Hochbetrieb im Kletterzentrum

Am Samstag, 16. März war allerhand los auf dem Gelände des DAV Kletterzentrum Weinheim. Eine Teleskop-Hubarbeitsbühne stand am Turm, mit Hilfe dieses Großgeräts wurden im Überhang die Routen aus dem vergangenen Jahr abgeschraubt, damit in den nächsten Tagen durch professionelle Gastschrauber neue Herausforderungen für die kommende Saison an diesem Wandteil entstehen können. Derweil waren andere Mitglieder des Routenbauteams mit der Reinigung der Griffe und der Fertigstellung der von unseren ehrenamtlichen Routenbauern eingerichteten Routen am Kletterturm beschäftigt.

Auf dem Gelände wurde allerhand gearbeitet, der Container für den bald wieder beginnenden Kletterbetrieb aufgeräumt, gereinigt und zweckmäßiger umorganisiert. Für die nach einem gründlichen Frühjahrsputz wieder strahlende Jakobshütte gab es neue Vorhänge und Stuhlkissen im Stil alpiner Hütten, also in klassischem rot-weißem Karomuster.

Hangsicherungsmaßnahmen durch entfernen loser Steine fanden ebenso statt wie allgemeine Reinigungs- und Aufräumarbeiten. Die Parkplätze vor dem inneren Tor wurden markiert und die Pflanzaktion (zwei kleine Bäume auf dem Parkplatz und weitere Pflanzungen aus einer Pflanzenspende) von der Vorwoche ebenso wie andere Projekte vorangegangener Arbeitseinsätze abgeschlossen. Der Spielplatz ist nun auch fertig und steht zur Benutzung beim Anklettern bereit, aber das war nicht Bestandteil des Arbeitseinsatzes und ist zudem noch einen eigenen Beitrag wert.

Die Motivation der vielen Heferinnen und Helfer, unser sektionseigenes Gelände rechtzeitig zum Anklettern am 24.03. herauszuputzen war nicht zu übersehen. Und wie immer gab es als Dank für den Einsatz ein leckeres Mittagessen für die Helfenden.

Da Bilder mehr sagen als Worte, hier ein paar Eindrücke von den Ereignissen am vergangenen Samstag:

Skitourenausbildung im Allgäu

Skitour ins Kleinwalsertal – Vorbereitung für Größeres

Ursprünglich waren über das 1. März-Wochenende zwei Skitouren in den Tannheimer Bergen geplant, welche allerdings aus Ermangelung des „weißen Goldes“ wegen kurzfristig ins Sellrain verlegt wurden. Jedoch wollte auch hier Fortuna nicht mit uns sein und so musste es kommen wie es kam: mehrere Teilnehmer hatten krankheitsbedingt absagt und so wurde abermals umgeplant; und so fanden die „letzten verbliebenen Mohikaner“ in Fischen im Allgäu eine gemütliche Bleibe um zwei schöne Skitouren im Baader Gebiet zu gehen.

Ziel der Ausfahrt war es, die Teilnehmer für die kommende Mini-Skidurchquerung in der Silvretta „Skitour ‚learning by doing‘“ Mitte April menschlich und skitechnisch kennenzulernen. So fiel die Wahl für den Samstag auf die Überschreitung des Karlstor und am Sonntag auf die Überschreitung des Hohen Ifen – beides durchaus anspruchsvolle Ziele. Wohingegen sich der Plan einer Überschreitung des Karlstors ohne Wenn und Aber in die Tat umsetzen lies, so zeigte uns Petrus beim Hohen Ifen abermals wer Chef im Ring ist; Föhnsturm in der Höhe mit unangenehmer Schneebeschaffenheit vereitelten leider auch dieses Ziel. Auch wenn es den ein oder anderen schmerzte, so viel die Wahl auf den Hählekopf im Schwarzwassertal mit Abfahrt zur Schwarzwasserhütte. Eine gute Entscheidung, wie sich später herausstellte, denn der Kaiserschmarren war wirklich Weltklasse 😋

Wer Lust hat, an der erwähnten Silvrettadurchquerung vom 10.-14.04. teilzunehmen, kann sich direkt an Alex Ludwig wenden, es sind noch Plätze frei.

Kletterabteilung gegründet

Reiner Zimmermann, Tina Ducati, Kerstin Dreier
Reiner Zimmermann (ehemaliger Leiter der aufgelösten KAGru), Tina Ducati und Kerstin Dreier (Leiterinnen der neuen Kletterabteilung)

Am 07. März fand die Gründungsversammlung der neuen Kletterabteilung unserer Sektion statt. Nach mehreren Arbeitstreffen , die offen für alle Sektionsmitglieder waren und jeweils mehr als 20 Teilnehmer*innen hatten, wurde die Gründung mit Zustimmung des Sektionsvorstandes vollzogen und im nächsten Schritt kann die Gruppe bei der Mitgliederversammlung im März bestätigt werden.

Warum eigentlich eine Kletterabteilung? Es gab ja seit mehr als 25 Jahren die so genannte „KAGru“, also die Kletter- und Alpinistikgruppe, die sich um den Kletterbetrieb kümmerte, aber hauptsächlich zu dem Zweck existierte, für die aktiven Bergsportler*innen der Sektion Zuschüsse vom Badischen Sportbund Nord (BSBN) erhalten zu können. Diese Notwendigkeit ist wegen Änderungen in der Mitgliedschaft der Sektion im BSBN nicht mehr gegeben, und weil 2023 mit der Eröffnung des neuen Kletterturms festgestellt wurde, dass mit der höheren Besucherzahl und dem vielfachen Organisationsaufwand für die neue Kletterananlage der Kletterbetrieb neu organisiert werden muss, war eine Ablösung der mittlerweile obsoleten „KAGru“ durch eine neue Struktur die logische Konsequenz.

Die neue Kletterabteilung wird von Tina Ducati und Kerstin Dreier geleitet, die von der Versammlung einstimmig gewählt wurden. Reiner Zimmermann, der die KAGRu in den vergangenen Jahren geleitet hatte, bleibt dem Kletterbetrieb erhalten und übernimmt in der neuen Kletterabteilung wie bisher die Organisation der drei großen Feste Anklettern, Sommer-/Sonnwendfest und Abklettern. Vielen Dank für alles, Reiner!

Die Seiten der Kletter- und Alpinistikgruppe werden in nächster Zeit überarbeitet und umbenannt. Dort könnt ihr dann auch die Struktur der neuen Kletterabteilung sehen, mit allen Funktionen und Teamleitungen, die den Kletterbetrieb für euch weiterhin ehrenamtlich am Laufen halten.

Einen großen Dank an alle, die bei der Vorbereitung der Abteilungsgründung tatkräftig durch ihre Ideen und Diskussionsbeiträge geholfen haben.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit, und wünschen Kerstin und Tina viel Spaß und Erfolg mit ihrer neuen Aufgabe.

Wenn Bergwanderer Stöcke dabei haben…

…dann gehts um mehr als nur über den Stein zu springen.

Am letzten Sonntag trafen sich die zukünftigen Gebirgswanderer zum dritten Teil der Gebirgsausbildung unter dem Motto „Gehen mit Stöcken“.

Treffpunkt und Ausgangspunkt des gesamten Ausbildungstages war die Wiese im Schlosspark Weinheim. Auf einem mit Rucksäcken markierten Parcours wurden verschiedene Stocktechniken beim Auf- und Abstieg im Gelände erlernt, Trittsicherheit verbessert und das ganze zum Schluss noch am Seil eingeübt. Es galt nicht nur das Zusammenspiel zwischen Stock und Seil zu verbessern, auch die Lehrinhalte der letzten Ausbildung wurden wiederholt und vertieft. Knotenkunde für die Seilschaften, ebenso wie die Spaltenbergung und das Nachholen im steilen Gelände mit Sicherungsmitteln.

Als neuer Inhalt kam die Rettung und Transport von Verletzten oder Verunfallten dazu. Mit Hilfe der Wanderstöcke wurde eine Trage gebaut, Tragehilfen mit dem Rucksack erklärt, oder einfach nur wie man mit Hilfe eines Halstuches Verletzte bis zu einen Übergabepunkt tragen kann.

Highlight des Abends war dann aber der Aufstieg zum Geiersberg, den die Gruppe in der Dunkelheit erreichte. Es gab ein Vesper unter klaren Sternenhimmel mit Blick über die Lichter der Metropolregion.

Mit Stirnlampe und meist weglos ging es dann quer durch den Exotenwald zurück zum Schlosspark. Dabei übernahm jeder der Teilnehmer einmal die Führung der Gruppe, incl. der Orientierung und Wege suchen um die Teilnehmer sicher mit Stock über Stein, aber ohne Trage zum Schlosspark zurück zu bringen.

Wer nun Lust auf die nächste Kombiausbildung hat, einfach in den Kalender schauen, Im April gehts weiter mit dem nächsten Baustein.

Wissen, was zu tun ist: Große Notfallübung

Am Samstag, den 24.2.2024 organisierten unsere Sektionsmitglieder Uli Eisenhofer und Dietrich Hinkeldey ein umfangreiches Notfallszenario. Über 20 Beteiligte, zum Teil auch aus den benachbarten Sektionen, wurden in ihre verschiedenen Aufgabenbereiche eingewiesen.

Das Szenario: Eine Bergtourengruppe will in einen Klettersteig einsteigen und gerät dabei in einen Felssturz. Viele Gesteinsbrocken stürzen herab und treffen vier der zehn Gruppenmitglieder. Während einige mitten im Klettersteig heftig getroffen werden, erwischt es andere noch vor dem Einstieg. Eine schwierige Situation, denn man muss schnell aus der Steinschlagzone raus, aber mitten im Klettersteig mit einem an Schulter und Thorax verletzten Kletterer geht das nicht. So wird die Gruppe getrennt.

Wen muss ich nun verständigen? Wie verständige ich die Bergrettung? Wie die heimische Sektion? Alles das wurde realistisch durchgespielt. Mit einer gewissen Routine – am Vorabend wurde die Erste Hilfe am Berg theoretisch besprochen – wurden alle Verletzten gut versorgt und temperaturerhaltend gelagert und auch der verletzte Kletterer in der Wand sicher abgeseilt. Nach gut einer Stunde war das Szenario am Ende und man kehrte in die Vereinshütte zurück zum Nachgespräch – was lief gut? Was könnte man besser machen? Ein intensiver Vormittag fand seinen Abschluss mit einem gemeinsamen Mittagessen ausgegeben von der  „Hüttenwirtin“. Ein herzliches Dankeschön für das große Engagement an alle Beteiligten. 

Waldputz an der Burg Windeck

Mitglieder des Deutschen Alpenvereins (DAV) Weinheim entfernen Müll rund um die Burgruine Windeck

Die Burgruine Windeck ist bekanntlich ein beliebtes Ausflugsziel in Weinheim. Einfach herrlich der Blick über die Festungsmauer zur Altstadt und über die Rheinebene bis hin zu den Pfälzer Bergen. Und für Kinder nicht zu vergessen die Bilder und Skulpturen, die beim Aufstieg zur Burg die Geschichte über den „Grüffelo“ erzählen.
Wenn man sich aber über die Festungsmauer lehnte und hinabschaute, entdeckte man die Spuren, die Ausflügler hinterlassen: Flaschen, Getränkedosen, Fast-Food-Verpackungen, Pizzakartons, Behälter von Leuchtraketen und Böllern, Schuhe, Kleidungsstücke bis hin zu Corona-Masken, alles Spuren gedankenloser Ausflügler.
Wie schon in den vergangenen Jahren war dies auch diesmal der Grund, weshalb die Sektion Weinheim des Alpenvereins am vergangenen Samstag zu einem Waldputz aufrief.
Und es kamen gut 20 Personen, von jung bis alt, Frauen und Männer, stark motiviert und nicht zuletzt fit genug, um sich in dem schwierigen Gelände zu bewegen. Zum Glück hatte das Wetter mitgespielt und den Regen der vergangenen Tage gestoppt. Aber die Böden waren stark durchweicht und besonders im steil abfallenden Gelände zwischen Mauer und Zustiegsweg waren Seile hilfreich, um ein Abrutschen zu verhindern und die Aufstiege zu erleichtern. Gerade im Hangbereich nämlich lag viel Müll, noch dazu oft zugewachsen von Dornen- und Brombeerhecken und nur erreichbar, wenn man sich den Weg mittels Gartenschere freischnitt. Klar, dass da auch der eine oder andere Kratzer Spuren auf der Haut hinterließ, auch wenn die Hände in Handschuhen steckten.
Nach knapp 11/4 Stunden war die Arbeit erledigt und ein Rundgang um die Burg bewies, dass kein einziges Müllteil, vergessen worden war. Die Mühen hatten sich also gelohnt und zahlreiche Müllsäcke, darunter auch ein Computerbildschirm, wurden auf dem Parkplatz für die städtische Müllabfuhr bereitgestellt. Diese 11/4Stunden ergeben bei 20 Personen 25 Stunden, also für einen Arbeiter etwa drei Arbeitstage.
Als Belohnung für die fleißigen Müllsammler folgte ein gemeinsames Mittagessen in der gemütlichen Hütte auf dem Vereinsgelände an der „Jakobswand“.

Hans Henninger

Große Notfallübung 23./24.02.

Liebe Bergfreunde,

mit Uli Eisenhofer werde ich wieder eine große Notfallübung anbieten. Im vergangenen Jahr mussten wir ja leider den Praxisteil wegen Corona kurzfristig absagen und bei dem Nachholtermin im Juni gab es nicht genug Interessenten.

Termin jetzt:

Fr., 23.2.24 ab 20 Uhr Theorieabend in der Hütte

Sa., 24.2.24 ab 10 Uhr Praxisteil auf unserem Gelände

Bitte meldet euch über das Kontaktformular in der Seitenleiste an, wir benötigen mindestens 20 Personen.

Viele Grüße

Dietrich

On-Line: Am Seil durch’s Gelände

Ein neues Angebot im Kursprogramm wurde recht spontan ausgeschrieben und ist bei vielen Sektionsmitgliedern auf großes Interesse gestoßen.

Als Vorbereitung auf Berg- und Hochtouren wurden an zwei Sonntagen von Wolfgang Engelter die Grundlagen des Gehens am Seil im Gebirge vorgestellt und eingeübt. Im Kletterzentrum Weinheim und im Felsenmeer ganz ohne alpine Gefahren, aber mit jeder Menge Spaß wurden Knoten geknüpft, Seilschaften im Gelände nachgeholt und weitere Techniken eingeübt, die beim Gehen in Fels und Eis notwendig sind.

Die Teilnehmenden sind somit gut vorbereitet für weitere Ausbildungsschritte, die sich dann im Hochgebirge unter realen Bedingungen um die Tourenausbildung in Fels und Eis drehen. Entsprechende Angebote findet ihr auf den Ausbildungs- und Tourenseiten.

Jugendausfahrten Frankenjura 2024

Auch dieses Jahr bieten wir wieder zwei Ausfahrten ins Frankenjura für Kinder und Jugendliche aus der Jugendgruppe an. Das Frankenjura ist bekannt für die umfangreichen Sportklettermöglichkeiten. An den löchrigen Wänden ist für jeden etwas dabei – egal ob Anfänger oder Profi. Neben dem Klettern werden wir die Zeit mit natur- und erlebnispädagogischen Inhalten füllen. Wir übernachten auf dem Campingplatz Betzenstein, kochen gemeinsam, erkunden die Umgebung oder sitzen Abends gemütlich am Lagerfeuer.

Klettern Frankenjura

Hier die Zusammenfassung:

  • Termine:
    • 09.05 – 12.05.2024 (Christi Himmelfahrt)
    • 30.05. – 02.06.2024 (Fronleichnam)
  • Mindestalter: ab 8 Jahre für beide Termine
  • Anmeldeschluss: 10.04.2024
  • Unterkunft: (eigene) Zelte auf dem Campingplatz Betzenstein in der fränkischen Schweiz
  • Kosten: 80€ für eine Ausfahrt (incl. Fahrt, Unterkunft, Verpflegung)
  • Bezahlung: bitte nicht überweisen! Wir sammeln das Geld in bar vor der Fahrt ein
  • Anmeldung: schickt das ausgefüllte Anmeldeformular an anmeldung@jdavweinheim.de

Jugendvollversammlung 24.01.2024

Einladung zur Jugendvollversammlung (JVV) am 24.01.2024 in der Boulderhalle der Sektion Weinheim um 17:00 Uhr

Hiermit laden wir alle Sektionsmitglieder unter 27 Jahren, den Vorstand und weitere Interessierte zu unserer JVV ein. Stimmberechtigt sind alle Sektionsmitglieder, die ihr 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (also von 0-26 Jahre).

Bei der JVV wird informiert und über alles was unser Vereinsleben betrifft entschieden. Wir zählen auf Deine Beteiligung und freuen uns auf dich!

Für die Jugend
Myriam Pörsel (Jugendreferentin)