Mehrseillängenklettern im Appenzellerland

Mai 2018

Roland Bergbold am III. Kreuzberg, Südrippli

Bei herrlichstem Wetter machten sich Ende Mai sechs Kletterer auf, um die Felsen rund um die Bollenwees-Hütte zu erkunden. Nach zweistündigem Aufstieg ab Brüllisau erreichten wir die malerisch am Fählensee gelegene Hütte, die auf 1471 m in der atemberaubenden Bergwelt des Alpsteingebirges thront. Gleich nach der Mittagsrast ging es los zur ersten Klettertour.
Die umliegenden Kreuzberge und der Fähnligipfel boten Routen der unterschiedlichsten Schwierigkeitsgrade an, und somit war für jeden Geschmack etwas dabei.

Zunächst gewöhnungsbedürftig war die Reibungskletterei mit den zahlreichen Wasserrillen, auch die Integration von Latschenkiefern in einigen Kletterrouten war mitunter eine Herausforderung.
Von den Gipfeln genossen wir den Tief- und Ausblick ins Rheintal, den Bodensee und das wunderschöne Säntisgebiet und anschließend die „Abseilpisten“ auf dem Weg nach unten.
Nach den Touren lud der Fählensee zu einem erfrischenden Bad ein, das bei den sommerlichen Temperaturen eine willkommene Abkühlung brachte.

 

Gruppenfoto in der Bollenweeshütte mit (v.l.) Roland Bergbold, Jutta Kammer, Karola Pluschke, Wolfgang Pluschke, Martin Krichbaum, Oliver Friebus

Die verbrauchten Energien konnten wir am Abend mit leckeren Schweizer Spezialitäten wie „Käse-Rösti“ kompensieren und diese auf der Terrasse mit Berg- und Seeblick genießen. Auch ein kurzweiliges Kartenspiel sorgte für Erheiterung und ließ den Klettertag gesellig ausklingen.
Nach den vier Tagen kehrten wir voller neuer Eindrücke und schöner Erlebnisse wieder in den Odenwald zurück. Vielen Dank an Roland für die Organisation und Durchführung der Tour!

16.05.19, Jutta Kammer

Wanderwoche des Singkreises im Alpbachtal

2018

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Bei der Olperer-Hütte

Traumhafte Wanderungen beim sonnigen Wetter erlebten sechs Mitglieder des Sinkreises unter der Leitung von Walter Hebling im Alpbachtal. Das Alpbachtal, ein Seitental vom Inntal und parallel zum Zillertal gelegen, gab uns ausreichende Gelegenheiten für tolle Touren zu erwandern. Als Standort wurde ein gut ausgestattetes Ferienhaus in Reith (637 m) im Alpbachtal in Selbstversorgung ausgesucht. Von diesem Domizil hatten wir sagenhafte Blicke ins Inntal, Karwendel und Rofangebirge. 
Dem Reither Kogel (1336 m), dem Hausberg von Reith, galt der erste Wandertag. Als Rundwanderung geplant, ging es über den Ort St. Gertaudi zum Aussichtpunkt „Spitzer Köpfel“ mit Blicken ins Zillertal, danach mit herrlichen Panoramablicken begleitet steil aufsteigend zum Gipfel. Auf der Alpbachseite führte der Weg hinab nach Reith. Für den ersten Tag, der über 850 Höhenmeter und 13 km Länge ging, waren schon Kondition und Ausdauer gefragt. Beim stabilen Schönwetter wanderten wir am zweiten Tag auf das Wiedersberger Horn (2127 m). Von der Seilbahnbergstation Hornboden (1850 m) führt ein gut ausgebauter, zum Teil felsiger Steig auf den Gipfel (2127 m). Herrliche Ausblicke in die umliegende Alpenwelt und die Täler von Alpbach- und Zillertal waren uns gegönnt. Ein unvergessliches Naturerlebnis auf dem Höhenweg in Richtung Sagtaler Spitze waren die fantastischen Blicke auf weitläufige Flächen von Alpenrosen und Heidelbeeren, die kilometerlangen Bergflanken herbstlich in ein flimmerndes Rotbraun färbten. Der Abstieg ging über die Moser Baumgartenalp zurück zur Bergstation.
Am Entspannungstag, verbunden mit Kultur, ging es in die Wolfsklamm bei Stans, eine vom Stallenbach durchrauschte Schlucht mit wildromantischen Wasserfällen. Sie ist mit 354 Stufen und überhängenden Wegabschnitten ausgestattet und führt hinauf in Richtung Kloster Georgenberg, das aber wegen Renovierung leider geschlossen war. Das nächste Highlight war das Schloss Tratzberg, das zu den schönsten Schlösser in Tirol zählt. Der Abschluss war bei einem Rundgang im mittelalterlichen Rattenberg.

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Kammweg vom Wiedersberger Horn aus

Einen weiteren Höhepunkt der Wanderwoche bot die Tour auf die Rofanspitze, der mit 2259 m dritthöchste Gipfel im Rofangebirge. Im Westen wird das Rofangebirge vom Achensee begrenzt, im Süden liegt das Inntal, im Norden geht der Blick nach Oberbayern. Von der Bergstation der Rofanseilbahn (1834 m), die das Wandergebiet erschließt, geht es an der Erfurter Hütte vorbei, über die Grubascharte (2102 m) mit dem Blick zum Grubasee auf die Rofanspitze, die tolle Ausblicke in die schroffe Bergwelt gestattet. Beim Abstieg, vorbei an Spieljoch und Seekarspitze in dem steilen, teilweise gesicherten Gelände, begleitete uns zur Erfurter Hütte die herbstliche Färbung der Bergwiesen. 
Genauso eindrucksvoll wie die Besteigung der Rofanspitze war die Tour zur Olpererhütte, die der Werbeslogan „2.389 m über dem Alltag“ trefflich beschreibt. Die Olpererhütte, eine DAV-Hütte der Sektion Neumarkt in der Oberpfalz, liegt inmitten imposanter Berggipfel der Zillertaler Alpen. Auf der Mautstraße fährt man bis zum Schlegeisspeicher (1795 m). Die Rundtour geht vom See auf dem Neumarkter Weg durch Latschen auf stetig ansteigendem Pfad zum Unterschrammachkar (2300 m)und zum Hochgebirgswanderweg, der aus eindrucksvoll angelegten Felsenblöcken besteht und zur Olpererhütte führt. Herrliche Ausblicke auf die Gletscherriesen des Zillertaler Hauptkamms mit Großer Möseler, Hochfeiler und Hochferner sowie auf den tief liegenden Schlegeisspeicher ließen uns immer wieder über die wunderschöne Natur staunen. Der direkte Weg hinab zum Parkplatz am Schlegeisspeicher rundete die Bergtour ab. Die Heimfahrt durch das langgezogene Zillertal erlaubte immer wieder eindrucksvolle Blicke auf kleine Ortschaften und Landschaft.

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Vor der Erfurter Hütte im Rofangebirge

Zum Abschluss der Wanderwoche ging es am letzten Tag nach Pertisau am Achensee. Dem Uferweg entlang verbunden mit dem Abstecher zum Ebener Blick war dann an der Gaisalm die Wanderung zu Ende. Eine Schifffahrt auf dem Achensee nach Pertisau schloss der Wandertag ab. Mit vielen Erinnerungen an die Natur, der herrlichen Bergwelt, der tollen Gemeinschaft, und dem Dank an den Organisator, verließen wir über Innsbruck, Garmisch und Augsburg unser Wandergebiet.

16.05.19, Elisabeth Schneider

Frühlingserwachen im Allgäuer Voralpenland

April 2018

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Umweltbewusst mit dem Zug startete Anfang April eine 22-köpfige Wandergruppe nach Zell in die Nähe von Füssen. Das Wetter versprach für die ganze Woche frühlingshafte Temperaturen, so dass die von Walter Hebling bestens vorbereiteten Wanderungen zu einem vollen Erfolg wurden. Die erste Route führte am Sonntag bei Kaiserwetter ans Wasserschloss in Weizern, weiter über die Schlossbergalm zu den beiden Ruinen Eisenberg und Hohenfreyberg zum Schweinegger-Weiher. Die fantastischen Blicke hinüber zu den Tannheimer Bergen und dem Ammergebirge, die noch mit Schnee bedeckt waren, beeindruckte besonders. Im Wasser des Schweinegger-Teiches konnten zahlreiche Krötenaktivitäten beobachtet werden.
Montags verlief die Wanderung in südliche Richtung zum Westende des Weißensees.In Oberkirch bestaunten wir die schöne Nikolauskapelle aus dem 14. Jahrhundert, ehe der Rundweg um den Weißensee eingeschlagen wurde. Bemerkenswert ist eine enge und niedrige Stelle in der Felswand, das Felsentor, welches wir durchsteigen mussten. Zum Abschluss der Tagestour fanden wir uns in Füssen ein. Als Wahrzeichen der Stadt steht das beeindruckende „Hohe Schloß“ auf einer Anhöhe, ehemaliger Sitz der Fürstbischöfe von Augsburg.

Tannheimer, Aggenstein, mit Zell

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Ausgangpunkt der Wanderung am nächsten Tag war der Hopfensee. Etliche Holzfiguren wie Wichtelmänner oder Pilzköpfe auf abgesägten Bäumen begleiteten uns bei der Umrundung.Vom Hopfensee aus ging es hinüber zum Forggensee, der nur ein braunes Flussbett hatte – er war abgelassen und sollte erst wieder im Juni befüllt werden.
Tags darauf ging es gleich nach Füssen. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung wanderten wir flussaufwärts zum Lechfall, weiter über den Alpenrosenweg zum Alpsee, der die ersten Blicke zum Schloss Hohenschwangau freigab. Das Schloss Neuschwanstein sollte noch besucht werden, doch war der Touristenandrang zu groß.
Per Bus wurde am nächsten Tag Pfronten angefahren. Von hier ging es hoch zur Burgruine Falkenstein, die als höchste Burg Deutschlands auf einem 1268 hohen Felsen steht. Von dort hatten wir herrliche Blicke zu den Tannheimer Bergen, ins Vilstal und in das Voralpenland. Eine besondere Herausforderung war die anschließende Überschreitung von „Einer- und „Zwölferkopf“ auf dem Zirmgrat, der dann hinab zum Alatsee führt, bekannt vom Kluftinger-Roman „Seegrund“. Über den Weißensee und Füssen wurde der Rückweg angetreten.
Am letzten Tag, als Kulturtag deklariert, besuchten wir Kempten, die neben Trier und Köln zu den ältesten Städten Deutschlands zählt. Neben der einmalig schönen Altstadt mit dem Rathaus aus dem 14. Jahrhundert, als Kornschranne erbaut, und dem historischen Brunnen, eingerahmt von schönen Patrizierhäusern, steht am Ende der Rathausstraße die gotische St.Mang-Kirche aus dem 15. Jahrhundert mit dem St.-Mang-Brunnen von 1905 im Jugendstil. Außerhalb der Kernstadt wurden die Basilika St. Lorenz aus dem 17. Jahrhundert und die Residenz der Fürstäbte von Kempten besichtigt. Die Residenz (1651) mit der Ausstattung des Festsaales ist ein Höhepunkt des bayerischen Rokoko.
Eine sehr schöne Wanderwoche ging zu Ende, die mit tollen Strecken bei herrlichem Wetter noch lange in Erinnerung bleiben wird. 

16.05.19, Peter Jourdan

Ordnungsdienste

Die Ordnungsdienste oder Kletter-Orgas werden von Mitgliedern der KAGru organisiert. Wir schließen das Gelände auf und ab, betreuen Gäste, verleihen Material, verkaufen Getränke, geben Tipps und sind für alle Anliegen ansprechbar. Wir freuen uns immer über „Nachwuchs“, den wir gerne in die Tätigkeiten der Kletter-Organisation einweihen. Wenn du Fragen zum Ordnungsdienst hast oder selbst mithelfen möchtest, melde dich bei Kerstin.

Das Kletterzentrum ist im Winterschlaf!

Wir sehen uns im Frühjahr 2022 wieder! Bis bald!
 

Oktober 2021

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  • OD - Team Ducati
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  • OD - Reiner
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  • Frauenklettern
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  • OD - Diether
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  • OD - Diether
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  • OD - Klaus Mattheis
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  • OD - Katja und Marc
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  • Frauenklettern
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  • OD - Diether
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  • OD - Diether
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  • OD - Klaus Mattheis
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  • OD - Walter & Kerstin
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  • Frauenklettern
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  • OD - Diether
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  • OD - Diether
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  • Wandeinsatz
  • OD - Klaus Mattheis
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  • Abklettern
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Aprilwanderung 2019

Der Adlerstein
Der Adlerstein

Diesmal hatten wir mal wieder endlich schönes Aprilwetter ohne aprilmäßig zu sein. 19 Wanderer folgten Dieter Schütz ab dem Wanderparkplatz Emigtal bei Heiligkreuzsteinach. Bei der Umrundung des Eiterbachtals ging es bergauf auf eine Anhöhe von 453,5 Höhenmeter. Von den hier sechs abgehenden Wegen folgten wir dem richtigen, unterhalb der Stiefelhütte vorbei, zum Lichtenklinger Hof mit der beeindruckenden Kapellenruine mit Altar und seinen historischen Sagen. Als man oben Siedelsbrunn schon sah, wurde der Eiterbach über eine kleine Holzbrücke überquert. Am Clemensberg vorbei wurde dann der Adlerstein erreicht. Dieser Dreimärker kennzeichnet die Grenzen von 1792, den Centwald von Waldmichelbach, den Mainzer Herrschaftswald und den Schönauer Cameralwald und stellt somit eine Besitzgrenze dar. Kurz darauf wurde Schönbrunn erreicht. Dies lieg bei Korsika. Hier wurde eine Pause gemacht, in der sonst einsamen „Waldgartenwirtschaft“ war viel los und man konnte im Freien sitzen. Über die Jägerhütte, mit zwei imposanten Bäumen, deren Wurzeln einen Kellereingang umschlungen hatten, ging es dann hinunter nach Heiligkreuzsteinach. Im Gasthaus bei der Ruine Waldeck wurde die Schlusseinkehr gehalten. Wir dankten hier Dieter Schütz für diese schöne Wanderung mit 19,7 Kilometer und 520 Höhenmeter

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Märzwanderung 2019

Unter dem Motto „um Kisselbusch, Götzenstein und mehr“ fand die März Wanderung 19 statt. Wir versammelten uns um Hans Schlabing auf dem Parkplatz in Löhrbach. 9 Wanderer waren dabei. Das Wetter war windig und regnerisch gemeldet. Zuerst ging es steil nach oben, dann wieder runter und der kleine Ort Schimbach wurde erreicht. Quer über Wiesen und Buckel am Viadukt in Weiher vorbei kam dann der Steinbruch bei Mackenheim wurde dann Mittagspause in einem kleinen Park in Mackenheim gehalten. Weiter durch einen großen Wald unterhalb von Siedelsbrunn kam man wieder auf die Höhe und wanderten an Oberabsteinach und der Steinachquelle südlich vom Götzenstein am Sportplatz und Schilift von Schnorrenbach vorbei zum Kisselbusch. An diesem Tag konnte man alle Wetter erleben. Teilweise regnete es, manchmal schien auch die Sonne und auf den letzten Metern stürmte es heftig. Wie der Odenwald halt ist, es geht rauf und runter und es wurden alle Täler gequert. Durch die sich ändernte Wetterlage hatte man eine gute Fernsicht. Zur Schlussrast im „Gasthaus Krug“ in Löhrbach kamen auch noch welche dazu, und wir dankten Hans Schlabing für die schöne Wanderung, auf Wegen, die wir zum Teil gar nicht kannten. Es waren 19,3 km und 570 Höhenmeter.

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Februarwanderung 2019

Die Wanderung am 10. Feb. 19 begann am Parkplatz in Kirch-Beerfurth bei Reichelsheim. Das Wetter war schlecht gemeldet, trotzdem fanden sich 10 Wanderer ein, um mit Ingrid Kober ums Gersprenztal zu wandern, Kurz nach dem Start ging es erstmal steil bergauf. Am Beerfurther Schlösschen (einer kleinen Ruine auf einer Anhöhe im Wald) gelangten wir an den Parkplatz des ehem. Gasthaus Vierstöck, ein Servicefahrzeug der Wanderführer versorgte uns hier mit warmen Getränken und Plätzchen. Über die Hutzwiese wurde dann das Totenkirchlein erreicht. Der Friedhof mit seiner alten Kapelle und der mächtigen Linde davor ist einsam zwischen Wald und Feld gelegen und machte einen imposanten Eindruck. Nun begann es zu regnen. Regenhosen wurden übergestreift und wir machten uns auf nach Fränkisch-Crumbach. Am Ortseingang am Park beim Schloss steht die sehenswerte Sarolta Kapelle. Die wurde 1892 von Adolf von Gemmingen als Mausoleum für seine Familie erbaut. In der Linde wurde Mittagsrast gemacht, von den Garderoben tropfte das Regenwasser unserer Jacken auf den Boden. Frisch gestärkt ging es dann übers Michelbacher Tal hinauf auf den Höhenweg. Es regnete nun etwas stärker, die Schirme hielten dem starken Wind nicht stand. Schloss Reichenberg wurde erreicht. Die Kapelle dort wurde besichtigt, hier war es trocken. Zufällig kam der Organist herein, und wir durften seinen Proben lauschen. Von der Lebkuchenstadt Pfaffen-Beerfurth ging es dann über die Gesprenzbrücke nach Kirch-Beerfurth zu den Autos. Wir dankten Ingrid Kober für schöne Wanderung. 19,4 km, 465 Höhenmeter.

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Auf einer Wunderinsel namens Madeira

Der Singkreis wandert zehn Tage „im Atlantik“ vom 07.02. bis 16.02.2019

Gruppe oberhalb Funchal
Gruppe oberhalb Funchal

Im Februar gab es wieder einmal eine dieser schon legendär gewordenen Fahrten mit dem Singkreis der Sektion Weinheim im Deutschen Alpenverein. Wie schon die stattliche Zahl von 34 Teilnehmern von Aktiven und Freunden erkennen lässt, hatte Walter Hebling den Geschmack der Reiselustigen ganz richtig getroffen. Madeira, ein Sehnsuchtsziel, unmöglich daran zu denken, ohne dass Bilder erscheinen von Blumen im ewigen Frühling, von steilen vulkanischen Bergen und Klippen im windumtosten Meer und was sonst noch so dort ist.

Wie es sich gehört im deutschen Winter, wurde die Gruppe auf der Fahrt zum Flughafen von einem Nieselregen verabschiedet, um dann im wärmenden Sonnenschein zu landen, empfangen von unserer vortrefflichen Reise- und Wanderleiterin Dolores. Zum zweiten Teil der Begrüßung gab es dann von ihr im Hotel ein Glas Madeirawein, ein Stückchen heimischen Kuchen und eine kleine Lektion in Portugiesisch. Unser Hotel Rocamar lag in Canico de Baixo, direkt am Meer auf Klippen, die Küche und der Service verwöhnten uns heftig. 

Dolores‘ Wanderprogramm spielte sich häufig auf den Levadas ab, den Wasserkanälen, die bereits ab Anfang der Besiedelung von den Bauern angelegt wurden und an denen immer noch das Leben der Menschen hängt. Hier hat wie öfter auch sonst auf der Welt die Natur ihre Gaben ungleich verteilt, der Norden hat das Wasser, der Süden die Sonne und dazwischen liegt die zentrale Gebirgskette. 
Die Levadas bringen das Wasser dahin, wo es gebraucht wird. Kein Mensch weiß, wie viele Kilometer Levadas es wirklich gibt, deren 2000 sei die zuverlässigste Schätzung. Ihr Wasser macht die Landwirtschaft und das menschliche Leben in den Siedlungen überhaupt erst möglich. Neben jedem dieser künstlichen Wasserläufe ist ein Weg oder Pfad, dadurch ist das Wandern mindestens sehr erleichtert. Die Levadas folgen in etwa den Höhenlinien des Geländes, quasi rund um die Insel, in mehreren Stockwerken, ca. alle hundert Höhenmeter, oft in Tunnels, in denen es nass sein kann und jedenfalls dunkel ist. 

Abstieg nach Porto da Cruz
Abstieg nach Porto da Cruz

Nicht leicht ist das Leben der Einheimischen bis in die Gegenwart hinein. Der Boden ist zwar fruchtbar, aber der Einsatz von Maschinen ist im Bau von Straßen, Häusern und Levadas erst etwas später und in der Landwirtschaft noch gar nicht angekommen. Jahreszeiten gibt es auch hier, der Winter ist kühler und niederschlagsreicher, vor allem die Pflanzen haben einen deutlichen Rhythmus. Ganze Familien arbeiten in den Gärten bei der Frühjahrsbestellung oder bei der Ernte von Kartoffeln und Süßkartoffeln, eine ganze Reihe subtropischer, bei uns unbekannter Obstarten hat schon Früchte angesetzt. Unendlich viel von dem, was so schön aussieht, ist der Natur unter ungeheurem Einsatz abgerungen. Für uns blühten vor allem die Kamelien, die Strelitzien, die Kallas, die Proteen in mehreren Arten, die allgegenwärtigen Eukalyptusbäume und die (echten) Akazien, darunter die Mimosen.
Ganz im Kontrast zu den Eindrücken des Landlebens stehen die modern ausgebauten Straßen, die quirlige Hauptstadt Funchal und die fast überall sehr gute touristische Infrastruktur. Dolores erzählte viel über das Bildungswesen und das politische System der Insel als autonomer Bestandteil von Portugal. 
Und nun zum Wandern, die in drei unterschiedlichen Gruppen je nach Bewegungsbedürfnis und Unternehmungslust erfolgten. 
Wir lernten viel von Madeira kennen, aus verschiedenen Perspektiven, sei es aus dem Bus, (virtuos gelenkt an allen Tagen von Kalasse), oder zu Fuß. 

Zwei Touren brachten uns ins Tal der Ribeira (=Fluß) de Jamela mit seinen Lorbeerwäldern, einmal im unteren Bereich, dann auch noch an den Ursprung des Tales mit seinen Wasserfällen: die Cascato do Risco und die 25 Fontes. 
Ebenfalls als Levadawanderung begann die Tour von Prazeres aus, um dann aus etwa 600 m Höhe über einen alten steilen Pfad zum Meer nach Paul do Mar zu führen. 

An der Ostküste
An der Ostküste

Interessant war die Fahrt zur Halbinsel Sao Lourenco ganz im Osten mit ihrer abenteuerlich schroffen vulkanischen Formationen; man langt mehr als einmal hin, ob das Zeug wirklich schon kalt ist? Hoch hinaus ging es zum Pico Arieiro, dem windigen, von dort aus auf teils schwindelerregenden, doch immer gut gesicherten Wegen zum Pico Ruivo, dem Roten (1862 m). Beim optimalen Wetter bewunderten die Wanderer eine tolle Gebirgslandschaft und mit dem Blick weit bis aufs Meer hinaus. 
Genauso schön der Weg von Ribeira Seca über die Boca da Risco den Steilhang entlang hoch über dem Meer nach Porto da Cruz, mit der alten Zuckerfabrik, heute vor allem angesehen wegen der Herstellung von Rum. 
Den Blumenfreunden ging das Herz auf in den weiträumigen Anlagen der Familie Blandy, auch bekannt unter Quinta da Palheiro. 
Eine letzte Probe auf Schwindelfreiheit war möglich auf der Glasbodenaussichtsplattform des Cabo Girao, bevor uns Madeira am Ende einer Levadawanderung mit Regenbögen grüßte. 
Den einen Tag zur freien Verfügung nutzten viele zur Erkundung der Hauptstadt Funchal.
Unser herzlicher Dank gilt vor allem Walter Hebling für die Organisation und Dolores für ihre Reiseleitung vor Ort.

Hans Schlabing 

Januarwanderung 2019

Die Wanderung zum Beginn des Jahres am 13. Jan 2019 begann unter nassen Voraussetzungen. Schon an der Abfahrt nach Leutershausen regnete es. Trotzdem trafen sich 12 Wanderer am Kehrrang, um gemeinsam mit Christel und Klaus Bertram die Regenklamotten zu testen. Die Schriesheimer Hütte wurde erreicht. Die ist im Winter geschlossen, in der überdachten Außenanlage hielten wir Mittagsrast. Die Wanderführer hatten Glühwein bringen lassen und so konnte man sich im Trockenen aufwärmen. Dann wurde die Ursenbacher Höhe auf ca. 400 hm erreicht. Man hatte leider keine Ausblicke, wegen Nebel. Oberflockenbach war das nächste Ziel und Schrägregen durch den Wind durchnässte die Hosen. Einige hatten Regenhosen, bei den anderen lagen die im Schrank. Über Rippenweier – hier schoss das Wasser die Wiesen runter – und Heiligkreuz ging es dann zu der Schlussrast in die Rose in Leutershausen. Hier war es warm und die feuchten Sachen trockneten wieder. Wir waren uns einig – man kann auch bei Regen wandern
Wir dankten Christel und Klaus für die trotzdem schöne Wanderung. 16,3 Kilometer und 480 Höhenmeter

Roland Berger
Wanderwart DAV Weinheim

Dezemberwanderung 2018

Am 9. Dez. fand unsere Jahresabschlusswanderung um Weinheim mit Gunter Ross statt. Wie immer wurde etwas später gestartet, im Dezember sind wir meist um Weinheim unterwegs. 18 Wanderer gingen durch den Schlosspark in Weinheim, den Exotenwald den 12 Minutenweg zum Geiersberg. Dort wurde bei schöner Aussicht Rast gemacht. Gunter hatte heißen Uso mitgebracht. Zurück ging es dann über den Weihnachtsmarkt zu unserer Schlussrast in den Hellas am Dürreplatz. Wir dankten Gunter für die Wanderung.

Roland Berger

                        Roland Berger ,