Juliwanderung 2019

Die Juliwanderung ging diesmal von Oberflockenbach nach Heidelberg. Ich danke Richard Rothermel  das er mich hier vertreten hat und meine Tour geführt hat. 9 Mitwanderer waren dabei. Der Start war nach einer Busfahrt von Grossachsen nach Oberflockenbach zum Bildstock. Schöne Aussichten gab es auf dem Weg zum Naturfreundehaus Kohlhof auf den Kisselbusch und andere Bergzüge des Odenwaldes. Von dort über Wilhelmsfeld zum Weissen Stein, hier wurde Einkehr gehalten. Runter ging es dann nach Heidelberg mit schönen Ausblicken auf das Schloss und über den Philosophenweg nach Neunenheim. Ich glaube, die Wanderung hat gut gefallen, trotz der 19 km und Höhenmeter mehr abwärts. Vielen Dank nochmal Richard.

Roland Berger

                        Roland Berger ,

www.dav-felsinfo.de: 4000 Felsen sind online – die Datei wird ständig erweitert

Sommer 2019: Das Kletterportal des Deutschen Alpenvereins – http://www.dav-felsinfo.de – ist jetzt nahezu vollständig: Mehr als 4000 Kletterfelsen in Deutschland sind inzwischen online. Das Portal gibt Kletterern hilfreiche Informationen – vom Routenspektrum eines Felsens bis zur Exposition, von der Gesteinsart bis zur aktuellen Kletterregelung, von der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis zum Routencharakter. Ziel des Internetportal ist es, Kletterer zu informieren und sie für die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt der Felsen zu sensibilisieren.

Bei der Planung von Klettertouren ist das Portal erste Wahl und leistet – neben Beschreibungen in Kletterführern und Hinweistafeln im Gelände – einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung von Informationen über naturverträgliches Klettern. Die entsprechenden Regelungen geben so genannte Kletterkonzeptionen vor, die in Zusammenarbeit von Behörden, Naturschutz- und Kletterverbänden erstellt werden. So werden etwa die Brutfelsen von geschützten Vogelarten wie Wanderfalke und Uhu bis zum Abschluss der Brut nicht beklettert. In Felsbereichen, die eine besondere Bedeutung als Standorte seltener und geschützter Pflanzen haben, werden zum Teil ganzjährige Tabuzonen ausgewiesen. Die Lenkungsmaßnahmen realisieren ehrenamtliche Helfer der DAV-Sektionen und anderer Kletterverbände, die sich vor Ort etwa um die Beschilderung oder die Sanierung von Zustiegswegen kümmern.

http://www.dav-felsinfo.de/

Juniwanderung 2019

Die Juniwanderung im Laufe des Jahres findet seit Jahren in Lothringen an der Südpfälzer Waldgrenze hinter dem Dahner Felsenland statt. Walter Risse hat zu dieser Wanderung nach Sturzelbronn bei der Festungsstadt Bitche eingeladen. Leider konnte ich nur die Begrüßung machen. Es trafen sich 9 Wanderer ein um mit Walter über 4 Stunden um die 16 Kilometer zu wandern. Es ging auf die Lützelhardt mit tollen Aussichten, eine Rast wurde an einem Hofladen gemacht, wo es Ziegenmilchprodukte und Kuchen gab. Die Schlussrast war bei Walter im Ferienhaus wo die Wanderer mit mitgebrachten Speisen und mit Walters Quiche gut versorgt wurden.
Die Wanderung hat allen gut gefallen, einmal im Jahr gehen die DAV Sonntagswanderer auch mal weiter weg, um neue Eindrücke zu gewinnen. Bitche, die Festungs-und Zisternenstadt, die Maginot- Linie bei Lembach haben wir hier schon erkunden können. Wir dankten Walter für die gut vorbereitete Wanderung.

Roland Berger

                        Roland Berger ,

Maiwanderung 2019

Zu der Maiwanderung am 5. 5. 19 hatten Marianne und Richard Rothermel uns nach Schönau eingeladen. 22 Mitwanderer trafen sich auf dem Parkplatz in Schönau. Bei etwas frischem, aber trockenen Wetter, lange den Berg hinauf zur Lärchenwaldhütte. Dann zur Burg Schadeck (Schwalbennest) der Hinterburg mit kurzer Rast nach Neckarsteinach. Der Bach Steinach, der in den Neckar fließt, wurde überquert um zum OWK Wanderheim Mannheimer Hütte zu kommen. Ein Teil der Gruppe nahm in dicken Jacken draußen Platz, andere bevorzugten das Kaminfeuer in der Hütte um sich zu stärken. Über den „Hoher Darsberg“, hier ist auch ein Standesamt, gelangten wir über den 445 m. Hohen Darsberg zum Goethe Blick. Die Aussichten gingen über den Neckar in den kleinen Odenwald bis zum Stromberg, der Ravensburg bei Eppingen und zum näheren Dilsberg. Ab dann stetig bergab wieder nach Schönau ins „Alte Haus“ wo auch die Schlussrast gehalten wurde. Wir dankten Marianne und Richard für diese vielfältige Wanderung. Es waren 17,2 Kilometer und 590 Höhenmeter.

Roland Berger

                        Roland Berger ,

Wilder Kaiser

Juli 2018

Gamsängersteig auf dem Weg zur Ellmauer Halt

Zu sechst – Marielle, Otha, Agnès, Rainer, Michael und Astrid – planten wir die Tour durch den Wilden Kaiser. Einmal über den Kaiserschützensteig gehen, in voller Länge. Dazu nahmen wir uns fünf Tage Zeit. Aufstieg zur Vorderkaiserfeldenhütte, abgekürzt VKFH, weil kein Mensch immer den vollen Namen aussprechen mag, über den Musikantensteig. Weiter über die Pyramidenspitze und die Hochalm zum Stripsenjochhaus. Von dort über den Eggersteig, die Steinerne Rinne und den Jubiläumssteig zur Gruttenhütte. Am nächsten Tag über den Kaiserschützensteig, das meint den Klettersteig über die Ellmauer Halt und die Gamshalt und die kleine Halt, zum Anton-Karg-Haus. Abstieg über den Pfandlhof und die 250 Stufen die Sparchner Klamm hinunter nach Kufstein.
Dieser Sommer hatte auch für uns einen sehr heißen Tag für den Aufstieg parat. Völlig durchgeschwitzt kamen wir auf der VKFH an. Zum Glück führte der Musikantensteig größtenteils zwar steil aber schattig bergauf. In aller Früh standen wir am nächsten Morgen auf für die lange Tour über die Pyramidenspitze. Wir wurden mit Gämsen belohnt, die sich uns ohne Scheu zeigten. Nachmittags auf der Hochalm hatten wir großen Kuchenhunger und Kaffeedurst.

Vor der Gruttenhütte

Doch der Senn meinte, er sei ja schließlich kein Lokal. Er könne uns Limonade und Bier anbieten, wie auf der Schiefertafel angeschrieben. Es wurde recht gemütlich bei ihm. Den Weiterweg vor Augen, ein lang gezogener aufsteigender Weg am Bergrücken entlang, wollten wir gar nicht aufstehen. Doch alles half nichts, unser Bett war im Stripsenjochhaus reserviert. Dort angekommen, hatte der Trubel uns wieder. Das Stripsenjochhaus war gerammelt voll. Das Wetter trübte ein, dies bedeutete auch, dass die Sonne ihre letzten Strahlen auf sich auftürmende Wolken warf, die sich rosa verfärbten. Romantik pur.
Der Weg über den Eggersteig und die Steinerne Rinne war wirklich beeindruckend. Der Wilde Kaiser ist hier absolut wild mit der Aussicht auf die Fleischbank und den Predigtstuhl, ein Eldorado für Kletterer. Wir gingen im Nebel und leichtem Regen los. Erst oben am Kopftörl kam so nach und nach die Sonne hervor, so dass wir wie wild geworden unsere Zwiebelschichten ablegten. Jetzt war es mal wieder zuuu warm. Eine längere Pause war willkommen, der Weg zur Gruttenhütte über den Jubiläumssteig nicht mehr weit. Die Gruttenhütte ist nach dem Umbau hell und angenehm. Ein alter Erste-Hilfe-Kasten hat die Sanierung überstanden. Öffnet man diesen, steigt einem der beißende Geruch von Desinfektionsmitteln in die Nase. 

Auf dem Weg zur Gamshalt

Der Kaiserschützensteig begann an der Gruttenhütte in leichtem Nebel, der sich bald verzog. Gut zu machen war der Klettersteig. Der Übergang zur Gamshalt hat einige von uns doch herausgefordert. Zum Teil ist der Weg brüchig und ausgesetzt. Doch mit Bravour hatte jeder von uns auch dieses Wegstück hinter sich gebracht. Von da aus hieß es jetzt noch lange, lange bergab zu gehen. Immer wieder war dieser mit kleinen Klettersteigen gespickt. Die kleine Halt sparten wir uns. Wir wollten doch noch ein Abendessen im Anton-Karg-Haus. Das gab es auch für die letzten von uns. Vor dem Zu-Bett-gehen gab es noch Feueralarm, ausgelöst von einem Teil, bei dem die Batterie nicht einwandfrei funktionierte. Die Wirtsleute konnten den Alarm auch nicht ausstellen. Etwa nach einer gefühlten halben Stunde war dann Ruhe in der Hütte und wir konnten uns beruhigt nach dem anstrengenden Tag ablegen.

Das Frühstück im Anton-Karg-Haus war genial. Der Hüttenwirt ist gelernter Bäcker und Konditor. Gestärkt machten wir uns an den Abstieg: die mit dem Zug nach Hause fuhren, etwas früher; die mit dem Auto weiterreisten, in aller Gemütsruhe etwas später. Der Wilde Kaiser hat es uns angetan. Gerne denken wir an diese Tour zurück.

16.05.19, Astrid Kunisch

Eine Wohlfühlwoche auf der Rudolfshütte

Juni 2018

„Wohlfühl-Bergerlebnis im Nationalpark Hohe Tauern“. Die ausgeschriebene Tour klingt vielversprechend. Und tatsächlich lässt die hochgelegene Rudolfhütte (2315 m) keine Wünsche offen. Ein Besuch in der Sauna mit anschließender Erfrischung in Swimmingpool, Klettern an der Indoor-Kletterwand sowie das leckere Kuchenbuffet am Nachmittag sind eine gute Alternative zum Schmuddelwetter. Und trotzdem lockt uns die grandiose Bergkulisse nach draußen. Eingemummelt in unsere Regenjacken ziehen wir los. 

Am Gipfel der Stubacher Sonnblick

Von der Mittelstation am Grünsee wandern wir über üppige Vegetation zum Schafbühel. Die Silberdisteln kommen jetzt besonders reizvoll zur Geltung. Gerade bei diesem Wetter wagen sich auch die Alpensalamander hervor. Eine weitere Wanderung führt uns über den Gletscher-Panoramaweg gegenüber vom Berghotel vorbei am Kronprinz-Rudolf-Klettersteig bis zum See am Gletscherfuß. In den Nebelschwaben lassen sich nur schwer die umliegenden Berge erahnen. Erst am Nachmittag klart es auf, und es zeigt sich ein atemberaubendes Bergpanorama.

Auf dem Weg zu Stubacher Sonnblick

Am letzten Tag sind die Wolken ebenso wie der graue Nebel wie weggeblasen. Die geplante Hochtour zum Sonnblick kann stattfinden. Bei klarer Sicht und einer stabilen Wetterlage ist ausreichend Zeit, um den Umgang mit den Steigeisen zu lernen. Der untere Gletscherbereich ist aper und bietet sich dazu an. Auf dem Firn bilden wir eine Siebener-Seilschaft. Das Fortbewegen auf dem Eis und das Gehen in der Seilschaft erfordert hohe Konzentration von allen. Die große Gletscherspalte lassen wir rechts liegen. Die letzten hundert Meter fordern uns noch einmal alles ab. Zuerst über loses Geröll und dann noch ein schönes Stück auf dem Grat entlang geht es zum Gipfel. Für die Meisten ist es die erste Hochtour und der erste 3000er. Die Gesichter strahlen vor Glück. 

2019 wird die Reihe „Wohlfühl-Bergerlebnis für Frauen“ am Gardasee fortgeführt.

16.05.19, Agnès Parisot

Sonnige Tage im Oberengadin La Punt St. Moritz

Februar 2018

Auf dem Julier Pass, bereits bei der Rückfahrt

Der Tradition folgend waren wir – 26 Mitglieder unserer Sektion – in einer der größten und renommiertesten Skiregionen derAlpen unterwegs. Die absolute Höhenlage von 1700 bis 1800 m garantiert Pollen- und Feinstaub-freie Hochgebirgsluft von hohem gesundheitlichem Potenzial. Das Unternehmen stand von Anfang an unter einem günstigen Stern.
Unser Ziel und Standort war La Punt, das wir mit dem Bus über den Julierpass nach 550 km problemlos erreichten. Im Selbstversorgerhaus der Familie Rudiger waren wir, wie in den vergangenen Jahren, in Doppelzimmern bestens untergebracht. Selbstversorger heißt, dass fleißige Hände im Vorfeld für die Verpflegung am Morgen und Abend vorgesorgt hatten. 
Das Spektrum der Möglichkeiten alpiner Betätigung ist groß und bietet jedem das ihm am besten zuträgliche. Die Alpin-Skifahrer hatten die Wahl zwischen Corviglia mit Piz Nair, Corvatsch, Diavolezza mit Morteratsch und Lagalp. Sie bieten Abfahrten ab 3100 m mit dem Highlight einer Gletscherabfahrt zur Station Morteratsch der Bernina-Bahn.

Auf der Pisten

Auch die Langläufer fanden geradezu ideale Bedingungen vor, denn alle Loipen für Skating und Klassik waren bestens präpariert. Sie erstrecken sich über das gesamte Hochtal des Inn zwischen Malojapass, Sils Maria, St. Moritz, Pontresina bis La Punt und Zuoz. Beim Engadiner Marathon am 2. Sonntag im März werden wieder tausende auf diesem Parcour unterwegs sein. Abseits dieser Loipen gibt es Alternativen zur Genüge, wie die der Vale Bever, Fex und Rosegg.
Last not least war da die Gruppe der Individualisten, die zu Fuß unterwegs waren. Gepflegte sonnige Wege entlang des Inns, in großartiger Hochgebirgslandschaft und stets mit bizarren Gipfeln im Blickfeld, wecken ebenfalls die Freude am Erleben in der Natur. 
Ein sehr gut getaktetes Bus- und Bahnsystem verbindet alle Orte miteinander. Kurioses leisteten Reinhart und Wolfgang, die die Pisten und umliegenden Berghänge mit Tourenskiern bzw. Schneeschuhen beackerten. Auch über sportliche Höchstleistungen gibt es zu berichten. So schaffte unsere Marathon-Läuferin Jutta mit LL-Skiern die Strecke ab Quartier in La Punt über Pontresina ins Val Rosegg bzw. bis zur Morteratsch Gletscherzunge hin und zurück als Halbtagestour.
Wir waren eine fröhliche Truppe und hatten ein gutes Miteinander. Mit den täglich wechselnden Helfern in der Küche war jeder gefordert. Jeder war bemüht, bereits zum nachmittäglichen Kaffee vor Ort zu sein. Denn auch die Zeit bis zum Abendessen wurde genutzt. Bei einer abendlichen Info erfuhren wir Interessantes zur Dorfgeschichte. Man ist hier stolz auf reich verzierte Bauernhöfe und herrschaftliche Patrizierhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Im nahen Zuoz gibt es ein Kaffeemuseum und die höchst gelegene Kaffeerösterei Europas. Bei einer aktuellen Betriebsführung erfuhren wir Näheres zur Fertigung und Geschichte des Kaffees.

Am Roseg-Tal

Die Bilanz am Ende der tollen Tage ist positiv: Acht Tage herrlicher Sonnenschein und keine ernsthafte Verletzung. Allein Bärbel wird nach einem spektakulären Rutscher mit vereinten Kräften rasch wieder auf die Beine gestellt und ist alsbald wieder bewegungsfähig.
Aus einer Versteigerung von restlichen Lebensmitteln am Abschiedsabend wird eine lustige Veranstaltung. Dafür sorgt Giovanni als Experte, der alles bestens im Griff hatte. Der Tradition folgend wurde auf der Heimfahrt noch zwei Mal Station gemacht, im Heidiland bei Chur und im südbadischen Achern, mit Einkehr in der „Weinstube zur Trotte“ und dem fröhlichen Ausklang bei Flammkuchen und Wein.
Der Dank gilt allen, die zum guten Gelingen beigetragen haben, so den Helferteams und vor allen den Organisatoren Astrid Kunitz und Agnès Parisot. Alle kamen auf ihre Kosten und La Punt 2018 wird allen in bester Erinnerung bleiben. Auf ein Neues 2020.

16.05.19, Peter Neubert

Mehrseillängenklettern im Appenzellerland

Mai 2018

Roland Bergbold am III. Kreuzberg, Südrippli

Bei herrlichstem Wetter machten sich Ende Mai sechs Kletterer auf, um die Felsen rund um die Bollenwees-Hütte zu erkunden. Nach zweistündigem Aufstieg ab Brüllisau erreichten wir die malerisch am Fählensee gelegene Hütte, die auf 1471 m in der atemberaubenden Bergwelt des Alpsteingebirges thront. Gleich nach der Mittagsrast ging es los zur ersten Klettertour.
Die umliegenden Kreuzberge und der Fähnligipfel boten Routen der unterschiedlichsten Schwierigkeitsgrade an, und somit war für jeden Geschmack etwas dabei.

Zunächst gewöhnungsbedürftig war die Reibungskletterei mit den zahlreichen Wasserrillen, auch die Integration von Latschenkiefern in einigen Kletterrouten war mitunter eine Herausforderung.
Von den Gipfeln genossen wir den Tief- und Ausblick ins Rheintal, den Bodensee und das wunderschöne Säntisgebiet und anschließend die „Abseilpisten“ auf dem Weg nach unten.
Nach den Touren lud der Fählensee zu einem erfrischenden Bad ein, das bei den sommerlichen Temperaturen eine willkommene Abkühlung brachte.

 

Gruppenfoto in der Bollenweeshütte mit (v.l.) Roland Bergbold, Jutta Kammer, Karola Pluschke, Wolfgang Pluschke, Martin Krichbaum, Oliver Friebus

Die verbrauchten Energien konnten wir am Abend mit leckeren Schweizer Spezialitäten wie „Käse-Rösti“ kompensieren und diese auf der Terrasse mit Berg- und Seeblick genießen. Auch ein kurzweiliges Kartenspiel sorgte für Erheiterung und ließ den Klettertag gesellig ausklingen.
Nach den vier Tagen kehrten wir voller neuer Eindrücke und schöner Erlebnisse wieder in den Odenwald zurück. Vielen Dank an Roland für die Organisation und Durchführung der Tour!

16.05.19, Jutta Kammer

Wanderwoche des Singkreises im Alpbachtal

2018

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Bei der Olperer-Hütte

Traumhafte Wanderungen beim sonnigen Wetter erlebten sechs Mitglieder des Sinkreises unter der Leitung von Walter Hebling im Alpbachtal. Das Alpbachtal, ein Seitental vom Inntal und parallel zum Zillertal gelegen, gab uns ausreichende Gelegenheiten für tolle Touren zu erwandern. Als Standort wurde ein gut ausgestattetes Ferienhaus in Reith (637 m) im Alpbachtal in Selbstversorgung ausgesucht. Von diesem Domizil hatten wir sagenhafte Blicke ins Inntal, Karwendel und Rofangebirge. 
Dem Reither Kogel (1336 m), dem Hausberg von Reith, galt der erste Wandertag. Als Rundwanderung geplant, ging es über den Ort St. Gertaudi zum Aussichtpunkt „Spitzer Köpfel“ mit Blicken ins Zillertal, danach mit herrlichen Panoramablicken begleitet steil aufsteigend zum Gipfel. Auf der Alpbachseite führte der Weg hinab nach Reith. Für den ersten Tag, der über 850 Höhenmeter und 13 km Länge ging, waren schon Kondition und Ausdauer gefragt. Beim stabilen Schönwetter wanderten wir am zweiten Tag auf das Wiedersberger Horn (2127 m). Von der Seilbahnbergstation Hornboden (1850 m) führt ein gut ausgebauter, zum Teil felsiger Steig auf den Gipfel (2127 m). Herrliche Ausblicke in die umliegende Alpenwelt und die Täler von Alpbach- und Zillertal waren uns gegönnt. Ein unvergessliches Naturerlebnis auf dem Höhenweg in Richtung Sagtaler Spitze waren die fantastischen Blicke auf weitläufige Flächen von Alpenrosen und Heidelbeeren, die kilometerlangen Bergflanken herbstlich in ein flimmerndes Rotbraun färbten. Der Abstieg ging über die Moser Baumgartenalp zurück zur Bergstation.
Am Entspannungstag, verbunden mit Kultur, ging es in die Wolfsklamm bei Stans, eine vom Stallenbach durchrauschte Schlucht mit wildromantischen Wasserfällen. Sie ist mit 354 Stufen und überhängenden Wegabschnitten ausgestattet und führt hinauf in Richtung Kloster Georgenberg, das aber wegen Renovierung leider geschlossen war. Das nächste Highlight war das Schloss Tratzberg, das zu den schönsten Schlösser in Tirol zählt. Der Abschluss war bei einem Rundgang im mittelalterlichen Rattenberg.

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Kammweg vom Wiedersberger Horn aus

Einen weiteren Höhepunkt der Wanderwoche bot die Tour auf die Rofanspitze, der mit 2259 m dritthöchste Gipfel im Rofangebirge. Im Westen wird das Rofangebirge vom Achensee begrenzt, im Süden liegt das Inntal, im Norden geht der Blick nach Oberbayern. Von der Bergstation der Rofanseilbahn (1834 m), die das Wandergebiet erschließt, geht es an der Erfurter Hütte vorbei, über die Grubascharte (2102 m) mit dem Blick zum Grubasee auf die Rofanspitze, die tolle Ausblicke in die schroffe Bergwelt gestattet. Beim Abstieg, vorbei an Spieljoch und Seekarspitze in dem steilen, teilweise gesicherten Gelände, begleitete uns zur Erfurter Hütte die herbstliche Färbung der Bergwiesen. 
Genauso eindrucksvoll wie die Besteigung der Rofanspitze war die Tour zur Olpererhütte, die der Werbeslogan „2.389 m über dem Alltag“ trefflich beschreibt. Die Olpererhütte, eine DAV-Hütte der Sektion Neumarkt in der Oberpfalz, liegt inmitten imposanter Berggipfel der Zillertaler Alpen. Auf der Mautstraße fährt man bis zum Schlegeisspeicher (1795 m). Die Rundtour geht vom See auf dem Neumarkter Weg durch Latschen auf stetig ansteigendem Pfad zum Unterschrammachkar (2300 m)und zum Hochgebirgswanderweg, der aus eindrucksvoll angelegten Felsenblöcken besteht und zur Olpererhütte führt. Herrliche Ausblicke auf die Gletscherriesen des Zillertaler Hauptkamms mit Großer Möseler, Hochfeiler und Hochferner sowie auf den tief liegenden Schlegeisspeicher ließen uns immer wieder über die wunderschöne Natur staunen. Der direkte Weg hinab zum Parkplatz am Schlegeisspeicher rundete die Bergtour ab. Die Heimfahrt durch das langgezogene Zillertal erlaubte immer wieder eindrucksvolle Blicke auf kleine Ortschaften und Landschaft.

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Vor der Erfurter Hütte im Rofangebirge

Zum Abschluss der Wanderwoche ging es am letzten Tag nach Pertisau am Achensee. Dem Uferweg entlang verbunden mit dem Abstecher zum Ebener Blick war dann an der Gaisalm die Wanderung zu Ende. Eine Schifffahrt auf dem Achensee nach Pertisau schloss der Wandertag ab. Mit vielen Erinnerungen an die Natur, der herrlichen Bergwelt, der tollen Gemeinschaft, und dem Dank an den Organisator, verließen wir über Innsbruck, Garmisch und Augsburg unser Wandergebiet.

16.05.19, Elisabeth Schneider

Frühlingserwachen im Allgäuer Voralpenland

April 2018

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Umweltbewusst mit dem Zug startete Anfang April eine 22-köpfige Wandergruppe nach Zell in die Nähe von Füssen. Das Wetter versprach für die ganze Woche frühlingshafte Temperaturen, so dass die von Walter Hebling bestens vorbereiteten Wanderungen zu einem vollen Erfolg wurden. Die erste Route führte am Sonntag bei Kaiserwetter ans Wasserschloss in Weizern, weiter über die Schlossbergalm zu den beiden Ruinen Eisenberg und Hohenfreyberg zum Schweinegger-Weiher. Die fantastischen Blicke hinüber zu den Tannheimer Bergen und dem Ammergebirge, die noch mit Schnee bedeckt waren, beeindruckte besonders. Im Wasser des Schweinegger-Teiches konnten zahlreiche Krötenaktivitäten beobachtet werden.
Montags verlief die Wanderung in südliche Richtung zum Westende des Weißensees.In Oberkirch bestaunten wir die schöne Nikolauskapelle aus dem 14. Jahrhundert, ehe der Rundweg um den Weißensee eingeschlagen wurde. Bemerkenswert ist eine enge und niedrige Stelle in der Felswand, das Felsentor, welches wir durchsteigen mussten. Zum Abschluss der Tagestour fanden wir uns in Füssen ein. Als Wahrzeichen der Stadt steht das beeindruckende „Hohe Schloß“ auf einer Anhöhe, ehemaliger Sitz der Fürstbischöfe von Augsburg.

Tannheimer, Aggenstein, mit Zell

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Ausgangpunkt der Wanderung am nächsten Tag war der Hopfensee. Etliche Holzfiguren wie Wichtelmänner oder Pilzköpfe auf abgesägten Bäumen begleiteten uns bei der Umrundung.Vom Hopfensee aus ging es hinüber zum Forggensee, der nur ein braunes Flussbett hatte – er war abgelassen und sollte erst wieder im Juni befüllt werden.
Tags darauf ging es gleich nach Füssen. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung wanderten wir flussaufwärts zum Lechfall, weiter über den Alpenrosenweg zum Alpsee, der die ersten Blicke zum Schloss Hohenschwangau freigab. Das Schloss Neuschwanstein sollte noch besucht werden, doch war der Touristenandrang zu groß.
Per Bus wurde am nächsten Tag Pfronten angefahren. Von hier ging es hoch zur Burgruine Falkenstein, die als höchste Burg Deutschlands auf einem 1268 hohen Felsen steht. Von dort hatten wir herrliche Blicke zu den Tannheimer Bergen, ins Vilstal und in das Voralpenland. Eine besondere Herausforderung war die anschließende Überschreitung von „Einer- und „Zwölferkopf“ auf dem Zirmgrat, der dann hinab zum Alatsee führt, bekannt vom Kluftinger-Roman „Seegrund“. Über den Weißensee und Füssen wurde der Rückweg angetreten.
Am letzten Tag, als Kulturtag deklariert, besuchten wir Kempten, die neben Trier und Köln zu den ältesten Städten Deutschlands zählt. Neben der einmalig schönen Altstadt mit dem Rathaus aus dem 14. Jahrhundert, als Kornschranne erbaut, und dem historischen Brunnen, eingerahmt von schönen Patrizierhäusern, steht am Ende der Rathausstraße die gotische St.Mang-Kirche aus dem 15. Jahrhundert mit dem St.-Mang-Brunnen von 1905 im Jugendstil. Außerhalb der Kernstadt wurden die Basilika St. Lorenz aus dem 17. Jahrhundert und die Residenz der Fürstäbte von Kempten besichtigt. Die Residenz (1651) mit der Ausstattung des Festsaales ist ein Höhepunkt des bayerischen Rokoko.
Eine sehr schöne Wanderwoche ging zu Ende, die mit tollen Strecken bei herrlichem Wetter noch lange in Erinnerung bleiben wird. 

16.05.19, Peter Jourdan