem Alten OEG-Bahnhof, Weinheim. Es werden Fahrgemeinschaften gebildet.

Zweiter Treffpunkt um 9:30 Uhr, Naturpark-Parkplatz „Hardberg“, Navi-Adresse: Weinheimer Straße 65, 69483 Wald-Michelbach

Abschlussrast: Gasthaus „Goldener Bock“ in Ober-Abtsteinach

Wanderstrecke / Highlights

Die Wanderung führt vorbei an fünf oberhalb von 500 m gelegenen Erhebungen des Odenwaldes und bietet viele schöne Panoramablicke.

Zunächst wandern wir auf den Götzenstein, 522 m. Auf dieser hoch gelegenen Granit-Felsgruppe befand sich eine keltische Kultstätte (Foto: Odenwald Tourismus GmbH).

Nach der Überquerung des Ortes Löhrbach geht es weiter vorbei am „Teufelsstein„. Dieses Felsgebilde fällt durch eine Quarzkristallschicht auf, die sich wie ein Gürtel um den Felsen zieht. Dem Volksmund nach war einst der Teufel an diesen Stein gekettet; andere Deutungen lassen den Felsen als vorchristliche Kultstätte (Opfertisch) erscheinen. Doch ist das Erscheinungsbild des Teufelssteins wohl eher Ergebnis geologischer Umformungen und Verwitterungsprozesse, die seit Millionen von Jahren andauern.

An dem Waldskopf, 538 m und Hohberg, 531 m geht es Richtung Unter-Abtsteinach und weiter an der Stiefelhütte und den Gipfel Stiefelhöhe, 589 m vorbei.

Am Hardberg 531 m lohnt sich ein kurzer Abstecher zur „Steinernen Bank“ mit schönem Blick in das Eiterbachtal.

Bald beenden wir die Rundwanderung und werden im Gasthaus „Goldener Bock“ in Ober-Abtsteinach zur Abschlussrast ankommen.

Neues von den Bikern: Vatertagstour

Am Vatertag macht die MTB-Gruppe bei gutem Wetter wieder eine lange Tour mit Abschluss am Marktplatz Weinheim. Die Tour wird auf Trails an der Bergstraße entlang gehen, bergab möglichst nur auf schönen Singletrails, bergauf moderat. Auch für E-Bikes geeignet. Ihr solltet Trails des Schwierigkeitsgrades S2 sicher meistern können. Wer Lust hat, bitte übers Kontaktformular auf der Webseite bei Jens Schmitt melden. Details, Treffpunkte und Uhrzeit werden kurzfristig abgestimmt. Geplant ist der Start um 10 Uhr an der Peterskirche. 

Kürzlich war die MTB-Gruppe auch wieder beim Bikefestival Riva del Garda mit dem Ziel, ein bisschen Neuheiten anzuschauen, zu biken und gut zu essen. Für den Neuzugang Andreas Nees war es auch seine Feuerprobe für die harten Tracks am Lago – er hat sich trotz ein paar Blessuren tapfer geschlagen. Hut ab!!! Wer Lust auf geführte Touren in den Alpen hat, kann sich gerne bei Jens Schmitt melden. Die MTB-Gruppe organisiert das als freie Treffen. 

Wanted: Unterstützung für die Klettergebiete im Odenwald

Die AG Klettern & Naturschutz im Odenwald setzt sich dafür ein, dass das Klettern im wunderschönen Odenwald auch in Zukunft möglich bleibt – und das im Einklang mit der Natur. Ob es um den Zustand von Kletterrouten, Zustiege oder Sicherheitsfragen geht, die AG ist für Kletternde die zentrale Anlaufstelle. Die Aufgaben reichen von der Wartung und Sanierung der Haken und Umlenker bis zur Pflege der Kletterzustiege. Dabei arbeitet die AG eng mit Behörden und Naturschutzverbänden zusammen. So stellt sie sicher, dass Konflikte mit dem Naturschutz frühzeitig gelöst werden und Klettergebiete langfristig offen bleiben. Aber all das ist nur mit tatkräftiger Unterstützung zu schaffen! Daher freut sich die AG immer über neue Gesichter und frischen Wind im Team. Wer Lust hat, selbst anzupacken und gerne in der Natur unterwegs ist, ist bei der AG genau richtig.

In der AG gibt es viele Möglichkeiten, sich einzubringen – ob bei der Gebietsbetreuung, beim
Austausch mit Behörden oder der Unterstützung in der Kommunikation. Gemeinsam sorgen die Aktiven dafür, dass Klettern und Naturschutz im Odenwald gut zusammenpassen und alle ihre Leidenschaft sicher und verantwortungsbewusst ausüben können.

Weitere Infos

Finger weg vom Fingerhut 

Ob am Fels oder am Wegrand beim Abstieg vom Klettersteig zum Gelände: Der rote Fingerhut steht bei uns im Moment auf dem Gelände in voller Blüte. Man könnte fast sagen der Fels blüht auf, so faszinierend hält sich die Pflanze in Felsspalten mit nur wenig Humus.

Doch Finger weg vom Fingerhut! Der Fingerhut steht einerseits unter Naturschutz und darf nicht gepflückt werden. Andererseits gehört er zu den giftigsten Pflanzen bei uns. Der Verzehr von zwei bis drei Blättern kann schon tödlich sein. Das Gift des Fingerhuts wird schon seit längerer Zeit in der Medizin verwendet und auch heute noch werden Digitalis-Präparate bei Herzschwäche eingesetzt. Digitalis ist der lateinische Name des Fingerhuts und kommt von „digitus“ Finger.

Den Namen hat die Pflanze davon, dass ihre Blüte an einen Fingerhut erinnert. Aus Metall gefertigte Fingerhüte hat man früher beim Nähen benutzt, um sich nicht in den Finger zu stechen.

Also genießt den Fingerhut mit den Augen! Vielen Dank!